AUTO BILD testet Exzenter-Poliermaschinen
Polieren wie die Profis!
AUTO BILD hat acht Exzenter-Poliermaschinen von 50 Euro bis knapp 400 Euro getestet. Lesen Sie hier, welche Geräte mühelos für strahlenden Glanz sorgen und sich auch für Einsteiger in die Lackpflege eignen.
Unser Versprechen
Redaktionelle Produktauswahl, unabhängige Empfehlungen! Käufe über unsere Links unterstützen unsere Arbeit – ohne Zusatzkosten für Sie.
Inhaltsverzeichnis öffnen

1.
Flex-Tools
XFE 7-15 150
1,2
sehr gut
- sehr gute Polierleistung
- sehr gute Laufeigenschaften
- ohne Zubehör

3.
Rupes
BIGFOOT LHR15ES/STD
1,4
sehr gut
- sehr hochwertig verarbeitet
- sehr gute Leistungen
- erhöhtes Gewicht

4.
Dino-Kraftpaket
Kraftpaket (640220)
2,0
gut
- sehr leicht
- gute Ausstattung
- sehr angenehmer Lauf
- nur befriedigende Polierleistung
- Griffbereich etwas zu klobig

6.
chemicalworkz
DA9 Pro Exzenter Poliermaschine
2,2
gut
- sehr viel Zubehör
- geringes Gewicht
- nur mittelmäßige Polierleistung und Lauf
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Exzenterpoliermaschinen sind die Grundwerkzeuge, wenn es um die Lackaufbereitung geht. Sie garantieren das beste aus zwei Welten: die Leistung einer Rotationsmaschine mit der Sicherheit einer Handpolitur – und sind für Profis wie für Anfänger geeignet. Durch das spezielle Bewegungsmuster aus Rotation und Ellipse wird der Druck gleichmäßig auf dem Lack verteilt, große Hitzeentwicklung vermieden und empfindliche Lacke vor Schäden geschützt. AUTO BILD hat verschiedene Modelle getestet und erklärt, welche Geräte im Praxiseinsatz überzeugen.
Das Wichtigste in Kürze
- Verwendungszweck: Exzenterpoliermaschinen sind ideal für die Lackpflege. Die Kombination aus Rotation und Pendelbewegung verhindert Schäden und erleichtert Einsteigern die Arbeit.
- Testkriterien: Bewertet wurden Handhabung, Ergonomie, Vibrationen, Geräuschentwicklung, Polierleistung sowie Verarbeitung.
- Kauf-Tipp: Für beste Ergebnisse empfiehlt sich ein hochwertiges Modell. Preisgünstige Maschinen sind geeignet, bedeuten aber Abstriche bei Komfort und Leistung.
- Gesundheit und Arbeitsschutz: Beim Arbeiten mit Poliermaschinen entstehen Geräusche, Staub und Sprühnebel von Polituren. Deshalb empfiehlt sich Gehörschutz, Atemschutzmaske und eine Schutzbrille.
"Gib mir mal die Flex", ein Satz, der eher an eine Baustellen-Situation als an Lackaufbereitung denken lässt. Der Traditions-Elektrowerkzeughersteller Flex stellt aber nicht nur Trenn- und Schleifwerkzeuge her, sondern auch Hochleistungs-Poliermaschinen. In unserem Test sicherte sich die Flex XFE 7-15 150 auch prompt den ersten Platz mit der sehr guten Note 1,2. Die Maschine überzeugt mit exzellenter Polierleistung, sehr guter Verarbeitung und rundem Lauf. Außerdem ist das Gewicht vergleichweise gering und die Ergonomie und Handhabung der in zwölf Geschwindigkeitsstufen einstellbaren Maschine sehr gut.
Weniger als der sehr hohe, aber durch die Leistung gerechtfertigte Preis, stört uns lediglich, dass die Maschine lediglich mit einem Stützteller für Pads, aber ohne selbiges geliefert wird. Und: Die XFE 7-15 150 wird nicht mehr im Stammsitz in Steinheim an der Murr in Deutschland, sondern in China produziert.
Wer Exzenter-Poliermaschinen mit teuren und komplizierten Profi-Werkzeugen assoziiert, dürfte von der Spta überrascht sein. Die vergleichsweise günstige Maschine geht beim AUTO BILD-Test mit der Note 1,4 (sehr gut) als Preis-Leistungs-Sieger hervor. Vor allem das umfangreiche Zubehör, der angenehm leise Betrieb und das geringe Gewicht hinterlassen einen überraschend guten Eindruck. Auch die einfache Handhabung und das lange Netzkabel machen die Spta – gerade für Einsteiger, Hobbydetailer und Aufbereiter – sehr interessant.
Um die acht Exzenter-Poliermaschinen objektiv testen zu können, haben wir das Projekt in mehrere Bereiche aufgeteilt: Neben nackten Daten, wie Kabellänge oder Gewicht, kam es vor allem darauf an, wie sich die Maschinen in der Praxis schlagen – schließlich zählen beim Polieren vor allem Handhabung, Laufruhe und das Ergebnis auf dem Lack.

