24h Le Mans: Hypercar-Designs

WEC: Hypercars 2021

Premiere mit acht Hypercars?

Nach dem die FIA und der ACO die neue Hypercars-Klasse für die Saison 2020/2021 vorgestellt hat, zeigen offenbar immer mehr Hersteller Interesse.
Die Hypercars sind eigentlich nur aus der Not heraus geboren. Die LMP1-Kategorie zerfällt gerade. Die Wasserstoffautos sind noch nicht so weit. 2024 sollen sie in Le Mans erstmals getestet werden.
Ab dem Saisonstart der Sportwagen­-WM im Herbst 2020 fahren damit für mindestens fünf Jahre erst einmal  die Hypercars, die extrem sportlichen Kohlefaser-Sportwagen. Premiere bei den 24 Stunden von Le Mans wird 2021 sein.
Aber wie viele Hypercars sind zu erwarten? Toyota baut auf Basis des aktuellen LMP1-Prototyps zwei Hypercars, Aston Martin steigt ebenfalls mit zwei Werksautos auf Basis des Valkyrie ein (mehr dazu HIER). Dazu wird mindestens ein Aston Martin durch ein Kundenteam eingesetzt, wahrscheinlich R Motorsport (leitet jetzt bereits das DTM-Projekt).
Kolles wird in der kommenden Saison nur ausgewählte Rennen fahren, weil im bayrischen Greding ebenfalls ein Hypercar für die Saison 2020/2021 entstehen soll.

Aston Martin wird wohl mit zwei Werks- und einem Kundenauto antreten

Die Nürburgring-Kultmarke Glickenhaus will zwei Hypercars einsetzen. Derzeit wird noch nach einem Motohersteller gesucht. Glickenhaus will anders als Aston Martin, aber wie Toyota mit einem Hybridsystem fahren. Am liebsten würde Glickenhaus einen weiteren Boliden an ein Kundenteam verkaufen.
Damit wären wir für die erste Saison schon bei acht oder neun Hypercars. Theoretisch ist es den LMP1-Privatteams SMP, Rebellion und LNT weiterhin erlaubt, ihre LMP1-Flitzer einzusetzen, die allerdings gebremst werden. Möglicherweise setzen sie aber auch auf Kunden-Hypercars.
Der französische Chassisbauer Oreca will sich gern an ein Hypercar versuchen, sucht dafür aber noch einen Hersteller. „Für uns war wichtig, dass die Teams entscheiden können, ob sie mit oder ohne Hybrid fahren. Dafür habe ich gekämpft und das macht es einfacher“, so Oreca-Boss Hughes de Chaunac.
Für die zweite Saison könnten dann sogar noch mehr Hersteller dabei sein. Porsche und McLaren bekunden offen Interesse an der neuen Kategorie. Immer wieder wird auch Koenigsegg genannt.
Nun wird aber auch Bentley als Interessent genannt. Die britische Le-Mans-Traditionsmarke hatte zuletzt nur ein GT3-Programm. Eigentlich wollte Bentley mit einem Daytona-Prototyp in die amerikanische Sportwagenmeisterschaft einsteigen, aber der VW-Dieselskandals machte dem Projekt den Garaus.

24h Le Mans: Hypercar-Designs

Fotos: Hersteller

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