Yamaha Ténéré 700: Vorstellung

Yamaha Ténéré 700: Enduro-Vorstellung

Die neue Ténéré begeistert durch Weglassen

Alter Name, moderner Motor, überschaubare Ausstattung: Die neue Yamaha Ténéré lässt allen Luxus weg – und begeistert genau deswegen. Unser Eindruck!
Die Yamaha Ténéré 700 beeindruckt schon im Stand. Bei 88 Zentimetern Sitzhöhe müssen sogar Menschen mit langen Beinen auf die Zehenspitzen. Doch mit dem ersten Dreh am Gasgriff wird alles so easy, wie Motorradfahren sein sollte. Diese Enduro setzt Maßstäbe, ihr "weniger ist mehr" könnte die Wende weg vom PS-Wahn einleiten.

Yamaha Ténéré 700: Das mögen wir/das mögen wir nicht

Top

Die Ténéré wirkt im Detail sauber verarbeitet und müffelt nicht nach Sparmaschine.

Flop

Rechts am Motorblock drückt der Schutz der Kupplungsbetätigung gegen das Schienbein.

Auch alte Hasen werden die Ténéré mögen

Die 73 PS der Ténéré müssen nur 206 Kilogramm beschleunigen. Eine leichte Übung!

Das Geheimnis liegt im Weglassen. Weg mit Gewicht, weg mit überflüssiger Elektronik. Der Motor begeistert mit schönem Druck und lebendiger Drehfreude. 73 PS und 689 Kubik mögen erst mal nicht nach viel klingen. Sie müssen aber nur leichte 206 Kilogramm beschleunigen. Diese Ténéré reißt herzerwärmend an, ist stark im Gelände und flott genug für die alten Hasen, die die Ur-Ténéré aus dem Jahr 1983 noch kennen: Die hielt mit ihrer simplen Mechanik Weltreisen genauso aus wie Studenten mit Geldmangel und Pflege-Phobie.

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Leicht zu kontrollieren, schön zu fahren

Dank toller Übersicht kann die Ténéré auch Stadtverkehr und Alltag ganz ohne Probleme.

Auch die neue Ténéré kann im Gelände richtig wühlen und springen. Auf dem Asphalt wächst sie trotz des derben Reifenprofils ans Herz. Ordentliche Spiegel und der hohe Sitz (das eckige Polster tut nicht so weh, wie es aussieht) geben in der Stadt beste Übersicht, der Zweizylinder ruckelt jedoch untenrum. Am breiten Lenker leicht zu kontrollieren, kippt die Ténéré gleichmäßig und verlässlich in Schräglage, wo sie sauber den Strich hält. Kein Pendeln und Rubbeln auf der Reifenflanke – die Ténéré taugt zum Kurvenräubern, erst recht mit Straßenreifen. Das Geld dafür spart der günstige Verbrauch, AUTO BILD hat im Test 4,5 Liter gemessen.

Sparen, um den Preis zu halten

Alles Wichtige ist an Bord, überflüssige Elektronik gibt es nicht. Gut so!

Wichtiges wie LED-Licht, Aluschwinge oder der effektive Windschutz sind serienmäßig. Das Cockpit und der dürre Beifahrersitz dürften dafür ein wenig üppiger ausfallen. Traktionskontrolle, Motormappings und ähnlichen Elektronikkram gibt es nicht. Hat AUTO BILD aber auch nicht vermisst. Den mechanischen Kupplungszug finden manche altmodisch, alle Um-die-Welt-Fahrer werden ihn leicht zu reparieren finden. Yamaha musste sparen, um den Preis von 9599 Euro zu halten. Das haben sie sich nicht leicht gemacht.
Fazit: Die neue Yamaha Ténéré ist so etwas wie der Golf der Bike-Szene. Stark genug, um den Bauch zu kitzeln, leicht und technisch modern genug für alles, was der Alltag verlangt. Und mit unter 10.000 Euro ist sie weit weg von teuren PS-Bullen. So sieht ein Erfolgsmodell aus.

Technische Daten Yamaha Ténéré 700

Motor: Zweizylinder, Reihe, quer; Hubraum: 689 ccm; Leistung: 54 kW (73 PS) bei 9000/min; max. Drehmoment: 68 Nm bei 6500/min; Antrieb: Kettenantrieb/Hinterrad; L/B/H: 2400/870/1480 mm; Tankinhalt: 16 Liter; Leergewicht: 206 kg; 0–100 km/h: 4,5 s; Spitze: 186 km/h; Verbrauch: 4,5 l/100 km; Abgas: CO2 107 g/km; Preis: 9599 Euro
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