VW und Porsche: Fusion verzögert sich
Hochzeit verschoben

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Verlobt sind sie schon lange, bis Ende 2011 sollte die Hochzeit folgen. Doch daraus wird nichts. VW und Porsche müssen wegen Ermittlungen und Forderungen in Milliardenhöhe ihre endgültige Fusion verschieben.
(dpa) Paukenschlag wenige Tage vor Beginn der IAA 2011: Anders als geplant werden Volkswagen und Porsche in diesem Jahr nicht mehr fusionieren. Hintergrund sind noch immer bestehende juristische Hürden. So fordern noch heute Investoren in den USA Schadenersatz in Milliardenhöhe. Außerdem ermittelt in Deutschland die Staatsanwaltschaft gegen frühere Porsche-Manager. Trotz der Verzögerungen halten beide Konzerne aber an der geplanten Fusion fest. Wann und wie dieses Ziel erreicht werden kann, steht in den Sternen. Die Partner haben zwar schon einen Notfallplan in der Schublade, wollen aber nun zusätzlich nach neuen Wegen für das Zusammengehen suchen. Für die Bilanzen der Konzerne hat der Aufschub Folgen: Er bedeutet rote Zahlen für die Porsche SE. VW dagegen profitiert.
Auf einen Blick: Die Stars der IAA 2011

Gegen Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking wird nach wie vor wegen des Verdachts der Untreue ermittelt.
Bild: dpa
Für einen Notfall wie diesen hatten sich die beiden Partner bereits 2009 ein Hintertürchen offengehalten: Von Ende 2012 an kann VW das Porsche-Sportwagengeschäft komplett übernehmen. Bisher halten die Wolfsburger 49,9 Prozent. Der Vorteil: Volkswagen könnte sich das komplette operative Porsche-Sportwagengeschäft sichern, ohne die ungelösten Probleme der Porsche SE am Hals zu haben. Der Nachteil: Diese Variante wäre erst ab Mitte 2014 steuerfrei. Die Schwaben waren mit dem Versuch gescheitert, den viel größeren VW-Konzern zu übernehmen und hatten 11,4 Milliarden Euro Schulden angehäuft. Wiedeking musste im Sommer 2009 seinen Hut nehmen. Porsche soll nun zur zehnten Marke im VW-Konzern werden. In der Praxis arbeiten die beiden Autobauer längst eng zusammen.
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