Top-Winterreifen: 225/45 R 19 im Test
Meistern diese SUV-Reifen den Winter?
Im großen AUTO-BILD-Test stellten sich 19-Zoll-Winterreifen für SUVs den Herausforderungen von Schnee, Eis, Nässe und trockener Fahrbahn. Das Ergebnis: eindeutige Testsieger und eine überraschend starke Preis-Leistungs-Alternative aus der Türkei.
- Dierk Möller
- Martin Braun
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1.
Michelin
Pilot Alpin 5 225/45 R19 96V
1,3
sehr gut
- beste Schneequalitäten
- hohe Lenkpräzision
- dynamische Handlingeigenschaften
- kurze Schnee- und Trockenbremswege
- top Abrollkomfort
- hoher Preis

2.
Continental
WinterContact TS 870 225/45R19 96V
1,4
sehr gut
- Allroundtalent mit ausgeglichenem Leistungspotenzial
- präzises Lenkverhalten
- hohe Aquaplaningsicherheit
- kurze Schnee- und Nassbremswege
- leises Abrollgeräusch
- kraftstoffsparender Rollwiderstand
- hoher Preis

3.
Vredestein
Wintrac Pro 225/45 R19 96V
2,3
gut
- stabile Fahreigenschaften auf nasser und verschneiter Strecke
- ausgewogenes Winterprofil
- kurze Schnee- und Nassbremswege
- hohe Sicherheitsreserven bei Aquaplaning
- gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- erhöhter Rollwiderstand

4.
Bridgestone
Blizzak LM005 225/45 R19 96V XL FP
2,4
gut
- beste Handlingqualitäten auf verschneiter und nasser Piste
- präzises Einlenkverhalten
- kurze Schnee- und Nassbremswege
- sichere Aquaplaningqualitäten
- kraftstoffsparender Rollwiderstand
- verlängerte Trockenbremswege

5.
Hankook
Winter i*cept evo3 W330 225/45 R19 96V XL 4PR SBL
2,5
befriedigend
- stabile Fahreigenschaften bei allen Witterungsbedingungen
- gute Sicherheitsreserven bei Aquaplaning
- dynamisches Nasshandling
- kurze Nassbremswege
- fairer Preis
- deutlich erhöhtes Abrollgeräusch
- verlängerte Trockenbremswege

6.
Firestone
Winterhawk 4 225/45R19 96V XL FR
2,6
befriedigend
- ausgeglichenes Leistungspotenzial
- stabiles Fahrverhalten bei jeder Witterung
- gute Aquaplaningeigenschaften
- leises Abrollgeräusch
- moderates Preisniveau
- leicht verlängerte Trockenbremswege
- erhöhter Rollwiderstand

