Exzenter-Poliermaschinen im Test

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
1.
Testsieger
Makita PO5000C
1,4 (sehr gut)
2.
Kunzer 7PME15
1,5 (gut)
3.
Preis-Leistungs-Sieger
Liquid Elements T2500
2,4 (gut)
4.
Tacklife PPGJ04A
2,5 (befriedigend)
5.
Krauss Shinemaster S8
2,7 (befriedigend)
6.
Vonroc PM504AC
3,0 (befriedigend)
7.
Höfftech 650W
3,1 (befriedigend)
8.
Dino Kraftpaket 640310
3,6 (ausreichend)
9.
Rupes LHR15ES
3,7 (ausreichend)
10.
SPTA 6840150PT
3,7 (ausreichend)
Wer sein Auto mit einer Poliermaschine polieren möchte, es aber noch nie gemacht hat, sollte mit einer Exzentermaschine beginnen – sie sind die goldene Mitte zwischen stark lackabtragenden Rotations-Poliermaschinen und einer lackschonenden Handpolitur. Exzenter-Poliermaschinen arbeiten nicht kreisförmig, sondern in elliptischen Wechselbahnen. So sinkt die Gefahr zu starker Lackabtragung vor allem an Ecken und Kanten, an denen der Lack in der Regel dünner ist. AUTO BILD und die Sachverständigenorganisation KÜS haben im Mai 2021 zehn Modelle unter die Lupe genommen. Testsieger wurde die Exzenter-Poliermaschine PO5000C von Makita.  

Testsieger des AUTO BILD-Poliermaschinen-Tests: Makita PO5000C

Exzenter-Poliermaschine Makita PO5000C
PO5000C
Makita
PO5000C

1,4 (sehr gut)

  • sanftes, vibrationsfreies Polieren
  • ergonomische Griffe
  • beste Polierleistung im Test
Preis 264,42 €

Die Makita PO 5000C konnte sich den Testsieg sichern. Und das zu recht, denn sie macht in allen Disziplinen des Exzenter-Poliermaschinen-Tests eine gute Figur: Ihr hohes Gewicht stabilisiert die Maschine beim Polieren auf horizontalen Flächen, ihr Schwerpunkt liegt oberhalb des Poliertellers. Die gummierten Griffe bieten viel Grip und sind ergonomisch sinnvoll angeordnet. Das Polieren fühlt sich beinah an, als schwebe ein Luftkissen zwischen Polierteller und Lackoberfläche, so sanft und vibrationsfrei läuft sie über alle Drehzahlbereiche im Exzenterbetrieb. Den erwähnen wir, weil sich die Makita als einzige der getesteten Maschinen zwischen Rotations- und Exzenterbetrieb umschalten lässt. Hinzu kommt die mit Abstand beste Polierleistung im Test. Die Makita PO5000C erreicht 176 von 200 Punkten und ist mit der Note 1,6 die einzige sehr gute Maschine im Test.

Preis-Leistungs-Sieger Liquid Elements

Liquid Elements T2500
T2500
Liquid Elements
T2500

2,4 (gut)

  • erstklassige Laufeigenschaften
  • angenehmes Handling
Preis 129,99 €

Die Maschine von Liquid Elements hat ähnlich exzellente Laufeigenschaften wie die Makita und ist dabei sogar etwas leiser. Ihr Lauf ist nahezu vibrationsfreie. Das hochwertige Gehäuse dieser Exzenter-Poliermaschine hat keinen Seitengriff, ist aber trotzdem gut zu handhaben, das lange Kabel sorgt für einen großen Arbeitsradius. Größter Nachteil der Maschine: Die Polierleistung ist ohne händischen Anpressdruck unterdurchschnittlich. Im Test hat die Liquid Element 147 von 200 Punkten erreicht und erhielt die Note 2,4 (gut).

