Wegen China-Strafzöllen: Tesla kündigt höheren Preis für das Model 3 an
Tesla Model 3 könnte teurer werden als Model Y

Tesla wird den Preis für das Model 3 in Europa womöglich schon sehr bald erhöhen. Der Hintergrund sind Strafzölle für in China gefertigte E-Autos.
Bild: Tesla, Inc
Tesla sorgt vor. Der Elektroauto-Hersteller kündigt seinen Kunden in Europa an, dass das Model 3 teurer werden könnte. Und das schon sehr bald.
"Wir gehen davon aus, dass wir die Preise für das Model 3 ab dem 1. Juli 2024 erhöhen müssen. Grund dafür sind zusätzliche Einfuhrzölle, die wahrscheinlich auf alle in China hergestellte und in der EU verkaufte Elektrofahrzeuge erhoben werden", schreibt Tesla auf seiner Website im Konfigurator des Modells.
Der Hintergrund des Ganzen: Die Europäische Kommission will zusätzliche Einfuhrzölle für in China gefertigte E-Autos erheben. Dabei geht es um Zölle von bis zu 38,1 Prozent, da China Herstellern offenbar hohe Subventionen und damit Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz in Europa verschafft hat.
"Nur" 21 Prozent bei Tesla?
Bei Tesla geht es aber wohl "nur" um 21 Prozent, denn wie es heißt, habe der Autobauer mit den Ermittlern kooperiert. "Die Kommission fügte hinzu, dass Tesla einen individuell berechneten Zollsatz auf seine in China hergestellten Elektrofahrzeuge erhalten könnte, wenn im November endgültige Zölle eingeführt werden", schreibt die Nachrichtenagentur Reuters.
Fix sind die Zölle noch nicht – ob sie tatsächlich gezahlt werden müssen, hängt laut Medienberichten davon ab, ob mit China eine andere Lösung gefunden werden kann.
Wie der Preis für das in Shanghai hergestellte Model 3 im Fall der Fälle in Zukunft aussehen könnte, teilte Tesla noch nicht mit. Allerdings kann man sich die Richtung selbst ausrechnen.
Heißt: Beim günstigsten Preis von rund 41.000 Euro würde ein Strafzoll in Höhe von 21 Prozent einen Endpreis von 49.000 Euro ergeben. Damit wäre das Model 3 teurer als das Model Y, das in Deutschland gebaut wird.
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