Zubehör-Neuheiten: Front Runner Dometic
Front Runner Dometic zeigt: So clever wird Camping ab 2027!

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Neuer Dachträger, neues Dachzelt und ein ganzes System für Camper und Overlander von Front Runner Dometic: AUTO BILD wirft einen Blick drauf!
Bild: Axel Telzerow
Staubige Pisten, schmale Bergstraßen und jeden Abend ein neues Camp: Einen passenderen Ort hätte sich Dometic kaum aussuchen können, um zu zeigen, wohin die Reise mit Front Runner geht. Bei der Front Runner Dometic Explores Tour 2026 durch die Pyrenäen waren ein VW Amarok PanAmericana und ein Land Rover Defender mit jeder Menge Camping- und Overlanding-Zubehör unterwegs.
Und mittendrin: einige Produkte, die künftig eine noch größere Rolle im Sortiment spielen sollen. Denn hinter den Neuheiten steckt mehr als ein neuer Dachträger oder ein überarbeitetes Dachzelt. Unter dem Namen Dometic Front Runner Series führt Dometic die jahrzehntelange Offroad-Erfahrung von Front Runner und das eigene Outdoor-Sortiment enger zusammen.
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Dachträger, Stauraumlösungen, Campingausrüstung und Zubehör sollen dabei nicht länger nur einzelne Produkte sein, sondern immer stärker als gemeinsames System funktionieren. Wie das aussehen kann, konnten wir in den Pyrenäen bereits erleben.
Slimline 3: Einmal alles neu, bitte!
Der wichtigste Neustart findet auf dem Dach statt. Mit dem Slimline 3 schickt Dometic die nächste Generation des bekannten Front-Runner-Dachträgers ins Rennen.
Auf den ersten Blick bleibt das Prinzip vertraut: eine robuste Plattform, die sich je nach Fahrzeug und Einsatzzweck mit unterschiedlichstem Zubehör bestücken lässt. Technisch wurde sie jedoch umfassend weiterentwickelt. Besonders auffällig ist die neue, flachere Konstruktion. Gegenüber dem Slimline II fällt das Profil laut Dometic rund 20 Prozent flacher aus.

Voll bestückt: Boxen, Halter und Scheinwerfer finden auf der Plattform Platz.
Bild: Front Runner Dometic
Das soll nicht nur besser aussehen, sondern auch Luftwiderstand und Windgeräusche reduzieren. Gleichzeitig verzichtet Dometic auf einen umlaufenden erhöhten Rand. Die Oberfläche bildet dadurch eine weitgehend ebene Ladeplattform – praktisch beispielsweise für große Boxen oder sperrige Ausrüstung.
Noch spannender wird es darunter
Die Querleisten lassen sich einzeln hinzufügen, entfernen oder in ihrem Abstand verändern, ohne dafür die komplette Plattform auseinanderbauen zu müssen.
Ein neu entwickeltes Querprofil soll zudem eine um 70 Prozent höhere Strukturstabilität erreichen. Doppelte T-Nuten erweitern die Möglichkeiten zur Befestigung von Zubehör. Kabel für Zusatzscheinwerfer oder andere elektrische Komponenten können künftig in verdeckten Kabelkanälen innerhalb der Profile verschwinden. Verzurrpunkte sitzen bereits in allen vier Ecken.
Das neue Easy-Release-System ermöglicht außerdem die Demontage des Trägers, ohne anschließend die Abdichtung am Fahrzeugdach erneuern zu müssen. Zum Start ist der Slimline 3 unter anderem für Suzuki Jimny, Ford Bronco und Ranger, Ineos Grenadier, Toyota Land Cruiser 250 und Hilux, Isuzu DMax sowie den aktuellen VW Amarok vorgesehen. Weitere Fahrzeuge dürften folgen.
Die ersten Träger sollen ab Oktober 2026 ausgeliefert werden.
Feather-Lite II: 49-Kilo-Schlafzimmer
Während der Slimline 3 die Zukunft auf dem Fahrzeugdach einläutet, konnten wir eine zweite wichtige Neuheit in den Pyrenäen bereits im Einsatz erleben: das Front Runner FeatherLite II. Der Nachfolger des bekannten Feather-Lite bleibt seinem Namen treu und bringt gerade einmal 49 Kilogramm auf die Waage. Zusammengeklappt baut das Zelt nur 32 Zentimeter hoch. Geöffnet entsteht ein Schlafplatz für zwei Personen mit einer 1,20 × 2,00 Meter großen und sechs Zentimeter dicken Schaumstoffmatratze.

