Campingstühle im Test
Vom federnden Schaukelstuhl bis zum Loungesessel
Wer mit Wohnwagen, Wohnmobil oder Zelt unterwegs ist, braucht früher oder später eine Sitzgelegenheit für draußen – und steht dann vor einem kaum überschaubaren Angebot. Neun aktuelle Falt- und Klappstühle zu Preisen zwischen 60 und 174 Euro hat sich das Test-Team von AUTO BILD vorgenommen. Dieser Vergleich soll als Orientierungshilfe dienen.
- Martin Henze
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1.
Bo-Camp
Bloomsbury grau
2,1
gut
- Transporttasche
- Verarbeitungsqualität
- Kopfstütze
- Fehlende Armlehne
- Gewicht

2.
Brunner Outdoor
Raptor Recliner
2,2
gut
- Wird mit Transporttasche geliefert
- Rückenlehne individuell verstellbar
- Bequeme Armlehnen
- Relativ schwer

3.
Brunner Outdoor
Raptor NG 2.0 Faltstuhl
2,3
gut
- Qualitative, stabile Verarbeitung
- Kompaktes Packmaß
- Angenehme Sitzhöhe
- Recht hohes Gewicht von 5 kg
- Trägt maximal 120 kg

3.
Crespo
AP/237-ADC-86 Campingstuhl M grau
2,3
gut
- Gut gepolstert
- Verstellbare Rückenlehne
- Armlehne
- Kopfstütze
- Keine Transporttasche
- Kein Getränkehalter

5.
Berger Outdoor
Berger Siena Faltstuhl in Klappstuhloptik grün
2,6
befriedigend
- Armlehne
- Transporttasche
- Verstellbare Rückenlehne
- Kein Getränkehalter
- Mittelmäßiger Sitzkomfort

6.
GCI Outdoor
GCI Breeze Rocker Schaukelstuhl black
2,7
befriedigend
- Armlehnen
- Getränkehalter
- Verstellbare Rückenlehne
- Keine Transporttasche
- Mittelmäßige Standfestigkeit

6.
GCI Outdoor
GCI Stowaway Rocker Faltstuhl, Navy Topo
2,7
befriedigend
- Gepolsterte Armlehne
- Federung
- Tisch
- Keine Transporttasche
- Schwer

8.
GCI Outdoor
GCI Kickback Rocker Schaukelstuhl, Leaf Soft Neutral
3,0
befriedigend
- Armlehnen
- Getränkehalter
- Federung
- Keine Transporttasche
- Mittelmäßige Verarbeitung
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Eines vorweg: Den einen perfekten Campingstuhl gibt es nicht, und das liegt in der Natur der Sache. Wer einen Sessel zum Zurücklehnen und Entspannen sucht, setzt andere Prioritäten als jemand, der eine Sitzgelegenheit für den Campingtisch braucht, an dem mehrere Personen nebeneinander Platz finden sollen. Wer im Wohnmobil um jeden Zentimeter Stauraum ringt, schaut zuerst auf das Packmaß – dem Dauercamper mit festem Standplatz ist der Sitzkomfort wichtiger. Diese Zielkonflikte ziehen sich durch den gesamten Test, und sie erklären auch, warum diesmal kein einziger Kandidat die Bestnote "sehr gut" erreicht.
Drei der neun Testkandidaten sind verschiedene Schaukelstühle desselben Herstellers mit gefederten Standbeinen. Ob dieses patentierte Merkmal nur mehr Komfort bedeutet oder auch Nachteile mit sich bringt – dazu später mehr.
Das Wichtigste in Kürze
- Komfort: Campingstühle bieten bequeme Sitzmöglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten und sorgen für entspanntes Sitzen auch über längere Zeit.
- Transport: Sie sind leicht, kompakt und lassen sich einfach auf- und abbauen, was sie ideal für unterwegs macht.
- Ausstattung: Praktische Extras wie Getränkehalter, Taschen oder verstellbare Rückenlehnen erhöhen den Nutzwert und den Komfort zusätzlich.
Mit der Gesamtnote 2,1 geht der Bo-Camp Bloomsbury L als Testsieger aus dem Vergleich hervor. Er ist im Feld ein Solitär: Als Einziger sitzt sein Bezug nicht in einem Stahl- oder Aluminiumrahmen, sondern in einem wertigen Gestell aus Holz. Das wirkt wohnlicher als alles andere im Test und macht sich auch beim Anfassen bemerkbar. Mit 68 Zentimeter Breite bietet der Bloomsbury die mit Abstand großzügigste Sitzfläche des Testfelds, und beim Sitzkomfort vergab das Test-Team sowohl für die kleine als auch für die große Testperson Bestnoten. Dazu kommen eine sehr saubere Verarbeitung, eine hochwertige Transporttasche und ein beiliegendes Anleitungsheftchen – Letzteres ist keine Selbstverständlichkeit, die meisten Konkurrenten begnügen sich mit einem Anhängezettel.

Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Ganz ohne Schwächen ist aber auch der Sieger nicht. Mit 120 x 23 x 20 Zentimetern hat er das sperrigste Packmaß im Test; wer ihn im Wohnmobil mitnehmen will, muss dafür Platz freiräumen. Armlehnen und Getränkehalter fehlen komplett, und der Bezug lässt sich nicht eben abwischen, sondern muss zum Reinigen in die Waschmaschine. Mit 135,90 Euro ist der Bloomsbury außerdem der zweitteuerste Stuhl im Vergleich.
Den Preis-Leistungssieg holt sich der Brunner Raptor Recliner. Mit der Note 2,2 liegt er nur einen Wimpernschlag hinter dem Testsieger, kostet mit 65,59 Euro aber weniger als die Hälfte. Der Recliner ist ein klassisches Allroundtalent ohne echte Schwachstelle: solide verarbeitet, in sämtlichen Praxisdisziplinen mit "gut" bewertet, mit dreifach verstellbarer Rückenlehne und einer Sitzhöhe von 45 Zentimetern, die ihn auch am Esstisch brauchbar macht. Breite Beinkappen verhindern das Einsinken auf weichem Untergrund, eine hintere Spannstange hält die Lehne in jeder Position stabil. Der einzige nennenswerte Kritikpunkt: Einen Getränkehalter sucht man vergeblich – ausgerechnet beim günstigeren Schwestermodell Raptor NG 2.0 ist einer vorhanden.

Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Am Anfang stand das Auspacken. Liegt eine Anleitung bei, und wenn ja, in welcher Form? Bis auf eine ausführlichere Anleitung fanden wir allerdings auch durchweg nur kleinere Handzettel und Anhänger mit Piktogrammen oder bestenfalls Kurzbeschreibungen vor. Bei den meisten Stühlen ist der Aufbau allerdings auch selbsterklärend, sodass die Anleitung nicht wesentlich ins Testergebnis einfloss. Wichtiger war uns, ob es eine Transporttasche oder wenigstens eine Tragschlaufe gibt. Anschließend haben wir die Stühle aufgebaut und dabei besonders auf mögliche Klemmgefahren geachtet – erfreulicherweise gab es hier bei sachgerechter Handhabung im gesamten Testfeld nichts zu beanstanden. Aufbau und Bedienung erwiesen sich bei allen neun Kandidaten als weitgehend selbsterklärend; echte Fummelarbeit, wie sie uns bei früheren Vergleichen begegnet ist, blieb diesmal aus.

Das Packmaß ist bei einem Campingstuhl entscheidend, da auf Reisen der Platz begrenzt ist.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Es folgte die Beurteilung des Qualitätseindrucks: Wie wertig wirken die Materialien? Machen Scharniere, Nieten und Verbindungen den Eindruck, auch häufigeres Zusammenklappen und Auseinanderfalten dauerhaft mitzumachen? Wie sicher steht der Stuhl im unbelasteten Zustand, und wie verhält er sich, wenn eine Person darauf Platz nimmt? Auf einen Belastungs-Härtetest mit Gewichten haben wir diesmal verzichtet. Die Herstellerangaben bewegen sich in einem Bereich zwischen 120 und 150 Kilogramm. Die Stabilität haben wir mit einer 75 Kilogramm schweren Testperson beurteilt und den subjektiven Soliditätseindruck bewertet. Dieser Eindruck fiel bei einigen Kandidaten deutlich anders aus, als es die Datenblätter vermuten lassen.

