WRC: VW-Sieg in Spanien
Ogier zum vierten Mal Weltmeister

Jubel bei VW: Mit dem Sieg bei der Rallye Spanien verteidigte Volkswagen-Pilot Sébastien Ogier schon zwei Läufe vor Saisonende seinen WM-Titel.
Bild: Picture-Alliance
- Christian Schön
Das nennt man einen Titelgewinn mit Stil. Durch den Sieg bei der Rallye Spanien hat sich Sébastien Ogier (32) zum vierten Mal in Folge die Weltmeisterschaft gesichert. Der Volkswagen-Pilot aus Frankreich und Beifahrer Julien Ingrassia (36) waren nur während der ersten, auf Schotter ausgetragenen Etappe unter Druck. Auf diesem Abschnitt hatte Dani Sordo (33) im Hyundai die Führung übernommen. Doch kaum wechselte die Rallye auf Asphalt, hatte auch der Lokalheld keine Chance mehr gegen Ogier. Nach 19 Wertungsprüfungen über insgesamt 320 Kilometer betrug der Rückstand 15,6 Sekunden.

Ogier durfte erneut feiern: WM-Titel verteidigt

Mikkelsen baute einen heftigen Crash in Spanien
Neuville nahm dieses Geschenk dankend an und fuhr Rang drei ins Ziel, wenn auch mit mehr als einer Minute Rückstand auf Ogier und Sordo. Die gerade erfolgte Vertragsverlängerung mit Hyundai hat für Neuville offensichtlich als Motivationsschub gewirkt. „Mein Wochenende war nicht optimal, ich hatte zu viele kleinere Probleme“, schränkte er ein. „Aber am Ende zählt das tolle Ergebnis für das Team.“ Nach diesem Erfolg ist der Belgier in der Tabelle punktgleich mit Mikkelsen, der Kampf um die Vize-Weltmeisterschaft wird doch noch einmal spannend.

Kris Meeke spielte diesmal keine große Rolle
Auch Kris Meeke (37), der in der laufenden Saison bereits zwei Rallyes gewonnen hat, spielte in Spanien keine Rolle. Der Citroën-Pilot konnte nach einem Überschlag am Freitag zunächst weiterfahren, verlor durch Reifenschäden aber anschließend noch mehr Zeit. Am Sonntag fiel er schließlich mit Motorschaden ganz aus. Auch Armin Kremer (47), der einzige Deutsche am Start, kam nicht ins Ziel. Von der tiefstehenden Sonne geblendet, rutschte er mit seinem Skoda in einen Graben. Dabei zog er sich schmerzhafte Prellungen zu und verzichtete auf den Neustart. Der Sieg in der Kategorie WRC2 ging an Skoda-Werkspilot Jan Kopecký (37).
Service-Links