Walter Röhrl, einziger deutsche Rallye-Weltmeister (1980 mit Fiat, 1982 mit Opel), hat in vielen Interviews nie ein Hehl daraus gemacht, dass er der Elektro-Mobilität skeptisch gegenübersteht.
Für die in Österreich erscheinende "Kleine Zeitung" setzte sich der Porsche-Markenbotschafter dennoch ans Steuer eines Toyota C-HR 2.0 4WD mit Hybridtechnik. Das Toyota-SUV kombiniert einen 2-Liter-Vierzylinder-Triebwerk mit einem 83 kW leistenden E-Motor und bringt es auf eine Systemleistung von 145197 PS/145 kW (152 PS/Benziner).

Toyota C-HR 2,0 4WD im Dauertest

Die Kollegen in Österreich haben dieses Modell aktuell in einem Dauertest und damit bisher mehr als 23.000 Kilometer zurückgelegt. Röhrl gibt gegenüber der Zeitung offen zu, dass er bei einem Hybridsystem "immer ein bissl mehr überlegen muss, wann welches System sinnstiftend ist"?

Vollhybrid ein Wechselspiel

Hybridtechnik sei, so Röhrl, eine Brückentechnologie zum E-Auto. Vollhybride wie der Toyota C-HR leben vom permanenten Wechselspiel zwischen E-Antrieb und Verbrennungsmotor, das System denkt quasi für dich.
Porsche Carrera GT
Walter Röhrl ist nach einem Test des Toyota C-HR mit Hybridantrieb positiv angetan.
Bild: Lena Barthelmeß
Toyota hat diese Technologie groß gemacht und reizt sie bis aufs Letzte aus. Röhrl: "Daraus resultiert ein Ergebnis, das ich bei meiner ganzen Skepsis nicht erwartet hätte."

Toyota-SUV mit niedrigem Verbrauch

Die Zeitung zitiert ihren prominenten Tester so: "Selbst mit hohem Autobahn-Anteil kamen meine Kollegen im Sommer und Herbst auf Verbrauchswerte rund um sechs Liter auf 100 Kilometer. Auf der Landstraße, bei Tempo 50, 60, 70 km/h schafften sie Werte von knapp über vier Liter. Und im Winter bleibt man beim 6er-Level."
Wie das sein kann? Röhrls Antwort: "Unser getesteter Vollhybrid holt sich quasi das Beste aus den beiden Welten und ist ein Fall für jene, die zu Hause oder in der Arbeit ihren Plug-in nicht laden können – und mittel bis viel unterwegs sind."

Hybrid ein Mittel zum Zweck

Dennoch findet der ehemalige Rallye-Weltmeister, dass das Hybrid-System ein Mittel zum Zweck sei. Doch der Zweck heilige die Mittel, weil die Verbrauchswerte stimmen.
Röhrl Fazit: "Ich wusste schon, dass das System bei kleinen Autos wie dem Yaris perfekt funktioniert – dass es aber in der Größenordnung C-HR genauso gut läuft, hat mich schon überrascht."