WEC: Konzepteinstufungen
Neue Diskussionen im September

Ein Wechsel des Motorkonzepts ist bei Audi kein Tabu mehr. Möglicherweise sind die Gespräche in der technischen Arbeitsgruppe im September wegweisend.
Bild: Hersteller
- Michael Zeitler
Doch die Ingolstädter wollen noch mehr. Seit wenigen Wochen ist Stefan Dreyer LMP1-Projektleiter bei den Ingolstädtern. Im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT sagt er: „Meine erste Aufgabe muss sein, die Le-Mans-Niederlage zu analysieren und die Konsequenzen zu ziehen. Da gibt es keine Tabus, alles ist offen."
Das heizt Spekulationen an, Audi könnte 2018 den Dieselmotor durch einen Benziner ersetzen. Dann ist ein drittes Hybridsystem erlaubt, welches mit dem schweren Dieselmotor nur schwer umsetzbar ist. Fix ist das noch nicht: „Auch im aktuellen Auto steckt noch eine Menge Potenzial.“ Eine neue Aerodynamik-Konfiguration brachte Audi näher ran an Porsche.
LMP1-Technik im Detail: Der Diesel-Nachteil von Audi

Er leitet seit wenigen Wochen die Geschicke des Audi-LMP1-Programms
Hier könnte zum Beispiel beschlossen werden, dass Audi mehr Diesel im Tank mitführen darf, um den Vorteil des geringen Verbrauchs ausspielen zu können. Der Nachteil des höheren Gewichts eines Dieselmotors fällt ab 2018 nämlich noch höher aus, weil ab 2018 ein drittes Hybridsystem erlaubt sein wird. Audi verzichtet schon jetzt aus Gewichtsgründen auf ein zweites Hybridsystem. Schon am Nürburgring durfte Audi etwas mehr Diesel mit sich führen: Der Tank wurde von 49,9 Liter Fassungsvermögen auf 50,1 Liter erhöht. „Das sind wirklich nur Peanuts“, urteilt Dreyer.
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