WEC: LMP1-Flitzer

WEC: Finale in Bahrain

Letzte Ausfahrt für die Hightech-Prototypen

In der WEC geht am Wochenende ein wichtiges Kapitel zu Ende. Die LMP1-Hybrid-Rennwagen werden in Rente geschickt. Erste Tests mit dem Hypercar.
Was für ein unwürdiges Ende der Hochleistungs-Prototypen in der Sportwagen-WM. Beim Saisonfinale in Bahrain stehen gerade mal die zwei rund 1000 PS starken LMP1-Flitzer von Toyota in der Startaufstellung. Ansonsten ist kein LMP1-Rennwagen mehr dabei. Und: Das Rennen wird nicht im deutschen Free-TV gezeigt!
So lief Le Mans: hier klicken
Über Jahre begeisterten die Hochleistungs-Hybrid-Flitzer von Audi, Porsche und Toyota die Sportwagen-Fans. In Bahrain endet diese Ära, ab 2021 bilden die Hypercars die neue Spitzenklasse. In der Bildergalerie zeigen wir Ihnen noch einmal die LMP1-Meilensteine.

WEC: LMP1-Flitzer

Fast schon zur Nebensache gerät da der Titelkampf. Die beiden Toyota-Duos liegen nur sieben Punkte auseinander. Wer das Rennen gewinnt, ist Meister. Entweder das Le-Mans-Siegertrio Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley oder das zweite Trio Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López.

Die Straßeversion des neuen Toyota Hypercars

©Toyota

Toyota hat im Oktober zudem das neue Hypercar für 2021 erstmals getestet. Drei Tage lang drehten Buemi, Hartley, Conway und López viele Runden in Le Castellet – laut Toyota-Auskunft ohne technische Probleme. Die beiden japanischen Fahrer waren in Japan – für die Super Formula. Technische Details und Fotos wurden noch nicht veröffentlicht. Das soll erst am 11. Januar im Rahmen eines offiziellen Tests passieren.
Die Scuderia Glickenhaus plant den Rollout des Hypercars für den 5. Januar. Von ByKolles gibt es noch keine Informationen.

Streit wegen Alpine-Einstieg

Die Hypercars werden auf eine Le-Mans-Runde betrachtet über zehn Sekunden langsamer sein als die LMP1-Flitzer – also im Bereich von 3:25 bis 3:30 Minuten. Dafür musste auch die LMP2-Kategorie für 2021 kastriert werden. Denn Paul di Resta fuhr in der LMP2-Klasse 2020 mit einer Zeit von 3:24,528 Minuten auf die Pole-Position. Den 4,2-Liter-V8-Saugmotoren von Gibson werden 40 PS genommen, sie leisten dann nur noch 560 PS. Durch die neuen Goodyear-Einheitsreifen können außerdem die Kurvengeschwindigkeiten gesenkt werden.
Ein Streitpunkt ist noch der Einstieg von Alpine. Der französische Hersteller hat sich für 2021 den LMP1-Rennwagen von Rebellion gekauft. Der ist zwar kein Hybrid-Wunderwerk, aber dennoch schneller als die Hypercars. Die Serienmacher wollen den LMP1 auf ein Niveau mit den Hypercars bringen – was eine Mammutaufgabe wird.
Dazu kommt: Schon jetzt hagelt es dafür von Toyota Kritik. Teamchef Pascal Vasselon: „Selbst, wenn man Toyota außen vor lässt: Viele Leute wie Glickenhaus und ByKolles haben viel in die neue Kategorie investiert. Es wäre nicht korrekt, wenn ein neues Team mit einem alten LMP1 auf einem Level mit den Hypercars fahren würde.“
Immerhin: Die Le-Mans-Zukunft ist gesichert. 2022 steigt dann auch Peugeot in die Topklasse ein.

Fotos: Toyota

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