Feather-Lite II von innen: Über der Liegefläche sitzt ein großes Dachfenster.
Bild: Axel Telzerow
Auf unserer Tour saß das Feather-Lite II auf dem Amarok PanAmericana und zeigte damit gleich einen seiner großen Vorteile: Trotz eines vollwertigen Schlafplatzes auf dem Dach bleibt das System vergleichsweise kompakt und leicht. Auch an einigen Details hat Dometic gearbeitet. Ein neu gestalteter Überhang schützt den Ein- und Ausstieg vor Regen, die Teleskopleiter lässt sich flexibel anpassen, und zusätzliche Taschen schaffen Stauraum im Innenraum.
Das vielleicht schönste Detail braucht allerdings weder technische Erklärung noch Datenblatt: Über der Liegefläche sitzt ein großes Dachfenster. In einer klaren Nacht wird daraus der direkte Blick in den Sternenhimmel.
Ladeflächenauszug: Alles kommt nach vorn
Wer schon einmal auf allen vieren in die hintere Ecke einer Pick-up-Ladefläche gekrochen ist, weiß: Viel Stauraum zu haben ist schön – an ihn heranzukommen aber noch schöner! Genau hier setzt der neue Dometic Front Runner Ladeflächenauszug an. Im Amarok PanAmericana unserer Pyrenäen-Tour war die mittlere Variante unter dem Hardtop montiert. Statt einzelne Boxen und Ausrüstung mühsam nach vorn zu ziehen, kommt einfach die komplette Ladefläche entgegen.
Ein ergonomischer Griff ermöglicht die Einhandbedienung, drei Positionen arretieren die Plattform. Gekapselte Lager sollen das Rollensystem auch unter schwierigen Bedingungen dauerhaft leichtgängig halten. Dabei kann der Auszug ordentlich einstecken: Im ausgezogenen Zustand gibt Dometic eine Tragfähigkeit von bis zu 350 Kilogramm an, eingeschoben sind es sogar bis zu 500 Kilogramm.

Ein Griff, drei Rastpositionen: Die Ladefläche kommt zum Nutzer.
Bild: Axel Telzerow
Angeboten wird das System in drei Größen – Klein, Mittel und Groß – und soll damit nicht nur für Pick-ups, sondern auch für Vans und andere Fahrzeuge interessant sein. Der eigentliche Clou steckt allerdings auf der Oberfläche. Dort verwendet Dometic die gleiche T-Nut-Teilung wie bei seinen Front-Runner-Dachträgern. Ringschrauben, Halterungen, Winkel und weiteres Zubehör lassen sich dadurch nicht nur auf dem Dach, sondern auch auf dem Ladeflächenauszug befestigen.
Das gefällt uns
Das T-Nut-System macht aus dem Auszug mehr als eine große Schublade. Zubehör lässt sich genau dort befestigen, wo es gebraucht wird – und ein Teil der bereits vorhandenen Front-Runner-Ausrüstung kann einfach weiterverwendet werden.
Reserverad-Regal: Stauraum, wo vorher keiner war
Wohin mit Auffahrkeilen, Schaufel oder anderer Ausrüstung, die unterwegs schnell erreichbar sein soll?
Beim Defender unserer Tour lautete die Antwort: ans Reserverad. Das Dometic Front Runner Reserverad-Regal nutzt den bislang weitgehend verschenkten Platz am außen montierten Ersatzrad als zusätzliche Transportfläche. In den Pyrenäen lagen dort unsere Auffahrkeile. Eine Schaufel ließ sich mit der passenden Paddel-, Spaten- und Schaufelhalterung ebenfalls am Regal befestigen.

Zusätzliche Transportfläche: Auffahrkeile und Schaufel reisen am Ersatzrad mit.
Bild: Front Runner Dometic
Gerade bei Fahrzeugen mit knappem Innenraum ist die Idee interessant. Sperrige oder schmutzige Ausrüstung bleibt draußen, ist trotzdem schnell erreichbar und belegt weder Kofferraum noch Dachträger. Front Runner nutzt so einen Platz am Fahrzeug, der bei vielen Offroadern ohnehin (bisher ungenutzt) vorhanden ist.
Typhoon Bags: 90 Liter gegen Staub und Wasser
Dass Staub in jede noch so kleine Ritze findet, mussten wir auf den Pisten der Pyrenäen nicht erst lernen.
Für Ausrüstung, die trotzdem draußen transportiert werden soll, hat Front Runner die Typhoon Bags im Programm. Auf dem Dach des Defender waren zwei der Taschen befestigt. Jede bietet ein Volumen von bis zu 90 Litern. Durch die aufrollbare Öffnung und schallgeschweißte Nähte sind die Taschen laut Hersteller wasserfest und staubdicht. Gerade Letzteres konnten sie während unserer Tour reichlich unter Beweis stellen.

90 Liter, wasserfest und staubdicht: Die Taschen finden ihren Platz außen am Fahrzeug.
Bild: Axel Telzerow
Der Vorteil gegenüber einer starren Transportbox liegt auf der Hand: Wird der Platz nicht benötigt, braucht auch die Tasche deutlich weniger Stauraum. Vollgepackt schluckt sie dagegen jede Menge Ausrüstung und lässt sich dort transportieren, wo im Fahrzeug längst kein Platz mehr ist. Träger, Auszug, Regal, Tasche: Am Ende zählt, dass alles passend ineinandergreift.
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