ie Warnweste – mehr Sicherheit in gefährlichen Verkehrssituationen

Warnwestenpflicht: Das muss man wissen

Die Warnweste ist Pflicht

Wer nach einem Unfall oder einer Panne aus dem Auto steigt, sollte schon zum Schutz der eigenen Sicherheit eine Warnweste anziehen. Seit einigen Jahren muss diese sogar gesetzlich mitgeführt werden.
Warnwestenpflicht in Deutschland
➤ Diese Voraussetzungen müssen sie erfüllen
Aufbewahrung der Weste
➤ Fahren ohne Warnweste: Strafen & TÜV
Sie sind gelb, rot oder orange und können unter Umständen Leben retten: Warnwesten. Autofahrer, die nach einer Panne oder einem Unfall eine Warnweste tragen, sind deutlich besser für den nachfolgenden Verkehr zu erkennen. Das vermindert das Risiko von Folgeunfällen. So sind Personen, die keine Warnweste tragen, erst ab einer Entfernung von circa 80 Metern wirklich gut zu sehen. Gerade bei Nacht ist das Tragen einer Warnweste besonders wichtig, da durch das reflektierende Material die Träger um ein Vielfaches früher zu erkennen sind. Deshalb sind die leuchtenden Westen inzwischen auch gesetzlich vorgeschrieben. 

Für wen gilt die Warnwestenpflicht?

Seit dem Jahr 2014 gilt die Warnwestenpflicht in Deutschland. In jedem Pkw, Lkw und Bus muss eine Warnweste mitgeführt werden. Richtig gelesen: eine. Unabhängig von der Zahl der Insassen. Ausnahmen gibt es nur für gewerbliche Fahrzeuge, die immer mit mehreren Personen besetzt sind. Hier müssen entsprechend mehr Westen – oder entsprechend andere Warnkleidung – mitgeführt werden. Allerdings sollten auch Privatpersonen darauf achten, mehrere Warnwesten mitzuführen, damit im Ernstfall alle Insassen eine anziehen können. Baumärkte, Fachhandel und zahlreiche Internetshops bieten Warnwesten an. Die Kosten für solche Warnwesten sind gering, so variiert der Preis je nach Bezugsquelle und Modell in der Regel zwischen zwei bis fünf Euro.

Welche Voraussetzungen muss die Warnweste erfüllen?

Wie die Warnweste aussehen muss, ist genau geregelt – oder besser gesagt, genormt. Nur Westen, die nach der alten DIN EN 471:2003+A1:2007 oder der neuen EN ISO 20471:2013 zertifiziert sind, entsprechen den Vorgaben des Gesetzgebers. In den Vorschriften ist unter anderem festgelegt, dass sie aus fluoreszierendem Material in gelber, oranger oder rot-oranger Farbe sein und umlaufende Reflexstreifen mit mindestens fünf Zentimeter Breite aufweisen müssen. Vertrieben werden dürfen inzwischen ohnehin nur noch Westen nach der EN ISO 20471, allerdings verlieren die alten Warnwesten ihre Gültigkeit nicht. Verblasst aber zum Beispiel die Farbe, sind sie nicht mehr vorschriftsgemäß.
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Wo sollte die Warnweste aufbewahrt werden?

Optimalen Schutz bietet die Warnweste nur, wenn sie schon vor dem Aussteigen angezogen wird. Vor allem bei Pannen auf der Autobahn muss der Fahrer in der Regel am Standstreifen zum fließenden Verkehr hin aussteigen. Um sich die leuchtende Weste schon im Wagen überziehen zu können, ist es wichtig, die Weste in Griffweite zu verstauen, also am besten in den Türfächern oder im Handschuhfach. Wer erst umständlich im Kofferraum nach seiner Weste suchen muss, setzt sich selbst unnötigen Gefahren aus.

Welche Strafen drohen, wenn ich keine Warnweste dabei habe?

Wer bei einer Kontrolle die Warnweste nicht vorzeigen kann, muss mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 15 Euro rechnen. Bei der Hauptuntersuchung kann die fehlende Warnweste als Mangel gewertet werden.
Das Nichttragen einer Warnweste hingegen stellt keinen Verstoß gegen die Warnwestenpflicht dar. Hier wird auf die Eigenverantwortung des Fahrers gesetzt. Grundsätzlich ist aber zu empfehlen, nach einer Panne oder einem Unfall eine Warnweste zu tragen. Dies dient nicht nur dem eigenen Schutz, sondern auch der Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer. Aber: Sollte der Fahrer keine Warnweste tragen und sich dadurch ein Folgeunfall ereignen, kann die Versicherung dem Fahrer Fahrlässigkeit unterstellen und eventuelle Ansprüche des Geschädigten ablehnen.

Autor: Michael Gebhardt

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