WEC und IMSA spannen zusammen

WEC und IMSA: Neue Sportwagen-Topklasse

Neue Sportwagen-Topklasse in der Mache

In Le Mans und der amerikanischen Sportwagen-Meisterschaft soll es künftig eine gemeinsame Topklasse geben
Es ist eine historische Entscheidung, die gestern am Rande der 24 Stunden von Daytona mit großem Brimborium verkündet wurde: Der Le-Mans-Ausrichter ACO und die US-amerikanische Sportwagenbehörde IMSA wollen eine gemeinsame Topklasse schaffen.
So lief das Qualifying in Daytona: Hier klicken
Die bisherige "DPi 2.0" aus der IMSA und die neue Le Mans Hypercar-Klasse (LMH) sollen zu einer vereinten Spitzenkategorie in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) und IMSA SportsCar Championship verschmelzen. Name des noch ungeborenen Babys: "LMDh" (Le Mans Daytona – das „h“ wurde nicht näher definiert). Startschuss: in der WEC ab der Saison 2021/22 und in der IMSA ab 2022.
Basis der neuen Klasse ist ein Einheitschassis, das von Oreca, Ligier, Dallara und Multimatic gebaut wird. Die Silhouette kann ans jeweilige Gesicht der Marke angepasst werden. Zudem soll ein Einheits-Hybridsystem verbaut sein, dessen Spezifikationen noch nicht genauer definiert wurde. Nur soviel: Es soll die Hinterachse antreiben. Wenn ein Hersteller eigene Technologie einbauen will, kann er das für Le Mans bereits vorgestellte Hypercar-Regelwerk nutzen.
Weitere und vor allem genauere technische Details verrieten ACO-Chef Pierre Fillon und sein IMSA-Pendant Jim France noch nicht. Das soll in Sebring (März) folgen. GWEC-Chef Gerard Neveu lobt jetzt schon euphorisch: "Der Langstreckensport ist heute ein großer Gewinner. Die Tür ist jetzt offen für viele weitere Akteure, die mit demselben Auto auf beiden Seiten des Atlantiks auf höchstem Niveau antreten können. Beiden Organisationen gebührt großer Applaus für ihre Vision und ihren Spirit bei dieser Zusammenarbeit."
Die in Daytona anwesenden deutschen Hersteller zeigten sich ebenfalls angetan von der Entwicklung. „Ein historischer Moment für den Sport“, sagt Porsche-Motorsportchef Pascal Zurlinden, der mit dem Porsche 911 RSR in der GTLM und dem 911 GT3 R in der GTD antritt. „Eine Plattform für ein Auto, das man auf zwei Kontinenten fahren kann, ist für die Fans, den Sport und die Industrie genau der richtige Weg.“
BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt, in Daytona mit dem BMW M8 in der GTLM vertreten: „Etwas wirklich Gutes für den Fan und den Motorsport. Kooperationen zahlen sich immer auch, das hat man auch in Fuji beim gemeinsamen Event der SuperGT und der DTM gesehen.Der Vorteil der IMSA waren schon immer überschaubare Budgets, Einheitsteile, partnerschaftliche Zusammenarbeit. Es ist auch kein Geheimnis, dass zwischen IMSA und DTM Gespräche über ein einheitliches Hybridsystem laufen. Das ist für die Zukunft einfach wichtig. Und wenn die Reglements endgültig stehen, werden wir uns das auch genau ansehen und schauen, ob und wo BMW sich da wiederfinden kann. Ich setze nach wie vor darauf, dass auch die Kooperation zwischen IMSA und DTM intensiviert wird.“

Fotos: Sebring International Raceway

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