Auf Sithonia, dem mittleren der drei Finger auf der griechischen Halbinsel Chalkidiki, gibt es eine wunderschöne Bucht, die sich perfekt fürs Freistehen eignet – traumhafte Urlaubsfotos inklusive.
Das Problem: Die legal befahrbare steile Straße aus grobem Schotter und großen Felsbrocken bewältigt man nur mit einem 4x4-Fahrzeug. Für genau solche schwer zugänglichen Traumplätze hat Yucon, die Kastenwagenmarke des fränkischen Traditionsherstellers Frankia, jetzt einen besonderen Editionscamper vorgestellt.
Das ist der K-peak
Ein Van, der Abenteurerherzen höherschlagen lässt. Der K-peak auf Basis des Mercedes Sprinter ist nämlich schon ab Werk geländetauglich und komplett autark. Die neuen Modelle gibt es in drei verschiedenen Grundrissen und zwei unterschiedlichen Längen. Die Entwickler von Yucon haben dabei das Rad nicht neu erfunden.
Hoch, höher, am höchsten: Auf Wunsch kommt der Allrad-Yucon mit Aufstelldach und zwei extra Schlafplätzen.
Bild: Caroline Jüngling / Auto Bild
Die Adventure-Modelle entsprechen in Sachen Aufteilung den bereits bekannten Yucon 6.0 BD, 6.0 sowie 7.0 auf Sprinter-Basis. Auch hier kommt die Querbettvariante mit einer Erweiterung am linken Heck-Seitenteil, um die Liegefläche auf 1,93 Meter zu verlängern.
Der Innenraum ist, passend zum Konzept, modern, aber zeitlos gestaltet. Helles Holzdekor trifft auf grauen Boden und weiße, schnörkellose Schrankfronten. Das Badezimmer ist dank eines klappbaren Waschbeckens über der Banktoilette variabel. Wie sinnvoll der Duschvorhang ist, wird sich im Praxistest zeigen.
Praktisch: die Küchenverlängerung für mehr Arbeitsfläche.
Bild: Caroline Jüngling / Auto Bild
Das hat der K-peak 6.0 BD
Alles, was Camper brauchen, um eine gewisse Zeit autark reisen zu können. Und das serienmäßig! Für die entsprechende Stromversorgung sind eine 90-Watt-Solaranlage sowie eine 300-Ah-Lithium-Batterie verantwortlich. Wer sich für das optionale Aufstelldach mit zwei zusätzlichen Schlafplätzen (9990 Euro) entscheidet, bekommt sogar noch ein zweites 90-Watt-Panel dazu.
Neunstufenautomatik und 190-PS-Motor kommen beim Ordern des Allradantriebs sowieso automatisch mit. Und sogar MBUX, das ultramoderne Infotainmentsystem von Mercedes samt Navi und 360-Grad-Kamera, ist im Grundpreis inbegriffen. Dank der verbauten Truma Kombi D6E laufen Heizung und Boiler entweder auf Diesel oder Strom. Gekocht wird nach wie vor mit Gas. Dafür fährt im Heck eine kleine Gasflasche mit. Lediglich Wechselrichter (990 Euro), WLAN-Router (690 Euro) und Markise (1090 Euro) kosten beim K-peak extra.
Aus den offenen Türen des Sprinter lässt es sich besonders gut auf den See schauen.
Bild: Caroline Jüngling / Auto Bild
So fährt der Yukon
So ein Allradantrieb hat ja einen großen Vorteil: Man kommt (fast) überall hin. Nachteil: Man landet auch schnell mal dort, wo man gar nicht sein darf. Der Allradsprinter mit serienmäßiger Neunstufenautomatik nimmt nämlich auch schlammige Steilhänge, die Pkw von der gesperrten Straße fernhalten sollen, so mühelos, als wäre es die heimische Garagenauffahrt.
Der Sprinter hat den besten Allrad seiner Klasse.
Bild: Caroline Jüngling / Auto Bild
Auf der Straße verliert der Nobelvan natürlich nichts von seinen Qualitäten als Langstreckenfahrzeug. Nur mit dem Gewicht wird’s schwierig. Mit der üppigen Ausstattung, Höherlegung (Serie), Allradtechnik und dem Aufstelldach unseres Testwagens kommt man um die 4,1-Tonnen-Zulassung nicht herum.
Technische Daten und Preis: Yukon K-peak 6.0 BD
Motorisierung Reihenvierzylinder CDI
Leistung 140 kW (190 PS) bei 3800/min
Höchstgeschwindigkeit 100 km/h (> 3,5 t)
Getriebe/Antrieb Neunstufenautomatik/Allrad
Länge/Breite/Höhe 5932/2020/2870 mm
Leergew. fahrbereit/Zuladung (Testmobil) 32310/890 kg
Anhängelast (gebremst/ungebremst) 2000/750 kg
Bordbatterie 300 Ah (Lithium-Ionen) + 2 x 90-W-Solaranlage
Grundpreis ab 115.500 Euro
Testwagenpreis 128.260 Euro
Fazit
von
AUTO BILD
Endlich mal ein echter Adventure-Van, der den Titel verdient! Der Yucon in der K-peak-Edition lässt (fast) keinen Wunsch unerfüllt. Und sogar das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gut. Mit dem würden wir am liebsten gleich auf Tour gehen.