Mobile Router im Test

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
1.
Testsieger
Netgear Nighthawk M5
809,00  EUR
1,4 (sehr gut)
2.
Netgear Nighthawk M1
299,00  EUR
2,0 (gut)
3.
Preis-Leistungs-Sieger
Telekom Speedbox 2
101,00  EUR
2,3 (gut)
4.
ZTE MF920U (O2)
54,00  EUR
3,3 (befriedigend)
5.
Huawei E5576-320
49,00  EUR
3,7 (ausreichend)
6.
Alcatel Linkzone MW40V
53,00  EUR
3,9 (ausreichend)

Internet fast wie zu Hause, auch wenn man gerade auf dem Camping-Platz ist? Mobile Router machen das möglich. Doch welche Geräte sind empfehlenswert? COMPUTER BILD hat sechs der meist kleinen praktischen Router getestet. Für den Urlaub sind solche Router mit SIM-Karte besser als Smartphone-Hotspots. Denn die Hotspot-Lösung scheitert in der Praxis oft, wenn etwa der Hotspot-Ersteller mit seinem Handy wandern geht und dann das Wifi-Tablet im Zelt kein Internet mehr hat. Mobile Router passen für gewöhnlich in eine Handfläche und funktionieren wie ein WLAN-Router zu Hause. Mit zwei Unterschieden: Statt per DSL geht's via Mobilfunknetz ins Internet. Und dank Akku lassen sie sich sogar unterwegs nutzen. Unser Vergleichstest zeigt, welche mobilen Router wirklich gut sind.

Testsieger: Netgear Nighthawk M5

Mit schnellem WLAN, 5G-Mobilfunk, praller Ausstattung sowie einfacher Bedienung gewinnt der Netgear Nighthawk M5 (Note: sehr gut). Er ist der einzige Router im Testfeld, der eine detailliertere Bedienung über ein großes Touch-Display ermöglicht. Das macht sich bereits bei der Einrichtung bezahlt, denn so können Nutzer direkt grundlegende Einstellungen festlegen, etwa WLAN-Name und -Passwort.
Netgear Nighthawk M5
Nighthawk M5
Netgear
Nighthawk M5

1,4 (sehr gut)

  • Sehr schnelles WLAN
  • Großer Funktionsumfang
  • Bedienung per Touchscreen
  • etwas umständliche, ungenaue Funktionsbenennung
Preis 809,00 €

Der M5 kann außerdem als einziges Gerät das neue Wifi 6 (WLAN-ax) transferieren. Bei entsprechenden Geräten sorgt das für mehr Tempo und optimiert das WLAN-Management. In den Netgear Nighthawk M5 passt zudem das für SIM-Karten mittlerweile gängige Nano-Format – von den getesteten Geräten bietet das ansonsten nur die Telekom Speedbox 2. Auch in puncto Ausdauer überzeugt der M5: Zusammen mit seinem Bruder M1 hat er mit 5040 Milliamperestunden den stärksten Stromspender.

Preis-Leistungs-Sieger: Telekom Speedbox 2

Neben den Netgear-Geräten ist die Telekom Speedbox 2 der einzige Router, der das schnelle Wifi 5 (WLAN-ac-Standard) mit 5-Gigahertz-Band nutzt. Die Speedbox passt zwar nicht in die Hosentasche, dafür bietet aber sie Platz für viele WLAN-Antennen, um bis zu 64 Geräte gleichzeitig zu verbinden. Auch bei der Bedienungsanleitung kann die Speedbox punkten. Außerdem verfügt sie – wie sonst nur die beiden Netgear-Geräte – über eine Kindersicherung.
Telekom Speedbox 2
Speedbox 2
Telekom
Speedbox 2

2,3 (gut)

  • 5 GHz schnell
  • Hoher Funktionsumfang
  • Niedriger Preis
  • 2,4 GHz lahm
  • Bedienung etwas umständlich
Preis 101,00 €

Der Telekom-Router ist im freien Handel zu kaufen. Mit einem Preis von 101 Euro ist er mehr als 700 Euro günstiger als der Testsieger und bietet immer noch eine überzeugende Leistung. Schwächen: Bei 2,4 Gigahertz macht der Router wenig Tempo und die Bedienung per Browser-Menü ist etwas umständlich.

So hat COMPUTER BILD getestet

Hohe Geschwindigkeiten der Mobilfunkverbindung sowie des WLANs sind für eine gute Note wichtig. Highspeed allein reicht aber nicht aus: Die Geräte besitzen im besten Fall einen großen Akku, eine überzeugende Ausstattung und einen hohen Funktionsumfang. Punktet der Router auch bei Einrichtung und Bedienung, stehen die Chancen auf einen Platz auf dem Treppchen gut. Unter anderem müssen sich Testkandidaten diesen Fragen stellen:
Mobilfunk und WLAN: Wie schnell sind Mobilfunk und WLAN? Wie viele Geräte verbindet der mobile Router gleichzeitig? Unterstützt er alle wichtigen Mobilfunkfrequenzen? Besitzt er eine Vorrichtung für externe Mobilfunkantennen?
Ausstattung: Besitzt der mobile Router einen LAN-Anschluss? Wie groß ist der Akku? Besitzt das Gerät ein Display? Und wenn ja, wie hoch ist der Informationsgehalt des Bildschirms?
Funktionsumfang: Verfügt der mobile Router über eine Kindersicherung, mit der sich Seiten sperren und zeitbegrenzte Zugänge einrichten lassen? Ist die WLAN-Leistung regelbar? Lässt sich ein WLAN-Gastnetzwerk aktivieren?
Einrichtung und Bedienung: Lässt sich der mobile Router am Gerät einrichten und bedienen? Wie einfach ist die Konfiguration per Web-Browser? Gibt es eine App für Smartphones? Wenn ja, wie übersichtlich ist sie gestaltet?

