W-Series: Diese Frauen kommen infrage

W Series: Keine Deutsche dabei

David Schumachers Freundin im Finale

28 aus 50: Die Finalistinnen der neuen Frauenserie W Series stehen fest. Eine Deutsche ist nicht dabei. Dafür aber David Schumachers Freundin Vivien Keszthelyi.
Hat Deutschland wirklich keine schnelle Rennfahrerin? Unter den 28 Teilnehmerinnen im finalen Shootout der Frauenserie ist jedenfalls keine Deutsche dabei.
Aber: Die schnellsten deutschen Frauen haben gar nicht mitgemacht. Formel-3-Fahrerin Sophia Flörsch stellt sich klar gegen die Formel Frau – sie will gegen die besten Rennfahrer fahren, nicht nur gegen Frauen. Carrie Schreiner (bisher Lamborghini Super Tropheo), Michelle Halder (bisher ADAC GT Masters) und Angelique Germann (deutsche Formel 3) mussten ihre Bewerbung zurückziehen. Halder und Schreiner haben andere Projekte für 2019, die sich zu oft mit der W Series überschneiden. Germann hat sich vor drei Wochen schwer am Knie verletzt.

28 Frauen haben es in den finalen Shootout geschafft.

Die einzige deutsche Teilnehmerin war daher Doreen Seidel – und die hat sich beim dreitägigen Bewerbungsverfahren am österreichischen Wachauring unter den 50 Teilnehmerinnen nicht für die Top-28 qualifiziert.
Dafür ist David Schumachers Freundin Vivien Keszthelyi dabei, die sich unter anderem mit Rennen in der asiatischen Formel-3-Winterseries fit gemacht hat. Ebenfalls eine Runde weiter: BMW-Juniorin Beitske Visser, die britische Formel-3-Rennsiegerin Jamie Chadwick, Ex-Renault-Juniorin Marta García, sowie die ehemaligen GP3-Pilotinnen Alice Powell und Vicky Piria.
Die Frauen an der Seite der Formel-1-Stars: Hier klicken
Nicht am Start war auch Ex-Lotus-F1-Testfahrerin Carmen Jordà, die sich stets für eine Frauenserie ausgesprochen hatte – und dafür von anderen Rennfahrerinnen viel Kritik geerntet hat.
Insgesamt standen zehn Prüfungen auf dem Programm, Geschicklichkeitstest am Steuer eines Autos, aber auch Tests abseits der Piste. Schließlich kam es zu direkten Duellen Frau gegen Frau ähnlich dem Race of Champions.
Die Juroren waren die früheren Formel-1-Fahrer David Coulthard und Alexander Wurz sowie Lyn St. James, eine von neun Rennfahrerin, die schon mal beim Indy 500 am Start waren. Wurz erklärte hinterher: „Alle haben noch Luft nach oben, was auch für die eine Hoffnung sein sollte, die es nicht in die nächste Runde geschafft haben. Warum? Weil sie alle darauf fokussiert sein sollten, diese Verbesserungen zu schaffen. In allen steckt noch Potenzial.“
Ende März werden aus den 28 verbleibenden Frauen beim Test mit dem 270 PS starken Formel-3-Flitzer, mit dem die W Series ausgefahren wird, die schnellsten 20 ermittelt. 18 werden Stammfahrerinnen, zwei Reservepilotinnen.

W-Series: Diese Frauen kommen infrage

Autor: Michael Zeitler

Fotos: W Series

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