Zulassungszahlen: Tricks der Hersteller
Geschminkte Statistik

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Mies ist noch geprahlt: Die meisten Autobauer schönen ihre derzeit schlechte Verkaufsbilanz mit allerlei Tricks. Ein Hersteller will nun damit aufhören. Ob das Vorhaben gelingt, ist zweifelhaft.
Tageszulassungen, Vorführwagen, Rabatte, Ramschaktionen: Zum Listenpreis fährt heute fast kein Auto mehr vom Hof des Händlers. Jetzt will Opel-Chef Karl-Thomas Neumann damit Schluss machen. Der Blitz muss wieder glänzen, die Nachlasskultur ein Ende finden, so sein Credo. Doch die Realität im Handel sieht anders aus. Bei Opel lag der Eigenzulassungsanteil in den ersten sieben Monaten bei 38,1 Prozent – mehr als bei allen anderen deutschen Marken.
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Tageszulassungen sind ein Weg, Bilanzen zu schönen und Neufahrzeuge günstig loszuwerden.
Bild: AUTO BILD / F. Stange
Trotz verkaufsfördernder Rabattaktionen sinken die Absatzzahlen europaweit. In Deutschland gingen die Neuzulassungen zwischen Januar und Juli 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 Prozent zurück. Nur 37,9 Prozent aller Neuwagen wurden während der vergangenen fünf Monate auf Privatkunden angemeldet, ein Tiefpunkt seit gut 20 Jahren. Stattdessen kaufen immer mehr Kunden eben die – im Grunde ebenfalls neuen, aber deutlich günstigeren – Tageszulassungen. "Bis Mai dieses Jahres wurden mehr als 370.000 Neuwagen auf diesem Wege verschleudert", bilanziert der Duisburger Auto-Professor Ferdinand Dudenhöffer. Für das Gesamtjahr 2013 rechnet der Experte mit fast 900.000 Fahrzeugen, die auf diese Weise in den Markt gedrückt werden.
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Damit nicht genug: Weil der Absatz im krisengeplagten Südeuropa so schlecht läuft wie nie zuvor, wird Deutschland zusätzlich mit riesigen Kontingenten von Autos überflutet, die dort partout keine Käufer finden. Hier landen sie oft bei offiziellen Händlern, die ihren Kunden den Vertrag quasi unter der Ladentheke zuschieben. "Klar gehen wir beim Preis mit, bevor wir einen Kunden ziehen lassen", sagt ein Opel-Händler.
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