Seit Sommer 2021 müssen E-Autos bis 20 km/h und beim Rückwärtsfahren akustisch auf sich aufmerksam machen. Das Geräusch soll mit einem Verbrennungsmotor vergleichbar, also kein Ge­jodel sein. Den neuen Abarth 500e kann keiner überhören. Über einen gewaltigen Soundgenerator unterm Heck klingt er wie ein Abarth 595 oder zumindest wie die Tonaufnahme davon.
Ungewohnt und neu für ein Elektroauto. Vor allem, wenn es im Auto leiser ist als außen, weil kein Lautsprecher im Fahrzeug den Klang wiedergibt. Gerade beim Beschleunigen klingt es weniger künstlich als bei manchem Verbrenner, der im Innenraum über Lautsprecher nach kernigem V8 klingt, während aus dem Auspuff der Vier­zylinder säuselt.
Der gewaltige Soundgenerator unter dem Heck des Abarth 500e Turismo.
Bild: AUTO BILD
An seine Grenzen kommt der Abarth bei hohen Geschwindigkeiten, wenn der Sound dröhnend signalisiert: "Schalte endlich einen Gang hoch!" In solchen Momenten wäre ein simpler Knopf für "Ton aus" wünschenswert. Verbesserungs­würdig, aber dennoch mutig und ­innovativ, was Abarth liefert.
Die Autohersteller sind weiterhin auf der Suche nach den Emo­tionen im E-Auto. Bei BMW sorgt Filmkomponist Hans Zimmer für den guten Ton. Der Hyundai Ioniq 5 N beherrscht sogar akustische Schaltvorgänge. Für mich haben E-Autos bereits ihre Emotionen in der linea­ren Beschleunigung und der Rekuperation gefunden.
Abarth 500e Turismo
  • 155 PS
  • 18,8 kWh/100 km Verbrauch
  • ab 42.990 Euro