Bild: AUTO BILD
Los ging es ber mit Ausstattung und Lieferumfang: Welche Zubehörteile liegen bei? Gibt es Polierpads, Werkzeug oder Politur? Außerdem wurde geprüft, wie hochwertig die Maschinen verarbeitet und ob Anleitung sowie Sicherheitshinweise verständlich sind.
Im Alltag besonders wichtig: die Handhabung. Wie gut liegt die Maschinen in der Hand, wie ist es und die Ergonomie bestellt? Auch Gewicht, Kabellänge und die Möglichkeiten zur Geschwindigkeitsregelung flossen in die Wertung ein. Gerade bei Exzenter-Poliermaschinen machen sich Unterschiede bei Laufruhe und Vibrationsentwicklung schnell bemerkbar.

Gleiches Recht für alle: Die Motorhaube wurde mit 1000er-Schleifpapier gleichmäßig nass mattiert.
Bild: AUTO BILD
Für den Praxistest kauften wir eine schwarze Motorhaube eines Opel Corsa B. Diese wurde gründlich gereinigt und anschließend gleichmäßig mit 1000er-Schleifpapier nass angeschliffen und somit mattiert. So entstand auf der gesamten Fläche eine möglichst homogene Ausgangsbasis. Danach wurde die Haube in acht Felder eingeteilt – also eines pro Maschine.

Welche kann glänzen? Jede Poliermaschine wurde mit dem mittleren Pad des Herstellers, derselben Politur, einem konstanten Druck und nach einem festen Schema über die Haube bewegt.
Bild: AUTO BILD
Jedes Feld wurde vor dem Polieren mit einem Glanzgradmessgerät vermessen. Zum Einsatz kam das PCE-GM 55 von PCE Instruments mit eingestelltem 20-Grad-Einfallswinkel. Vor der Messung wurde das Gerät mit einem Standard von 115 GU kalibriert. Zum Vergleich: Die mattgeschliffene Haube lag bei etwa 0 GU, die gereinigte unbehandelte Haube bei rund 58 GU. GU steht für Gloss Units, also Glanzeinheiten. Um Ausreißer zu vermeiden, wurden in jedem Feld fünf Messpunkte aufgenommen und daraus die Ausgangswerte ermittelt. Das macht die Messung aussagekräftiger als ein einzelner Punktwert – selbst auf gleichmäßig vorbereitetem Lack gibt es leichte Unterschiede in der Lichtreflexion.

Unbestechlich und genau: Mit dem menschlichen Auge lassen sich auch nach der Politur kaum Unterschiede erkennen – ein Glanzgradmessgerät von PCE Instruments macht die Ergebnisse sichtbar.
Bild: AUTO BILD
Anschließend wurde jedes Feld unter identischen Bedingungen auf höchster Stufe poliert. Pro Feld wurden zwei Bahnen längs und zwei quer mit konstantem Druck gefahren. Danach erfolgte erneut die Messung und Mittelwert-Ermittlung an fünf Punkten pro Feld. Die Differenz zwischen Vorher- und Nachher-Werten zeigt, wie viel Glanz die jeweilige Maschine tatsächlich zurück auf den Lack bringt.
Auf einer zweiten, roten Motorhaube mit extrem matten Klarlack wurde anschließend geprüft, wie kontrolliert und ruhig die Geräte unter Last arbeiten und wie hoch die Geräuschentwicklung beim Polieren ist. Erstaunlich: Mit jeder Maschine ließen sich bei diesem Praxistest schon fürs bloße Auge erkennbar zufriedenstellende Ergebnisse erzielen!