Ab auf die Waage: Jedes Gramm weniger bedeutet mehr Komfort beim Transport.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Den Sitzkomfort haben wir bewusst von zwei unterschiedlich großen Testpersonen beurteilen lassen, weil sich hier je nach Körpergröße sehr verschiedene Eindrücke ergeben können. Sitzfläche und Sitzhöhe haben wir gemessen, aber nicht benotet: Eine niedrige Sitzposition ist für den Loungebereich ideal und am Esstisch unpraktisch, eine besonders breite Sitzfläche ist zwar bequem, aber auch individuelle Geschmackssache – ein objektives "besser" gibt es hier nicht. Diese Werte dienen allein der Orientierung.
Bewertet haben wir außerdem die Reinigungsmöglichkeit – Sand und Kekskrümel, aber auch eine verschüttete Limonade landen auf dem Campingplatz nun einmal zuverlässig auf jedem Bezug – sowie Ausstattungsmerkmale wie Armlehnen, Kopfstützen, Getränkehalter und sonstige Extras. Und schließlich das Packmaß, denn im Wohnwagen oder Wohnmobil ist Stauraum ein knappes Gut. Als Vergleichsgröße dient dabei das Volumen aus Länge, Breite und Höhe im transportfertigen Zustand.
Das Gesamtbild fällt recht ausgeglichen aus. Vier Stühle schaffen ein "gut", die restlichen fünf ein "befriedigend". Ein "sehr gut" wurde nicht vergeben, dafür fiel aber auch kein Kandidat durch. Die Spreizung zwischen Erstem und Letztem beträgt gut eine Note.
Die interessanteste Erkenntnis liefert der direkte Vergleich von Datenblatt und Praxiseindruck. Der Outwell Catamarca etwa weist mit 150 Kilogramm die höchste Belastbarkeitsangabe im Testfeld auf – und hinterließ trotzdem den mit Abstand schwächsten Qualitätseindruck. Schon im unbelasteten Zustand wackelt er spürbar, die Armlehnen hängen schlapp durch, die Verarbeitung reichte nur für ein "ausreichend". Wer allein auf die Herstellerangaben schaut, erwartet womöglich mehr als er bekommt.

Jeder Stuhl wurde auf Stabilität und Funktion überprüft.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Ähnlich zwiespältig fiel das Urteil über die drei Schaukelstühle von GCI aus. Die patentierte Federung ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal, sie funktioniert auch und ist beim Sitzen deutlich spürbar – ein echter Komfortgewinn, den kein anderer Stuhl im Test bietet. Sie hat aber ihren Preis: Im unbelasteten Zustand wirken alle drei Rocker am wackeligsten im gesamten Feld, weil das Gestell eben auch nachgibt. Und die Getränkehalter sind nur eingeschränkt nutzbar, denn sie schaukeln schlicht mit. Besonders auffällig ist das beim Stowaway Rocker mit seinem angebauten Klapptischchen: Wer dort ein volles Glas abstellt und sich anschließend in Schwingung versetzt, riskiert eine nasse Bescherung. Keiner der drei GCI-Stühle kommt so über ein "befriedigend" hinaus.
Die neun Campingstühle im Vergleich
Die Merkmale des Testsiegers und des Preis-Leistungssiegers sind weiter oben bereits eingehend beschrieben.
Auf Platz drei landet mit der Note 2,3 der Crespo M-AP/237 Air-Deluxe Compact – und dieses Ergebnis ist vielleicht das bedauerlichste des ganzen Tests. In der Rubrik Praxistest ist der Crespo nämlich der beste Stuhl im Feld: Standfestigkeit leer, Standfestigkeit belastet und Stabilität unter Last wurden allesamt mit "sehr gut" bewertet, das schafft kein anderer Kandidat. Die siebenfach verstellbare Rückenlehne mit stufenlos justierbarer Kopfstütze ist konkurrenzlos, der Aluminiumrahmen erstklassig verarbeitet, und das 3D-Polstermaterial – daher das "Air" im Namen, ein aufblasbarer Stuhl ist das ausdrücklich nicht – ist offenzellig und atmungsaktiv, trocknet nach Herstellerangabe also schneller als klassischer Schaumstoff. Zum Verhängnis wird ihm die Transportwertung: Es liegt schlicht keine Tasche und kein Überzug bei, das Packmaß ist mit 99 x 68 x 10 Zentimetern das voluminöseste im Test, und mit 173,69 Euro ist er zugleich der mit Abstand teuerste Kandidat. Wer den Platz hat und das Geld ausgeben will, bekommt dennoch den bequemsten Stuhl des Vergleichs.

Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Ebenfalls auf Platz drei landet der Brunner Raptor NG 2.0 (Note 2,3) – dieses Ergebnis für den Testsieger unseres letzten Campingstuhl-Vergleichs macht das Dilemma deutlich. Schlechter geworden ist der Stuhl nicht – teils ist das Feld besser geworden, teils wurden andere Prioritäten gesetzt. Der NG 2.0 bleibt jedenfalls ein grundsolider Faltstuhl mit komfortablen 3D-Polstereinlagen, Armlehnen samt Getränkehalter und selbstjustierenden Füßen, die auf unebenem Untergrund für sicheren Stand sorgen. Mit fünf Kilogramm ist er angenehm leicht. Punkte kostet ihn das im Vergleich zum Schwestermodell größere Packmaß, die fehlende Kopfstütze und ein Sitzkomfort, den unsere große Testperson nur noch als "gut bis mittelmäßig" empfand.

Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Der Fritz Berger Faltstuhl Siena auf Platz fünf (Note 2,6) ist ein Zwitter: Er sieht aus wie ein klassischer Klappstuhl, lässt sich aber falten – und kombiniert damit die aufrechte Sitzposition des einen mit dem kompakteren Packmaß des anderen. Mit rund 39 Litern Packvolumen gehört er zu den transportfreundlicheren Kandidaten, und die Sitzhöhe von 50 Zentimetern macht ihn zum vielleicht besten Esstischstuhl des Testfelds. Die dreifach verstellbare Rückenlehne und die robusten Armlehnen gefielen ebenfalls. Beim Sitzkomfort reicht es allerdings nur für ein "mittelmäßig", und mit 6,5 Kilogramm gehört er zu den schwereren Stühlen. Ein Getränkehalter fehlt.

Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Der GCI Stowaway Rocker (Note 2,7) ist der ausstattungsreichste Stuhl im Test: Schaukelfunktion, gepolsterte Armlehnen und ein ausklappbarer Seitentisch mit Halterungen für Handy, Getränk und sogar ein Weinglas. Dank der Eazy-Fold-Konstruktion klappt er ungewöhnlich flach zusammen – 70 x 62 x 12 Zentimeter ergeben ein handliches, wenn auch breites Paket. Der Preis für die Ausstattung: Mit sieben Kilogramm ist er der schwerste Stuhl im Vergleich, eine Transporttasche fehlt, und wie bei allen Rockern relativiert die Federung den Standfestigkeitseindruck. Wer den Seitentisch wirklich nutzen möchte, sollte sich beim Schaukeln zurückhalten.

Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Beim GCI Breeze Rocker (Note 2,7) steckt der Name im Programm: Sitzfläche und Rückenlehne bestehen aus Mesh-Gewebe, das atmungsaktiv ist und nach einem Regenguss deutlich schneller trocknet als jeder gepolsterte Bezug – ein handfester Vorteil. Dazu kommen eine verstellbare Rückenlehne, die Schaukelfunktion und ein kombinierter Getränke- und Handyhalter. Die Sitzhöhe von 50 Zentimetern macht ihn grundsätzlich auch am Tisch verwendbar. Unsere große Testperson fand den Sitzkomfort allerdings nur "befriedigend", und im unbelasteten Zustand steht er merklich wackelig da. Mit 110 Zentimeter Länge fällt das Packmaß zudem sperriger aus als das moderate Gewicht vermuten lässt.

Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Der GCI Kickback Rocker Leaf (Note 3,0) ist der kompakteste Stuhl im gesamten Test – mit 100 x 18 x 16 Zentimetern und knapp 29 Litern Packvolumen schlägt er jeden Konkurrenten beim Stauraumbedarf. Auch die fünf Kilogramm Gewicht sind angenehm. Damit enden die guten Nachrichten allerdings weitgehend: Die Sitzfläche ist mit 46 x 42 Zentimetern die kleinste im Feld, die Sitzposition mit 40 Zentimetern sehr tief und damit für den Esstisch praktisch unbrauchbar, die Verarbeitungsqualität nur "mittelmäßig". Unter Last wirkte er im Test am wenigsten souverän von allen drei GCI-Modellen. Als kompakter Zweitstuhl fürs Lagerfeuer geht er in Ordnung, als Hauptsitzgelegenheit weniger.

