Wie im Vorjahr starten sieben Vollzeit-Fahrzeuge in der GT-Pro-Klasse, der Top-Gran-Tourismo-Kategorie. Porsche reduziert das Aufgebot von drei auf nur noch einen Wagen, dafür kommt aber Ford mit zwei neuen GT-Boliden.
Ford
Ford kommt bestens vorbereitet zurück nach Le Mans
Der US-amerikanische Hersteller will 50 Jahre nach dem legendären Sieg beim 24-Stundenrennen von Le Mans die GT-Klasse erneut erobern. Zum Einsatz kommt ein Rennwagen, vor dem sich die Gegner fürchten: Der 3,5-Liter V6-Turbo-Motor ist schon seit zwei Jahren in Daytona-Prototypen im Rennbetrieb getestet worden. Und die Aerodynamik produziert reichlich Abtrieb. Ford hat die Straßenversion parallel dazu entwickelt - andere Hersteller konstruieren erst die Serienversion und dann das Rennmodell. Mit Stefan Mücke ist auch ein deutscher Fahrer im Ford-Aufgebot. Dazu kommt der ehemalige Tourenwagen-Weltmeister Andy Priaulx.
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Ferrari hat ebenfalls einen komplett neuen Gran-Tourismo entwickelt. Der Ferrari 488 GTE verfügt erstmals über einen Turbomotor, mit 3,9 Litern Hubraum und acht Zylinder. Die 600 PS von Ford soll der Ferrari nicht ganz erreichen. Fahrer sind wieder Ex-Formel-1-Pilot Gianmaria Bruni, Sam Bird, James Calado, sowie Davide Rigon.
Ferrari
Ferrari greift 2016 mit dem 488 GTE in der WEC an
Porsche und Aston Martin haben nur ihre Vorjahresmodelle weiterentwickelt. Der Porsche 911 RSR mit einem 4,0-Reihen-Sechs-Zylinder kommt nur in einer Ausfertigung an den Start. Aston Martin setzt mit dem Vintage GTE auf einen 4,5-Liter-V8-Sauger. Mit Richie Stanaway und Marco Sørensen ist wieder Platz für zwei Junioren.
In der GT-Am-Klasse kommen weitere acht GT-Boliden dazu. Zwei Ferraris, drei Porsches, zwei Aston Martins und eine Chevrolet Corvette CR7.R - mit einem 491 PS starken 5,5-Liter-Motor.
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