So hat AUTO BILD getestet

Den Poliermaschinentest hat AUTO BILD zusammen mit der Kfz-Sachverständigenorganisation KÜS durchgeführt. Testfläche ist die Motorhaube eines Ford Focus, die vor dem Test entfettet und in zehn Bereiche aufgeteilt wurde. Nach der optischen Prüfung aller Maschinen erfolgte die Montage von Griffen und Drehtellern. Betriebsbereit haben wir dann die Gewichte und Kabellängen gemessen. Das Laufgeräusch haben wir subjektiv mit mehreren Personen beurteilt, ebenso das Handling und die Ergonomie der Griffe. Das gilt auch für die Unterschiede beim Einschalten und beim Laufverhalten: Einige der getesteten Exzenter-Poliermaschinen schütteln sich beim Einschalten sehr stark, andere laufen sanft an. Manche neigen beim Polieren zu heftigen Vibrationen, die besten lassen sich sanft und erschütterungsfrei führen. Bei allen Maschinen ließ sich die Drehzahl regeln, poliert haben wir stets bei mittlerer Drehzahl im Kreuzgang ohne Anpressdruck.
Poliermaschinen Meterk
Testfeld: Von jedem Produkt wurd ein erbsengroßes Stück auf den Lack aufgetragen – jeweils nur mit dem Druck des Maschinengewichts.

Der Druck kommt allein durch das Eigengewicht der Maschinen zustande. Bei allen Maschinen kamen 125 mm große 3M-Polierpads "Ultrafine Anti-Hologramm" zum Einsatz. Auf dem mit Wasser angefeuchteten Polierpad haben wir sechs erbsengroße Mengen des Testsiegers im Autopolituren-Test aufgetragen. Auf den polierten Flächen haben wir Glanzgrad und den Glanzschleier mit einem entsprechenden Gerät gemessen. Während der Glanzgrad-Wert (Glanzeinheiten) möglichst hoch sein soll, ist beim Glanzschleier ein möglichst niedriger Wert vorteilhaft. Einen Glanzschleier erkennt man daran, dass das Spiegelbild eines auf die Oberfläche projizierten Lichtstrahls unscharf oder verschwommen erscheint. Beide Messwerte ergeben zusammen die Polierleistung der Exzenter-Poliermaschine. Bewertet haben wir ausschließlich das Polierverhalten im Exzenterbetrieb.

Die Testergebnisse im Überblick

Zehn Exzenter-Poliermaschine mussten sich im Vergleichstest beweisen. Die erste Poliermaschine fiel bereits bei der Sichtprüfung durch – Verletzungsgefahr! Von den getesteten zehn Geräten können sich zwei deutlich von ihren Mitbewerbern absetzen: Makita und Kunzer. Die Makita PO5000C ist ein Profigerät, das im Test komplett überzeugte. Das gemessene Polierergebnis ist zudem das beste – mit 59 Punkten erzielt sie fast die Höchstpunktzahl von 60. Die Polierleistung der Kunzer 7PME15 ist mit 51 Punkten die drittbeste im Testfeld. Ihr Gesamtpaket überzeugt, sie verfehlt nur haarscharf die Testnote "sehr gut". Ihre Laufeigenschaften und ihr Handling sind der Makita ebenbürtig, sie läuft aber vernehmbar leiser und wird mit umfangreichem Zubehör wie Schleifkohlen-Ersatz, zwei Polierpads, zwei Griffen, Werkzeug, Gurt und einer hochwertigen Tasche geliefert. Die Makita kontert das mit ihrer Umschalt-Option und besseren Polierleistungen. Unbewertet, aber nicht unerheblich ist allerdings der Preisunterschied von rund 75 Euro zugunsten der Kunzer-Maschine.
Poliermaschinen Meterk
Zu viel Spiel: Die Antriebswelle der Meterk 1200 W ließ sich um rund einen Zentimeter in jede Richtung bewegen.
Erster Schritt unseres Poliermaschinen-Tests war das Auspacken und Sichten aller Exzenter-Poliermaschine samt Zubehör. Über diesen Schritt kam die Meterk 1200 W nicht hinaus: Die Antriebswelle, auf die der Drehteller aufgeschraubt wird, hatte solch erhebliches Spiel und wackelte in ihrer Führung, dass wir es nicht gewagt haben, den Teller zu montieren und die Maschine einzuschalten. Rund einen Zentimeter ließ sich die Welle mit dem Finger in alle Richtungen bewegen. Was passiert wäre, wenn wir sie mit der Höchstdrehzahl von 4000/min in Betrieb genommen hätten? Gut möglich, dass sich der Teller mitsamt Welle schlagartig und unkontrollierbar gelöst hätte. Unsere Entscheidung: Die 76,99 Euro teure Meterk 1200 W wird wegen mangelnder Betriebssicherheit vom Test ausgeschlossen. Polieren wäre wegen des erheblichen Spiels und extremer Vibrationen eh nicht möglich gewesen.