Das Federsystem und die Schaukelfunktion bei den Stühlen von GCI erhöhen den Komfort beim Sitzen.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Schlusslicht mit der Note 3,3 ist der Outwell 470048 Catamarca – zugleich der günstigste Stuhl im Test. Für 59,99 Euro bekommt man den leichtesten Kandidaten des Vergleichs (vier Kilogramm), ein kompaktes Packmaß, zwei Getränkehalter in den Armlehnen und eine üppige Sitzfläche von 50 x 50 Zentimetern.

Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Die auf dem Papier höchste Belastbarkeit des Testfelds relativiert sich beim ersten Anfassen jedoch schlagartig: Der Stuhl wirkt in der direkten Betrachtung am billigsten, wackelt schon unbelastet spürbar, die Armlehnen hängen durch, und die Verarbeitung reicht nur für ein "ausreichend". Auch der Sitzkomfort überzeugte gerade unsere große Testperson nicht. Wer Basisansprüche stellt und selten campt, kann damit leben – ein Stuhl fürs lange Campingleben ist das nicht.
Die besten Campingstühle im Vergleich
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Zwischen den angebotenen Campingstühlen liegen bei Qualität, Komfort und Preis durchaus signifikante Unterschiede. Die Kaufentscheidung bleibt am Ende eine persönliche, je nachdem, worauf der Fokus liegt. Auffällig ist diesmal, wie wenig der Preis über die Qualität aussagt. Der teuerste Stuhl im Test wird nicht Testsieger, der günstigste landet auf dem letzten Platz – dazwischen aber holt sich ein Modell für gut 65 Euro den Preis-Leistungssieg und liegt in der Gesamtwertung nur Haaresbreite hinter dem 136-Euro-Sieger.

AUTO BILD hat zwölf Campingstühle zwischen 60 und 174 Euro getestet.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Wer sich vor dem Kauf klar macht, wofür er den Stuhl vorzugsweise braucht – Loungeecke oder Esstisch, Dauerstandplatz oder wechselnde Ziele, großzügige Heckgarage oder vollgepackter Kombi –, der wird in diesem Testfeld fündig. Wer dagegen den einen Stuhl sucht, der alles gleichzeitig kann, wird auch 2026 enttäuscht. Und wer beim Preis ganz unten einsteigt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass da notgedrungen an der Substanz gespart wurde.
Testsieger: Bo-Camp Bloomsbury L
Preis-Leistungs-Sieger: Brunner Raptor Recliner
Nützliches Wissen rund um Campingstühle
Welcher ist der beste Campingstuhl?
Der Bo-Camp Bloomsbury L gewinnt den Campingstühle-Test mit der Gesamtnote 2,1 und überzeugt als wohnlicher Solitär durch ein wertiges Holzgestell sowie eine sehr saubere Verarbeitung. Mit der großzügigsten Sitzfläche und bestem Sitzkomfort punktet er im Test, während das sperrige Packmaß, fehlende Armlehnen und der reinigungsintensive Bezug als Nachteile gelten.
Was kostet ein guter Campingstuhl?
Der Testsieger im AUTO BILD-Campingstühle-Test, der Bo-Camp Bloomsbury L, ist zu einem Preis von 135,90 Euro erhältlich. Der Preis-Leistungs-Sieger Brunner Raptor Recliner kostet 65,59 Euro.
Wie viel Gewicht hält ein Campingstuhl aus?
Bei den Campingstühlen im AUTO BILD-Test liegt die maximale Traglast zwischen 120 und 150 Kilogramm. Sowohl der Testsieger von Bo-Camp als auch der Preis-Leistungs-Sieger von Brunner schaffen jeweils 120 Kilogramm.
Welche Arten von Campingstühlen gibt es?
Neben den klassischen Klappstühlen und Faltstühlen gibt es Relaxstühle, die über eine Fußablage verfügen, Ultraleicht-Stühle, die wenig Platz brauchen, oder Strandstühle mit einem niedrigeren Sitz.
Hinweis
Dieser Produkttest wurde unterstützt von Bo-Camp, Brunner, GCI und Crespo. Unsere Standards zu Transparenz und Unabhängigkeit finden Sie hier.
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