Waze war bisher vor allem eine Navi-App für Autofahrer, die Staus, Blitzer und Gefahren möglichst früh sehen wollen. Mit dem neuen Update wird die App auch für eine andere Gruppe deutlich interessanter: Motorradfahrer. Denn Waze bekommt einen eigenen Motorrad-Modus, der Routen nicht mehr nur aus Auto-Sicht bewertet.
Doch macht das wirklich einen so großen Unterschied? Auf jeden Fall! Denn Motorräder bewegen sich anders durch den Verkehr. Enge Straßen können für Zweirad-Fahrer sinnvoll sein, schlechte Fahrbahnen sind dagegen ein größeres Problem als im Auto.

Die besten Navigationsgeräte

Drivesmart 86 (17044649)
Autobild LogoTestsieger
Externe Verlinkung
1.
Garmin
Drivesmart 86 (17044649)
1,1
sehr gut
DriveSmart 65Externe Verlinkung
2.
Garmin
DriveSmart 65
1,2
sehr gut
Go Essential 5 (1PN5.002.10)Externe Verlinkung
3.
TomTom
Go Essential 5 (1PN5.002.10)
Keenso GPS Navigationssystem Universal 5Externe Verlinkung
4.
Keenso
GPS Navigationssystem
2,7
befriedigend
Start 52 EuropaExterne Verlinkung
5.
TomTom
Start 52 Europa
2,7
befriedigend
Drive 52 & Live TrafficExterne Verlinkung
6.
Garmin
Drive 52 & Live Traffic
2,8
befriedigend
Genau hier setzt Waze an. Der Motorrad-Modus soll Strecken berücksichtigen, die besser zu Bikes passen und gleichzeitig vor Gefahren warnen, die für Motorradfahrer mehr Gewicht haben. Dazu zählen Schlaglöcher, Bremsschwellen, erhöhte Fußgängerüberwege, schmale Brücken oder endende Seitenstreifen. Im Auto nerven solche Stellen oft nur. Auf dem Motorrad können sie schnell unangenehm oder gefährlich werden.

Motorrad-Modus noch nicht überall verfügbar

Waze nutzt dafür Echtzeitdaten und eine Gruppe von Kartenbearbeitern, die sich gezielt um Motorrad-Hinweise kümmern. Die App soll damit nicht nur schneller ans Ziel führen, sondern auch besser einschätzen, welche Strecke sich auf zwei Rädern eignet.
Zum Start ist der Motorrad-Modus noch nicht überall verfügbar. Waze nennt Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Peru und die Philippinen, weitere Länder sollen folgen. Für deutsche Nutzer bleibt der Modus damit vorerst eher ein Ausblick. Spannend ist er trotzdem, weil er zeigt, wohin sich Navigation entwickelt.
Schade für alle sportlichen Motorradfahrer: Waze zeigt nicht, welche kurvige Strecke am meisten Spaß macht.

Weitere Updates sind auch für Autofahrer interessant

Auch abseits des Motorrad-Modus bekommt Waze neue Funktionen: Die App soll Routen stärker nach den eigenen Gewohnheiten vorschlagen. Wer häufig Autobahnen nutzt, bekommt solche Strecken eher angezeigt. Wer das nicht möchte, kann die Personalisierung abschalten.
Praktisch ist auch der neue Modus mit weniger Ansagen: Waze reduziert die Sprachhinweise, liefert aber weiter wichtige Warnungen vor Gefahren, Abbiegungen und Spurwechseln.
Dazu kommen Gemini-Funktionen: Nutzer können Straßensperrungen oder Kartenfehler per Sprache melden. Auch die Zielsuche wird natürlicher. Waze nennt Beispiele wie ein geöffnetes Café, Parkplätze in der Nähe oder günstige Tankstellen. Diese Funktion startet zunächst in der Beta.