WRC

Die Rallye-Boliden der WRC-Saison von 2018

WRC: Rallye Frankreich

Wieder Patzer von Superstar Loeb

Sébastien Ogier gewinnt überlegen auf Korsika und baut mit Saisonsieg Nummer drei die Tabellenführung weiter aus. Sébastien Loeb verliert das zweite Duell.
Weltmeister Sébastien Ogier (33) landete bei der Rallye Frankreich einen Start-Ziel-Sieg und ist klar auf Kurs zum sechsten Titel in Folge. Der Franzose gewann im Ford Fiesta WRC (1,6-Liter-Turbomotor, rund 380 PS, Allradantrieb) vor Ott Tänak (30, Toyota) und Thierry Neuville (29, Hyundai). „Ich habe eigentlich mit mehr Gegenwehr der Konkurrenten gerechnet“, fasste Ogier zusammen. Der Franzose hat von den vier WM-Läufen der Saison 2018 bereits drei gewonnen – zwei mehr als zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr. Zum nächsten WM-Lauf in Argentinien (26. bis 29. April) reist Ogier mit bereits 17 Punkten Vorsprung auf Verfolger Neuville.
Schon nach wenigen Kilometern war auf Korsika das mit Spannung erwartete zweite Duell zwischen Ogier und dem neunmaligen Weltmeister Sébastien Loeb (44) beendet. Loeb versenkte seinen Citroën auf der zweiten Wertungsprüfung in einem Graben und wurde am Ende abgeschlagen Vierzehnter. Schon bei der ersten Rallye nach dem Comeback hatte Loeb gepatzt – ein unnötig gewechselter Reifen kostete ihn in Mexiko alle Siegchancen. 

Ogier gewinnt zum dritten Mal 2018

„Das ist extrem frustrierend“, gab Loeb nach dem Abflug von Korsika zu, wo er nach dem Neustart immerhin noch drei Bestzeiten fuhr. Bei der Rallye Spanien im Oktober will er einen dritten Versuch starten will, seinen Nachfolger auf dem Weltmeister-Thron zu schlagen. Am kommenden Wochenende steht für Loeb zunächst der Auftakt zur Rallycross-WM in Barcelona auf dem Programm, wo der Franzose für das neu formierte Peugeot-Werksteam startet. 
Einziger deutscher Teilnehmer beim WM-Lauf auf Korsika war Julius Tannert (27), der im Ford Fiesta R2 (1,0-Liter-Turbomotor, rund 190 PS, Vorderradantrieb) in der Junioren-WM startet. Der Sachse flog ebenfalls von der Strecke und musste sich schließlich mit Rang neun unter den Junioren zufrieden geben.
Ergebnis Rallye Frankreich 
1. Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (Ford), 3:26.52,7 Stunden
2. Ott Tänak/Martin Järveoja (Toyota), + 36,1 Sekunden
3. Thierry Neuville/Nicolas Gilsoul (Hyundai), + 1.07,5 Minuten
4. Dani Sordo/Carlos del Barrio (Hyundai), + 2.02,6 Minuten
5. Elfyn Evans/Phil Mills (Ford), + 2.06,1 Minuten
6. Esapekka Lappi/Janne Ferm (Toyota), + 2.33,5 Minuten
Meisterschaftsstand nach vier von 13 Rallyes:
1. Sébastien Ogier (Frankreich, Ford), 84 Punkte
2. Thierry Neuville (Belgien, Hyundai), 67 Punkte
3. Ott Tänak (Estland, Toyota), 45 Punkte
4. Andreas Mikkelsen (Norwegen, Hyundai), 41 Punkte
5. Kris Meeke (Großbritannien, Citroën), 36 Punkte
6. Esapekka Lappi (Finnland, Toyota), 36 Punkte

Autor: Christian Schön

Fotos: WRC/Twitter / Red Bull Content Pool

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