Bild: AUTO BILD
Abschließend standen noch Verarbeitung und Verpackung auf dem Prüfstand. Wie hochwertig wirken Gehäuse, Schalter und Griffe? Gibt es scharfe Kanten oder unsaubere Spaltmaße? Und wie viel unnötiger Kunststoff dient eigentlich als Verpackung?
Acht Exzenter-Poliermaschinen mussten sich im AUTO BILD-Vergleichstest beweisen – vom günstigen Einsteigergerät bis zur teuren Profi-Maschine. Große Ausfälle oder sicherheitsrelevante Probleme gab es im Testfeld erfreulicherweise nicht. Die Unterschiede zwischen den Geräten zeigten sich dafür umso deutlicher bei Polierleistung, Laufruhe, Ergonomie und Verarbeitung.

Neben der Ergonomie ist für effizientes Arbeiten auch eine gut erreichbare und fein dosierbare Drehzahlregelung wichtig.
Bild: AUTO BILD
Mit der Bestnote 1,2 (sehr gut) holt sich die Flex XFE 7-15 150 verdient den Testsieg und überzeugt praktisch in allen wichtigen Disziplinen. Vor allem die Polierleistung sticht heraus: Im Glanzgrad-Test erzielt die Flex die besten Messwerte und bringt den stärksten Glanz zurück auf die zuvor homogen angeschliffene Lackfläche. Dazu kommen: extrem ruhiger Lauf, sehr gute Ergonomie und hochwertige Verarbeitung. Kritik gibt es eigentlich nur beim Lieferumfang – außer einem Stützteller liegt kaum Zubehör bei.
Dahinter landen gleich zwei Maschinen mit der ebenfalls sehr guten Note 1,4 auf Platz zwei: die Rupes und die Spta. Erstere überzeugt vor allem mit einer starken Polierleistung, hochwertigen Verarbeitung und hervorragenden Laufeigenschaften. Gerade bei Laufruhe und Kontrolle auf dem Lack spielt die Maschine klar in der Oberklasse mit. Das vergleichsweise hohe Gewicht kostet allerdings etwas an Komfort bei längeren Arbeiten.

Bild: AUTO BILD
Die günstige Spta sichert sich zudem den Titel als Preis-Leistungs-Sieger. Die vergleichsweise günstige Maschine punktet mit umfangreichem Zubehör, leisem Betrieb und einfacher Handhabung. Auch das geringe Gewicht und das lange Netzkabel fallen positiv auf. Bei Verarbeitung, Laufruhe und Polierleistung reicht sie zwar nicht ganz an die Flex und die Rupes heran, angesichts des attraktiven Preises liefert die Spta aber ein extrem starkes Gesamtpaket.
Im Mittelfeld des Tests landen Dino, Kunzer und Chemicalworkz. Die Dino gefällt mit angenehmen Laufeigenschaften, geringem Gewicht und guter Ausstattung, schwächelt aber bei der reinen Polierleistung. Kunzer überzeugt vor allem in Sachen Ergonomie und bietet ein langes Netzkabel, bleibt beim Polierergebnis allerdings hinter den Spitzenreitern zurück. Viel Zubehör bringt die Chemicalworkz mit. Zudem ist sie angenehm leicht zu handhaben, zeigt bei Laufruhe und Polierleistung aber ebenfalls Schwächen.

Die Test-Maschinen sind alle mit einem neuen, mittleren Pad des jeweiligen Herstellers ausgestattet.
Bild: AUTO BILD
Menzerna liefert insgesamt ein solides Ergebnis mit guter Ausstattung und ordentlichen Polierergebnissen. Abzüge gibt es vor allem für den etwas rauen Lauf. Schlusslicht im Test ist die Vonroc: Für Einsteiger bleibt sie wegen des günstigen Preises zwar interessant, bei Verarbeitung und Polierleistung ist der Abstand zu den besseren Geräten aber deutlich sichtbar.

