WEC: Dreikampf in der LMP1
Audi und Toyota greifen Porsche an

Vor dem WEC-Auftakt lässt sich AUTO BILD MOTORSPORT die technischen Raffinessen am neuen Audi R18 erklären. Auch Toyota greift mit Neuwagen Porsche an.
Bild: Picture-Alliance
- Michael Zeitler
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Audi will dieses Jahr wieder zurück an die Spitze
Konzernschwester Audi will Porsche wieder vom Thron stoßen. 13 Mal in 15 Jahren gewann Audi das Königsrennen, die 24 Stunden von Le Mans. Dann kam Porsche. Der Audi R18 aus der Feder von Jörg Zander (52) hat erstmals ein Hybridsystem in der 6-Megajoule-Klasse. Es rekuperiert die Energie durch die Bremsen. „Damit können wir bis zu 350 Kilowatt (475 PS, d. Red.) umsetzen, letztes Jahr waren es nur 200 (270, d. Red.)“, so Zander im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT.Dafür war auch der Wechsel vom Schwungradspeicher auf Batterien nötig. Zander: „Das ist eine 100-prozentige Eigenentwicklung. Da arbeiten wir Schulter an Schulter mit den Kollegen von der Technischen Entwicklung der Audi AG.“ Ein zweites Hybridsystem wie es Porsche (Abgasrückgewinnung) und Toyota (zweites Bremsrückgewinnungssystem) zur Verfügung haben, kam für Audi ebenfalls in Frage. Die Ingolstädter entschieden sich allerdings wegen des zusätzlichen Gewichts dagegen. Ein Diesel-Motor, wie ihn Audi mit dem 4,0-Liter-V6 verwendet, ist nämlich schon von Haus aus schwerer als ein Ottomotor.

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Toyota setzt mit dem neuen TS050 Hybrid auf einen 2,4-Liter-V6-Biturbo. Die Japaner wechseln ebenfalls auf Batterien und legen die Superkondensatoren beiseite. Gespeichert wird Energie von zwei Bremsrückgewinnungssystemen. Von einem Abgasrückgewinnungssystem sieht Toyota ab, weil dadurch etwas Leistung am Verbrennungsmotor flöten geht.
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