Die Testergebnisse im Überblick

Auf Platz zwei (Note: gut) kommt der Netgear Nighthawk M1, der mit starker Ausstattung punktet, allerdings kein 5G-Mobilfunk wie sein großer Bruder M5 bietet. Auch im M1 verbaut Netgear ein Display, jedoch ohne Touch-Funktion. Der Bildschirm zeigt immerhin allerlei nützliche Informationen zum WLAN, zur Mobilverbindung und zum Akkustand an. Auf Platz drei folgt unser Preis-Leistungs-Sieger von der Telekom, die Speedbox 2 – ebenfalls mit der Note "gut".
Netgear Nighthawk M1
Die beiden Netgear-Router und der der Telekom haben eine Netzwerk-LAN-Buchse. An den Nighthawk M1 (Bild) lassen sich USB-Festplatten anschließen.

Auf dem vierten Platz (Note: befriedigend) landet der Router MF920U (O²) von ZTE. Als WLAN-Standard nutz dieser Router das ältere und langsamere Wifi 4. Überzeugen kann der ZTE-Router bei der Anzahl der per WLAN verbindbaren Geräte – 32 sind es. Mit einem Preis von 54 Euro ist der Router von ZTE zudem sehr günstig. Noch günstiger sind der E5576-320 von Huawei (Platz 5) mit 49 Euro und der Alcatel Linkzone MW40V (Platz 6) mit 53 Euro, die allerdings beide bei der Leistung insgesamt abfallen und nur noch auf die Note "ausreichend" kommen.

Fazit zum Mobil-Router-Test

Das Netgear Nighthawk M5 kommt mit praller Ausstattung, ist aber teuer – wer auf 5G und Touchscreen verzichtet, greift zum starken Nighthawk M1. Sparfüchse sind beim Preis-Leistungs-Sieger Speedbox 2 richtig.

Tipps zum Einsatz von mobilen Routern

In allen getesteten Geräten sind die Zugangspunkte (Access Point Names, APNs) für die gängigen Mobilfunkanbieter bereits konfiguriert. Trotzdem sollten Nutzer die Router unbedingt vor dem Urlaub einrichten. Fehlt der passende Zugangspunkt doch, müssen sie ihn nämlich übers Netz oder den SIM-Karten-Anbieter ermitteln und manuell eingeben.
Richtig überzeugend in der Bedienung ist keines der getesteten Geräte: Mal reagierte die Nutzeroberfläche zu träge oder gar nicht (Huawei), mal waren einige Funktionen nicht ausreichend ausführlich erklärt (Netgear, Telekom, ZTE), oft fehlte es auch schlicht an der Übersicht. Viel besser klappte die Bedienung per Smartphone-App, die alle getesteten Geräte bieten. Für die Speedbox 2 gibt es also ebenfalls eine App, auch wenn die Telekom sie nicht öffentlich bewirbt: Da das Gerät von ZTE stammt, kann wie beim MF920U die App ZTELink verwendet werden.

Nützliches Wissen rund um Mobile Router

Welcher ist der beste mobile Router?

Pfeil
Der beste mobile Router im AUTO BILD-Test ist der Netgear Nighthawk M5, der sich somit den Testsieg sichert. Besonders praktisch: Der Testsieger verfügt über ein großes Touch-Display. Das macht sich bereits bei der Einrichtung bezahlt, denn so können Nutzerinnen und Nutzer direkt grundlegende Einstellungen festlegen, wie etwa den WLAN-Namen und -Passwort. Auch die Geschwindigkeit der Datenverbindung kann sich sehen lassen. Der Nighthawk M5 hat den neuesten Mobilfunkstandard 5G mit theoretisch bis zu 4000 Mbps drauf.

Was sollte ein guter mobiler Router kosten?

Pfeil
Der AUTO BILD-Testsieger Netgear Nighthawk M5 ist aktuell zu einem Preis von 809 Euro zu haben. Deutlich günstiger ist der Preis-Leistungs-Sieger. Die Telekom Speedbox 2 ist bereits für 101 Euro zu haben.

Was bringt ein mobiler Router?

Pfeil
Zwar funktioniert ein Smartphone-Hotspot in vielen Fällen ganz gut, besser sind allerdings mobile Router mit SIM-Karte: Die kleinen Funker passen für gewöhnlich in eine Handfläche und funktionieren wie ein WLAN-Router zu Hause. Mit zwei Unterschieden: Statt per DSL geht’s via Mobilfunknetz ins Internet. Und dank Akku lassen sie sich sogar unterwegs nut-zen.

Wie schnell ist die Datenverbindung bei mobilen Routern?

Pfeil
Die Telekom Speedbox 2 liefert Daten mit maximal 300 Mbps aus dem Netz. Richtig schnell sind die Netgear-Router: Während der Nighthawk M1 per LTE bis zu 1000 Mbps erreicht, hat der M5 sogar den neuesten Mobilfunkstandard 5G mit theoretisch bis zu 4000 Mbps drauf.

Von

Patrick Skoruppa