Sommerreifen-Test: 255/55 R18
Über Stock und Stein: SUV-Sommerreifen im Test
Zehn Sommerreifen für SUV und Geländewagen im Test: Welcher Pneu bietet im Verkehrsalltag sowie im harten Geländeeinsatz das beste Profil?
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| # | Getestete Produkte | Testnote | |
|---|---|---|---|
1. Testsieger | 1,3 (vorbildlich) | ||
2. | 1,4 (vorbildlich) | ||
2. | 1,4 (vorbildlich) | ||
2. | 1,4 (vorbildlich) | ||
5. | 2,1 (gut) | ||
6. | 2,4 (gut) | ||
7. | 2,5 (gut) | ||
8. | 3,3 (befriedigend) | ||
9. | 4,4 (bedingt empfehlenswert) | ||
10. | 4,5 (bedingt empfehlenswert) |
SUV und Geländewagen sind in Deutschland beliebt. Nach aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes lag ihr Anteil an allen im Januar und Februar 2025 neu zugelassenen Pkw bei 43,1 Prozent. Wie viele davon Allradantrieb haben, weist die Statistik nicht aus. Klar ist aber: Wer mit einem 4×4-Fahrzeug asphaltierte Straßen verlässt, benötigt eine entsprechende Bereifung. Lose Untergründe wie Kies, Sand, Schotter oder grasbewachsene Feldwege können dem Vortrieb ein jähes Ende setzen. Insbesondere, wenn es einen Anhänger zu ziehen gilt. Für den diesjährigen Reifen-Vergleich haben wir zehn Profile der Dimension 255/55 R 18 im Test dabei.
Goodyear hat mit dem Eagle F1 Asymmetric 6 einen sehr ausgewogenen Reifen entwickelt, der auf jedem Untergrund und bei jeder Witterung gut funktioniert. Bei Nässe hat der Goodyear die größten Sicherheitsreserven, und auch beim Handling und Bremsen auf trockenem Asphalt erreicht er Bestleistungen. Zum Testsieger wird er, weil er darüber hinaus auch noch im Gelände sehr tauglich ist – ein harmonisches Gesamtpaket.
SUV-Reifen (255/55 R 18) im AUTO BILD-Test 2025: die Ergebnisse im Detail
Produkt | Goodyear Eagle F1 Asymmetric 6 (109 Y) AUTO BILD-Testsieger vorbildlich | Falken Azenis FK520 (109 Y) vorbildlich | Pirelli Scorpion (109 Y) vorbildlich | Vredestein Ultrac (109 Y) vorbildlich | Michelin Pilot Sport 4 SUV (109 Y) | Kumho Ecsta PS71 SUV (109 Y) | Bridgestone Turanza 6 (109 V) | Triangle EffeX SUV (109 W) | Hifly HP 801 SUV (109 W) | Goodyear Wrangler AT Adventure (109 H) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
EU-Label** | C/A/B 71 | B/A/A 70 | B/A/A 69 | C/A/B 69 | C/A/B 72 | C/A/B 72 | A/A/B 71 | B/C/B 73 | C/C/B 73 | D/D/B 73 |
Preis pro Satz | ca. 640 Euro | ca. 510 Euro | ca. 665 Euro | ca. 540 Euro | ca. 760 Euro | ca. 480 Euro | ca. 595 Euro | ca. 425 Euro | ca. 335 Euro | ca. 670 Euro |
Gelände | ||||||||||
Traktion Gras (Gewichtung: 20 %) | 2+ | 2 | 2+ | 2 | 1- | 2- | 2 | 2+ | 3+ | 1 |
Traktion Kies (Gewichtung: 20 %) | 2- | 2 | 2+ | 2 | 1 | 2 | 1- | 3+ | 2+ | 2- |
Traktion Sand (Gewichtung: 20 %) | 2- | 2 | 2+ | 2+ | 2+ | 2+ | 3+ | 2 | 2 | 1 |
Handling Schotter* (Gewichtung: 40 %) | 2 | 2+ | 2+ | 2 | 3+ | 2 | 2 | 3+ | 2- | 2+ |
Kapitelnote | 2 | 2 | 2+ | 2 | 2 | 2 | 2 | 2- | 2- | 2+ |
Nass | ||||||||||
Aquaplaning* (Gewichtung: 20 %) | 2 | 2- | 2 | 2 | 2+ | 2 | 2 | 2- | 2+ | 4- |