7.
Toyo
Observe S944 225/45 R19 96W XL
3,2
befriedigend
- gute Traktion
- kurze Bremswege auf Schnee
- sehr gute Sicherheitsreserven bei Aquaplaning
- angenehm leiser Abrollkomfort
- geringer Rollwiderstand
- niedriger Preis
- untersteuerndes Fahrverhalten bei allen Witterungsbedingungen
- verzögertes Ansprechen auf Lenkbefehle
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Winterreifen, die bei Schnee und Eis eingesetzt werden dürfen, müssen gesetzlich das Alpine-Symbol mit Schneeflocke auf der Seitenwand tragen. Alle zehn von AUTO BILD getesteten Modelle erfüllen diese Voraussetzung selbstverständlich. Die Reifendimension 225/45 R19 stand bereits 2022 im Fokus eines umfangreichen Tests, dessen Ergebnisse auch heute noch eine verlässliche Orientierung bei der Reifenwahl bieten.
Das Wichtigste in Kürze
- Preisfrage: Große Unterschiede bei den Preisen, doch wer in Sicherheit investieren kann, fährt mit Premiumreifen am besten
- Erkenntnis: Alle getesteten Modelle erfüllen die gesetzlichen Vorgaben und zeigen stabile Leistungen, besonders auf Schnee und Eis
- Empfehlung: Billigreifen bieten kaum Reserven bei Nässe, daher besser auf bewährte Markenqualität setzen
225/45 R 19: Michelin Pilot Alpin 5
Da investiert man doch lieber etwas mehr Geld beim Reifenkauf, schließlich geht es um die eigene Sicherheit. Wer es sich leisten kann, ist mit dem teuren Michelin bestens beraten. Unser Testsieger schneidet in sämtlichen Tests mindestens mit der Note "gut" ab und leistet sich keinen einzigen Ausrutscher. Obendrein rollt er besonders leise und komfortabel ab. Der sechs Prozent günstigere Continental landet knapp hinter ihm auf dem zweiten Platz, ebenfalls mit dem Gesamturteil "vorbildlich". Er erreicht auf Schnee nicht ganz das Spitzenniveau des Michelin, bremst aber dafür auf nasser Fahrbahn noch besser.
Eine Alternative für Leute, die ganz bewusst auf den Preis schauen, wäre der Kandidat von Firestone. Die amerikanische Tochtermarke des japanischen Reifenriesen Bridgestone hat ihren Winterreifen Winterhawk 4 so eingepreist, dass ein Satz akzeptable 720 Euro kostet – mehr als 400 Euro günstiger als ein Michelin. Dabei erreicht der Firestone insgesamt mit der Endnote "gut" den sechsten Platz. Überzeugend gute Leistung zum fairen Preis bietet auch der Wintrac Pro der niederländischen Traditionsmarke Vredestein. Lediglich sein leicht erhöhter Rollwiderstand verhindert bei ihm den Aufstieg in die erste Reifenliga. Aber die hat eben ihren Preis.
Wir widmen diesem Reifen deshalb so viel Raum, weil er auffällig günstig ist. Ein Satz der getesteten Winterreifen in stämmiger 19-Zoll-Dimension ist im Handel schon für rund 470 Euro erhältlich. Zum Vergleich: Für den hier ebenfalls getesteten Winterreifen vom Typ Pilot Alpin5 der französischen Traditionsmarke Michelin müssen satte 1125 Euro berappt werden – eine Differenz von 655 Euro.
Soll man also wirklich auch in diesen Zeiten zweieinhalbmal so viel für einen neuen Satz Winterreifen ausgeben? Knappe Antwort: Ja, wenn man es sich irgendwie leisten kann. Denn unsere Tests decken schonungslos die Schwächen eines solchen Billigreifens auf. Die zeigen sich überraschenderweise gar nicht mal so sehr beim Fahren unter wirklich winterlichen Bedingungen auf Schnee. Denn hier fährt der mit dem türkischen Reifen bestückte Test-BMW insgesamt ganz ordentlich, sodass es auf Schnee zur Gesamtnote 2- reicht – das ist respektabel, wenn auch in Kurven das sture Schieben über die eingeschlagenen Vorderräder missfällt.

Katastrophales Ergebnis beim Reifen von Petlas: Der mit ihm ausgestattete Testwagen steht aus Tempo 100 erst nach 63,3 Metern – über 17 Meter mehr als beim Hankook-Reifen.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD

Im Test mussten die Winterreifen im 19-Zoll-Format beweisen, wer am SUV die besten Ergebnisse abliefert.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Winterreifen-Test 2022: 225/45 R 19*
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Der Test wurde unterstützt von Bridgestone, Continental, Falken, Firestone, Hankook, Michelin, Nokian, Toyo und Vredestein. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie hier.
Fazit
Unser Test zeigt einmal mehr, dass sich eine Investition in gute Winterreifen auszahlt. Der günstige Reifen von Petlas fällt beim Bremstest auf nasser Fahrbahn komplett durch, während die hochwertigen Modelle von Michelin und Continental in allen Disziplinen sicher und souverän überzeugen. Wer trotzdem sparen möchte, findet mit Vredestein, Hankook und Firestone solide Alternativen, die sich mit der Gesamtnote „gut“ empfehlen.
Fazit
Dass es sich lohnt, für seine Winterreifen etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, beweist wieder einmal unser Test. Der Billigreifen von Petlas versagt komplett beim Bremstest auf Nässe, während die teuren Reifen von Michelin und Continental sicher und flott alle Disziplinen mit Abstand am besten meistern. Doch man kann trotzdem Geld sparen – mit Vredestein, Hankook und Firestone, die immerhin ein "gut" erreichen.
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