Es ist derzeit nicht mehr als eine Empfehlung der Europäischen Verkehrsministerkonferenz. Die Verkehrsminister möchten die Nutzung von Geräten zur Warnung vor Blitzern verbieten. Eine EU-einheitliche Regelung gibt es aber noch nicht.
In Österreich sind Warngeräte, mit denen technische Einrichtungen zur Verkehrsüberwachung beeinflusst oder gestört werden können, strikt verboten. Bei Verstößen droht eine Strafe von bis zu 10.000 Euro, und das Gerät wird eingezogen.

Fahrverbot in Griechenland

Wie in Deutschland sind auch in der Schweiz alle Geräte, die vor Geschwindigkeitsmessstellen warnen, verboten. Wer damit erwischt wird, zahlt mindestens 200 Euro Geldbuße. In Italien ist in diesem Fall eine Geldstrafe ab 800 Euro fällig, und das Gerät wird beschlagnahmt. In Griechenland wird's noch teurer: Zusätzlich zu einer Geldstrafe ab 2000 Euro gibt es ein 30-tägiges Fahrverbot.
Blitzer an der A12 bei Innsbruck
Grundsätzlich gilt überall auch bei Blitzerwarnern: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.
Bild: DPA

Vorsicht in den Beneluxstaaten

In Belgien drohen bei der Nutzung von Blitzerwarnern eine hohe Geldstrafe oder Haftstrafen von 15 Tagen bis drei Monaten. Bei einem Wiederholungsfall wird die Strafe automatisch verdoppelt und das Gerät vernichtet. In den Niederlanden kassiert die Polizei bei Kontrollen das Warngerät ein und verhängt eine Geldbuße in Höhe von 430 Euro.
Überhaupt keinen Spaß verstehen diesbezüglich die Luxemburger. Bis zu 5000 Euro Geldbuße oder ersatzweise Haftstrafen von acht Tagen bis zu einem Jahr drohen. Die Beschlagnahme des Geräts ist dann doch das weitaus kleinere Übel.
Auch in Bosnien-Herzegowina, Frankreich, Irland, Mazedonien, Slowakei, Weißrussland und Zypern sowie in allen skandinavischen Ländern sind Blitzerwarner verboten, die Verwendung wird mit teilweise hohen Geldstrafen sanktioniert.
Grundsätzlich gilt überall: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Im Ausland deshalb lieber auf Warngeräte verzichten und eventuelle Warn-POIs im fest verbauten Navi deaktivieren. Das und natürlich das Einhalten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit schützt am sichersten vor möglicherweise teuren Überraschungen.