Kurven-Aquaplaning (Gewichtung: 10 %) | 2+ | 2- | 2- | 1- | 2 | 2 | 2+ | 2 | 2 | 4- |
Handling* (Gewichtung: 30 %) | 1- | 1- | 2 | 2+ | 2+ | 2 | 2- | 3 | 4 | 5 |
Kreisbahn (Gewichtung: 10 % | 1- | 1- | 2- | 1- | 1- | 2+ | 3+ | 3 | 3+ | 5 |
Bremsen* (Gewichtung: 30 %) | 1- | 2+ | 2+ | 2 | 1- | 2+ | 2- | 3 | 4 | 5 |
Kapitelnote | 1- | 2+ | 2 | 2+ | 2+ | 2 | 2- | 3+ | 3- | 5+ |
Trocken | ||||||||||
Handling* (Gewichtung: 30 %) | 1- | 1- | 2+ | 2 | 2 | 2- | 2 | 3 | 4- | 5 |
Bremsen* (Gewichtung: 30 %) | 2+ | 1- | 2 | 2 | 2+ | 2+ | 2- | 2- | 3+ | 4- |
Abrollkomfort (Gewichtung: 10 %) | 2+ | 2 | 2+ | 2+ | 3+ | 3+ | 2 | 3+ | 3+ | 2+ |
Vorbeifahrgeräusch (Gewichtung: 15 % | 2+ | 2 | 1 | 1- | 3+ | 2- | 2 | 1- | 2+ | 3+ |
Rollwiderstand (Gewichtung: 15 % | 2 | 2+ | 2+ | 2+ | 2+ | 2 | 1 | 2- | 3 | 3- |
Kapitelnote | 2+ | 2+ | 2+ | 2+ | 2 | 2 | 2 | 2- | 3 | 4 |
Urteil | vorbildlich | vorbildlich | vorbildlich | vorbildlich | gut | gut | gut | befriedigend | bedingt empfehlenswert | bedingt empfehlenswert |
Platzierung | 1. Platz | 2. Platz | 2. Platz | 2. Platz | 5. Platz | 6. Platz | 7. Platz | 8. Platz | 9. Platz | 10. Platz |
Gesamtnote | 1,3 | 1,4 | 1,4 | 1,4 | 2,1 | 2,4 | 2,5 | 3,3 | 4,4 | 4,5 |
Schnelllauf bestanden | √ | √ | √ | √ | √ | √ | √ | √ | √ | √ |
Fazit | Stärken: Ausgewogener Reifen, der sich auf jedem Untergrund und bei jeder Witterung bewährt, dynamisches Kurvenhandling, kurze Bremswege, gute Tauglichkeit fürs Gelände. | Stärken: Überzeugender Auftritt auf Asphalt und im Gelände, erfrischend dynamisches Handlingverhalten, kurze Nass- und Trockenbremswege, niedriger Rollwiderstand, guter Fahrkomfort. | Stärken: Top-Performance im harten Geländeeinsatz, dynamisch-sicherer Auftritt mit kurzen Bremswegen auf Asphalt, vorbildlich leises Vorbeifahrgeräusch, niedriger Rollwiderstand. | Stärken: Ausgewogen sicheres Fahrverhalten auf jedem Untergrund, gute Sicherheitsreserven bei Aquaplaning, kurze Bremswege, guter Abrollkomfort, leises Vorbeifahrgeräusch. | Stärken: Dynamisches Handlingverhalten mit kurzen Bremswegen auf Asphalt, gute Reserven bei Aquaplaning. Schwäche: Eingeschränkte Seitenführung im Geländeeinsatz. | Stärken: Dynamisches Fahrverhalten auf nasser Piste und im Gelände, kurze Bremswege, niedriger Rollwiderstand. Schwäche: Verzögertes Lenkansprechen auf trockener Piste. | Stärken: Ausgewogen gute Fahrdynamik auf Asphalt und im Geländeeinsatz, kraftstoffsparender Rollwiderstand. Schwäche: Leicht untersteuerndes Fahrverhalten bei Nässe. | Stärken: Preisgünstiger SUV-Reifen ohne gravierende Mängel auf nasser wie trockener Fahrbahn. Schwächen: Eingeschränkte Seitenführung und verlängerte Bremswege bei Nässe | Stärken: Ordentliche Traktion im Gelände, gute Reserven bei Aquaplaning. Schwächen: Schlechte Fahrdynamik und verlängerte Bremswege auf nasser und trockener Fahrbahn. | Stärken: Robustes Profil mit beeindruckender Traktion im harten Geländeeinsatz. Schwächen: Eingeschränkte Sicherheitsreserven für den Gebrauch im normalen Straßenverkehr. |

