Zum Tod von Paulo Goncalves

Zum Tod von Paulo Gonçalves

Man sieht sich, Speedy!

Paulo "Speedy" Gonçalves stürzte auf der siebten Dakar-Etappe schwer und erlag seinen Verletzungen. Die Rallye-Welt hat einen liebenswerten Menschen und uneigennützigen Sportsmann verloren. Ein Nachruf!
Paulo Gonçalves ist tot. Die Nachricht vom tragischen Tod der portugiesischen Enduro-Legende stoppte die rege Betriebsamkeit im Dakar-Biwak am 12. Januar 2020 von einer Sekunde auf die nächste. Kollegen wie Rallye-Organisatoren posteten Beileidsbekundungen in den sozialen Medien, um ihrem Schock Ausdruck zu verleihen. Abends fand eine allgemeine Schweigeminute statt, die achte Etappe wurde für die Motorradfahrer aus Respekt für "Speedy" Gonçalves abgesagt.

Hilfe war ihm wichtiger als die Jagd nach der Zeit

Die Dakar-Familie hat mit dem Portugiesen viel mehr als ihr 68. Todesopfer zu beklagen. Kaum einer, der nicht die Fernsehbilder aus dem Jahr 2016 vor Augen hat: Damals war es KTM-Pilot Matthias Walkner, der schwer gestürzt war. Paulo Gonçalves ließ die Rallye Rallye sein, hielt ohne Zögern an, kümmerte sich um den verletzten Konkurrenten, alarmierte die Retter und blieb bei Walkner, bis Hilfe eingetroffen war. Ein Jahr später half er auf gleiche Art dem Australier Toby Price, als der sich bei einem Sturz das Bein brach. Konkurrenten und Weggefährten sind sich darin einig, dass Gonçalves mit seiner Fröhlichkeit die mentale wie physische Anforderung der härtesten Strecken und sogar der Witterung lindern konnte. Mehreren Äußerungen im Social Web zufolge gab es im Dakar-Biwak kaum jemanden, der den schnellen Portugiesen nicht kannte. Bei mehreren Hundert auf einen knallharten Wettbewerb konzentrierten Menschen ist das eine bemerkenswerte Leistung!

13-facher Dakar-Teilnehmer

Gonçalves war ein sehr erfahrener Dakar-Racer. 2020 nahm der 40 Jahre alte Routinier bereits zum 13. Mal teil und gehörte damit zu den wenigen Piloten, die die Dakar an allen drei Standorten erlebt haben – in Afrika, Südamerika und nun in Saudi-Arabien. Viermal schaffte er es in die Top Ten der Motorradwertung. 2015 fuhr er hinter Marc Coma auf den zweiten Platz. Paulo Gonçalves stürzte auf Etappe sieben nach 276 Kilometern. Weder die Erste-Hilfe-Maßnahmen nachfolgender Fahrer noch die Wiederbelebungsversuche zweier Helikopter-Crews konnten ihm helfen. Vejo você de novo, Speedy!
Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.