Wohnmobil-Test WOF Iridium

WOF Iridium: Wohnmobil-Test

Auf leisen Sohlen

Als erster Anbieter bringt WOF mit dem Iridium ein rein elektrisch angetriebenes Wohnmobil. AUTO BILD REISEMOBIL hat den E-Camper ausprobiert.
Umweltfreundlich, leise, leistungsstark: Elektromobilit√§t ist das Zauberwort der Stunde. In der Pkw¬≠Branche ist es schon lange √ľblich, Modelle mit einem "E" im Kennzeichen im Programm anzubieten. Jetzt zieht der Elektroantrieb auch in die Freizeitfahrzeug¬≠-Branche ein. Bislang gab es dazu wenige Studien auf Messen. Mit dem Iridium kommt 2020 nun das erste vollst√§ndig elektrisch angetriebene Wohnmobil in Serie auf den Markt.

Die zweite Generation ist seit August bestellbar

Der Antrieb kommt aus Stuttgart von Efa-S und fährt bereits in den Lieferwagen von UPS.

Das ist er: Ohne die dicken, orangefarbenen Buchstaben auf dem GFK-¬≠Aufbau w√ľrde man denken, vor einem herk√∂mmlichen Teilintegrierten zu stehen. Im Grunde stimmt das sogar, schlie√ülich kommt das Chassis aus dem Sevel¬≠-Werk in Italien, in dem Fiat Ducato, Citro√ęn Jumper und Peugeot Boxer gebaut werden. Unter der Haube steckt allerdings moderne und vor allem erprobte Elektrotechnik. Der Iridium ist ein Gemeinschaftsprojekt von Importeur und H√§ndler WOF (Wohnmobil Outlet Factory) aus Weilheim und Efa¬≠S (Elektro-¬≠Fahrzeuge Schwaben). Das Stuttgarter Unternehmen ist auf den Umbau von Fahrzeugen auf Elektroantrieb spezialisiert und r√ľstet seit Jahren unter anderem die Transporter des Paketdienstes UPS um. Ebendiese Technik bewegt auch den Iridium. Die erste Generation des E¬≠-Reisemobils wurde bereits auf der CMT 2019 vorgestellt. Die zweite Generation ist seit August bestellbar und wird ab dem zweiten Quartal 2020 ausgeliefert.
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Der Aufbau unterscheidet sich nicht von anderen Mobilen

Schlafbereit ist der Prototyp bereits, das Bad noch unvollständig.

Das hat er: Alles, was ein herk√∂mmliches Reisemobil auch hat: Gasherd, gem√ľtliches L√§ngsbett, Sitzgruppe, Nasszelle mit Dusche, Hubbett und Heckgarage. Allerdings war das von uns gefahrene Mobil ein Prototyp und noch nicht vollst√§ndig ausgebaut. Den Iridium gibt es momentan mit kleiner Batterie (86,4 kWh) und kleinem Motor (143 PS, 169.900 Euro) oder mit gro√üer Batterie (108 kWh) und gro√üem Motor (190 PS, 197 900 Euro) sowie CCS¬≠-Schnellladesystem, mit dem das Laden lediglich anderthalb bis zwei Stunden dauern soll. Zu der im Preis enthaltenen Vollausstattung geh√∂ren Solaranlage, Markise, Sat¬≠-Anlage, 16-¬≠Zoll¬≠-Alufelgen, Lederlenkrad, ESP, Traction+ sowie Fahrer-¬≠ und Beifahrerairbag.

400 Kilometer Reichweite sollen möglich sein

Infodisplay im Cockpit: Es gibt Infos zu Ladestand, Geschwindigkeit, Verbrauch und Rekuperationsleistung.

So f√§hrt er: V√∂llig anders, als wir es gewohnt sind. Statt rumpelnd arbeitender Kolben ist nur das kaum wahrnehmbare Surren des 140 kW (190 PS) starken Synchronmotors unseres Testwagens zu h√∂ren. Mit einem unscheinbaren Kippschalter w√§hlt man zwischen Vorw√§rts-¬≠ und R√ľckw√§rtsgang sowie Neutral. Ein kurzes Tippen aufs Gaspedal gen√ľgt, und das auf 4,8 Tonnen zugelassene Elektro-Wohnmobil setzt sich ohne Verz√∂gerung und mit kraftvollen 730 Newtonmetern in Bewegung. Ein zus√§tzliches Display zeigt Infos wie Ladestand, Geschwindigkeit, den aktuellen Verbrauch und die Rekuperationsleistung an. Laut Hersteller verbraucht der Iridium nicht viel mehr als ein Audi e¬≠tron: etwa 25 kWh/100 km. Bis zu 400 Kilometer weit soll man mit der gro√üen Batterie kommen, mit der kleinen immerhin bis zu 300 Kilometer. Sauber!

Wohnmobil-Test WOF Iridium

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Fazit von Jenny Zeume: Das E-Mobil, von dem viele Hersteller tr√§umen ‚Äď WOF hat's gebaut. Der Iridium vereint bekannte Wohnwelten und moderne Antriebstechnik. Eine Frage bleibt: Sind Camper bereit, so viel Geld zu investieren? Urteil: vier von f√ľnf Punkten.

Autor: Jenny Zeume

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