Einige der getesteten Reifen sind wahre Kraxler, sie bieten viel Grip auf allen Untergründen.
Bild: Dierk Möller / AUTO BILD
Bis ans Limit und darüber hinaus: Die Einzeldisziplinen des Pflichtprogramms auf Asphalt wurden auf dem Goodyear-Prüfgelände in Südfrankreich durchgeführt. Für die Tests abseits der Piste stand ein spezielles Testterrain im sonnigen Texas zur Verfügung. Insgesamt mussten alle Reifen in verschiedenen Testdisziplinen auf trockener und nasser Piste und im Gelände zeigen, was sie können.
Die Tests bei Nässe

Guter Nassgrip sorgt für genügend Sicherheitsreserven und vermindert gleichzeitig die Gefahr von Aquaplaning.
Bild: Dierk Möller / AUTO BILD
Goodyear zeigt bei Nässe die größten Sicherheitsreserven und wird mit der Kapitelnote "sehr gut" bewertet. Aber: Das gilt für das Straßenprofil Goodyear Eagle F1 Asymmetric 6. Der Wrangler All-Terrain Adventure geht hingegen buchstäblich baden. Mit 65,4 Metern ist sein Bremsweg um mehr als 37 Prozent länger als der seines Markenbruders. Damit kommt er über drei Fahrzeuglängen später zum Stehen. Selbst der Hifly stoppt als schlechtester Allrounder noch über eine Fahrzeuglänge früher.
Die Tests im Gelände

Auf dem losen Schotter müssen die Reifen genügend Grip finden, um die Kurve zu meistern.
Bild: Dierk Möller / AUTO BILD
Alle Kandidaten schlagen sich im Schnitt unserer Gelände-Testdisziplinen "gut". Wenig überraschend: Der All-Terrain-Reifen von Goodyear ist am besten bewertet, sorgt für die höchste gemessene Zugkraft auf Gras und Sand. Umso überraschender: Der Sommerreifen Scorpion von Pirelli erreicht im Kapitelschnitt die gleiche Punktzahl, obwohl er kein ausgewiesener Geländespezialist ist. Über die einzelnen Tests auf Gras, Kies, Sand und Schotter zeigt er sich insgesamt sogar ausgewogener. Dahinter reihen sich alle weiteren Markenreifen mit Punkte-Gleichstand ein. Die beiden Budget-Produkte ziehen sich durchaus achtbar aus der Affäre, schneiden mit nochmals einem Punkt weniger ab.
Die Tests auf trockener Piste

Das beste Trockenhandling und damit die meisten Sicherheitsreserven bietet der Goodyear.
Bild: Dierk Möller / AUTO BILD
Mit dem Azenis FK520 gewinnt Falken die Kapitelwertung, dicht gefolgt von Vredestein, Pirelli und dem Goodyear Eagle F1 Asymmetric 6. Michelin, Kumho und Bridgestone sind "gut". Der All-Terrain-Reifen zeigt auch im Trockenen bei Handling und Bremsen Sicherheitsmankos. So ist sein Bremsweg neun Meter länger als der des Topbremsers von Falken. Auch ist er kein Leisetreter: So ist das Vorbeifahrgeräusch des Wrangler AT aufgrund seines groben Profils recht laut, aber nur minimal lauter als der Reifen von Michelin. Die Flüsterer kommen von Pirelli und Triangle. Der Billigreifen von Hifly bietet eine sehr grenzwertige Handlingperformance. Den besten Rollwiderstand hat der Bridgestone, gefolgt von Falken und Michelin.
Goodyears Eagle F1 Asymmetric 6 packt den Spagat zwischen der Erfüllung aller Sicherheitsstandards auf Asphalt und guter Traktion im Gelände am besten, doch auch die Kandidaten von Falken, Pirelli und Vredestein schneiden vorbildlich ab. Das All-Terrain-Profil hat seine Daseinsberechtigung, ist aber für den Alltagsverkehr völlig ungeeignet.

Beim Nassbremsen versagt das Geländeprofil: fast 20 Meter Differenz zum Top-Bremser!
Bild: Dierk Möller / AUTO BILD
Testsieger des AUTO BILD-Allrad-Sommerreifen-Tests (2025): Goodyear Eagle F1 Asymmetric 6 (109Y)
Disclaimer
Der Test wurde unterstützt von Bridgestone, Falken, Goodyear, Kumho, Michelin, Pirelli, Triangle und Vredestein. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie hier
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