Fazit zum Poliermaschinen-Test von AUTO BILD

Makita und Kunzer markieren klar die Spitze bei den Exzenter-Maschinen. Beide können vollauf überzeugen. Die Makita siegt knapp wegen einer etwas besseren Polierleistung. Top-Handling und erstklassige Laufeigenschaften bietet auch der Preis-Leistungs-Sieger Liquid Elements. Einziges Manko: die im Vergleich zur Qualität der Maschine enttäuschende Polierleistung. Sehr gute Polierergebnisse zum kleinen Preis bietet die Tacklife-Maschine. Nachteile: Vibrationen und zu früh einsetzende Zwangsrotation, eine Art Schongang, um Polierschäden zu vermeiden.
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Exzenter-Poliermaschinen (2021): Test - Einsteiger - Benutzung - Info

Welche Poliermaschine kann im Test überzeugen?


Rotations-Poliermaschinen im Test

Autolack per Hand zu polieren ist richtig Arbeit. Es erfordert Aufwand und Zeit. Mit einer Poliermaschine geht das leichter und schneller. Zudem ist das Ergebnis meist auch besser. Während sich der Polierteller bei einer Rotationsmaschine in sehr hoher Geschwindigkeit in einer Position dreht, rotiert er bei der Exzentermaschine zusätzlich wie ein Pendel. Exzenterpoliermaschinen sind einfacher zu handhaben, bergen dank der Schwingung ein geringeres Risiko für Hologramme und eignen sich daher gut für Einsteiger. Im Jahr 2019 hat AUTO BILD bereits acht Poliermaschinen getestet. Testsieger wurde die Rotationsmaschine 7PM05 von Kunzer. Den vollständigen Test und alle Ergebnisse lesen Sie hier: Rotations-Poliermaschinen im Test

Nützliches Wissen zu Exzenter Poliermaschinen

Welche Exzenter-Poliermaschine ist gut?

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Die Makita PO 5000C konnte sich den Testsieg sichern. Und das zu recht, denn sie macht in allen Disziplinen des Exzenter-Poliermaschinen-Tests eine gute Figur: Ihr hohes Gewicht stabilisiert die Maschine beim Polieren auf horizontalen Flächen, ihr Schwerpunkt liegt oberhalb des Poliertellers. Hinzu kommt die mit Abstand beste Polierleistung im AUTO BILD Exzenter-Poliermaschinen-Test.

Was ist besser Poliermaschine oder Exzenter?

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Rotationspoliermaschinen sind etwas für Profis, die schon Erfahrung beim Polieren von Autos haben. Damit geht die Lackaufbereitung nämlich deutlich schneller, da der Abtrag durch die Kreisbewegungen höher ist. Für Einsteiger ist eher eine Exzenter-Poliermaschine empfehlenswert, um sich erst einmal daran zu gewöhnen. 

Kann man mit Exzenter Polieren?

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Generell können Sie einen Exzenterschleifer für die Autopolitur verwenden. Wichtig ist jedoch, dass im Vorfeld der Schleifer gründlich gereinigt wird. Sie möchten wohl kaum die Rückstände von Holzstaub in den Lack polieren. Um den Lack des Fahrzeuges nicht zu beschädigen ist für die Politur mit einem Exzenterschleifer ein spezieller Aufsatz notwendig. Der ist allerdings zumeist nicht im Lieferumfang enthalten und muss zusätzlich gekauft werden.

Was bedeutet Exzenter Poliermaschine?

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Exzenter Poliermaschinen schwingen zusätzlich zur Rotation noch um die eigene Achse und in kreisförmigen Bewegungen auf dem Lack hin und her, sodass die Polierbewegung der Hand nachgeahmt wird. Bei richtiger Anwendung bleibt der Lack, anders als bei der Rotationsmaschine, durch die exzentrischen Bewegungen bzw. die Schwingung, gänzlich hologrammfrei.