Bild: AUTO BILD
Exzenter-Poliermaschinen im Vergleich
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Die Unterschiede zwischen den getesteten Exzenter-Poliermaschinen fallen teils deutlicher aus, als es die technischen Daten zunächst vermuten lassen. Vor allem bei Polierleistung, Laufruhe und Ergonomie trennt sich schnell die Spreu vom Weizen. An der Spitze des Testfelds setzt sich die Flex mit der besten Gesamtleistung verdient durch. Ebenfalls stark präsentieren sich Rupes und die überraschend gute Spta, die sich den Preis-Leistungs-Sieg sichert.
Erfreulich: Selbst günstigere Maschinen liefern ordentliche Ergebnisse und eignen sich durchaus für Hobby-Aufbereiter. Wer allerdings regelmäßig poliert oder besonders hohe Ansprüche an Laufkultur, Verarbeitung und Finish hat, merkt die Unterschiede zu den besseren Geräten schnell. Gerade bei längeren Arbeiten machen sich Faktoren wie Gewicht, Vibrationen und Ergonomie deutlich bemerkbar. Gute Polierergebnisse müssen nicht zwangsläufig extrem teuer sein – wer allerdings das Maximum an Performance und Komfort will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen.
Testsieger (2026): Flex XFE 7-15 150
Preis-Leistungs-Sieger (2026): Spta Exzenter-Poliermaschine
Autolack per Hand zu polieren ist richtig Arbeit. Es erfordert Aufwand und Zeit. Mit einer Poliermaschine geht das leichter und schneller. Zudem ist das Ergebnis meist auch besser. Während sich der Polierteller bei einer Rotationsmaschine in sehr hoher Geschwindigkeit in einer Position dreht, rotiert er bei der Exzentermaschine zusätzlich wie ein Pendel. Exzenterpoliermaschinen sind einfacher zu handhaben, bergen dank der Schwingung ein geringeres Risiko für Hologramme und eignen sich daher gut für Einsteiger. Im Jahr 2019 hat AUTO BILD acht Poliermaschinen getestet. Testsieger wurde die Rotationsmaschine 7PM05 von Kunzer. Den vollständigen Test und alle Ergebnisse lesen Sie hier: Rotations-Poliermaschinen im Test
Nützliches Wissen zu Exzenter Poliermaschinen
Welche Exzenter-Poliermaschine ist die beste?
Die Flex XFE 7-15 150 sichert sich im AUTO BILD-Test den Sieg. Die Exzenter-Poliermaschine überzeugt praktisch in allen Disziplinen: Der ruhige Lauf, die sehr gute Ergonomie und das vergleichsweise geringe Gewicht sorgen für ein besonders angenehmes Handling – selbst bei längeren Polierarbeiten. Hinzu kommt die beste Polierleistung im gesamten Testfeld, die sich in den Glanzgradmessungen gezeigt hat.
Was ist besser: Rotations-Poliermaschinen oder Exzenter?
Rotationspoliermaschinen sind etwas für Profis, die schon Erfahrung beim Polieren von Autos haben. Damit geht die Lackaufbereitung nämlich deutlich schneller, da der Abtrag durch die Kreisbewegungen höher ist. Für Einsteiger ist eher eine Exzenter-Poliermaschine empfehlenswert, um sich erst einmal daran zu gewöhnen.
Kann man mit Exzenter-Schleifern polieren?
Generell können Sie einen Exzenterschleifer für die Autopolitur verwenden. Wichtig ist jedoch, dass im Vorfeld der Schleifer gründlich gereinigt wird. Um den Lack des Fahrzeugs nicht zu beschädigen, ist für die Politur mit einem Exzenterschleifer ein spezieller Aufsatz notwendig. Der ist allerdings zumeist nicht im Lieferumfang enthalten und muss zusätzlich gekauft werden.
Was macht eine Exzenter-Poliermaschine?
Exzenter-Poliermaschinen schwingen zusätzlich zur Rotation um die eigene Achse und bewegen sich in kreisförmigen Bahnen über den Lack. Bei richtiger Anwendung bleibt die Oberfläche dank dieser Bewegung hologrammfrei – anders als bei Rotationsmaschinen.
Hinweis
Unser Test wurde unterstützt von: PCE Instruments, Flex und Rupes. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie hier.
Service-Links














