Sommerreifen-Test 2026: 255/45 R19
Traktion auf jedem Terrain: 9 SUV-Sommerreifen im Test
Neun aktuelle Sommerreifen für SUV und Geländewagen im Test: Welches Profil ist im Verkehrsalltag top und kommt abseits befestigter Straßen auch mit Schotter, Sand, Gras und Kies zurecht?
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Inhaltsverzeichnis öffnen

1.
Hankook
Ventus Evo 255/45 R19 104Y FP
1,2
sehr gut
- Testsieger mit besten Nässeeigenschaften
- kurze Bremswege
- dynamisches Handling
- gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- eingeschränkte Traktion auf Sand

2.
Vredestein
Ultrac Pro 255/45 R19 104Y XL FSL
1,3
sehr gut
- Allrounder mit ausgewogenen und sicheren Fahreigenschaften
- niedrigster Rollwiderstand
- fairer Preis
- eingeschränkte Traktion auf Kies

3.
Bridgestone
Potenza Sport EVO 255/45 R19 104Y FP
1,3
sehr gut
- Dynamiker mit direktem Lenkansprechen
- agiles Fahrverhalten auf allen Untergründen
- kurze Bremswege
- teuerster Kandidat
- leicht erhöhter Rollwiderstand

4.
Goodyear
Eagle F1 Asymmetric 6 255/45 R19 104Y XL EVR
1,4
sehr gut
- Schotterspezialist, mit hohen Sicherheitsreserven auf allen Testuntergründen
- niedriger Rollwiderstand
- kurze Trockenbremswege
- etwas schwächer im Aquaplaning

5.
Michelin
Pilot Sport 4 SUV 255/45 R19 100V
1,8
gut
- Nässespezialist mit großen Reserven bei Aquaplaning
- gute Traktion auf Kies
- angenehmer Abrollkomfort
- eingeschränkte Traglast
- bis 240 km/h zugelassen (V)

6.
Kumho
Ecsta Sport PS72 255/45 R19 104Y
2,1
gut
- überzeugend starker Auftritt im Gelände
- dynamisches Fahrverhalten auf trockener Piste
- günstigster Reifen im Test
- etwas schwächer bei Nässe

7.
Toyo
Proxes Sport 2 255/45 R19 104Y XL
2,1
gut
- gute Sicherheitsreserven bei Aquaplaning
- dynamisches Fahrverhalten auf trockener Piste
- guter Komfort
- Schwächen bei Handling, Schotter und Sandtraktion

8.
Falken Reifen
Falken AZENIS FK520 255/45 ZR19 104Y XL
2,5
befriedigend
- Brems-Ass mit kurzen Bremswegen auf nassem und trockenem Asphalt
- beste Traktion auf Sand
- niedriger Rollwiderstand
- schwache Traktion auf Kies

9.
Giti Tire
GitiSport S2+ 255/45 R19 104Y FP
2,7
befriedigend
- Trockenspezialist
- anständige Traktion auf Gras und Kies
- eingeschränktes Gripniveau mit verlängerten Bremswegen bei Nässe
- schwächer auf Sand
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
SUV mit Allradantrieb dominieren weiterhin die Neuzulassungsstatistiken. Die hochbeinigen Fahrzeuge erfreuen sich einer ungebrochenen Beliebtheit. Wer mit diesen Alleskönnern jedoch nicht nur auf Asphalt, sondern auch abseits befestigter Wege unterwegs ist, stellt besondere Ansprüche an die Bereifung. Gefordert ist dann mehr als bei einem Sommerreifen für Pkw.
Einerseits müssen die Profile im Verkehrsalltag etwa für Grip, kurze Bremswege und niedrigen Rollwiderstand sorgen. Andererseits ist zuverlässige Traktion auf Schotter, Sand oder nassem Gras gefragt. In diesem Allrad-Sommerreifentest rückt die populäre Dimension 255/45 R 19 in den Fokus. Diese Größe rollt als Standard ab Werk auf vielen beliebten SUV-Bestsellern vom Band. Dazu zählen Modelle wie VW Tiguan, Audi Q3 und Seat Tarraco. Auch bei Elektro-SUV ist diese Reifendimension etabliert, etwa als Erstausrüstung für den Tesla Model Y oder den Volvo XC40.
Um den besten Reifen für diese Fahrzeugpalette zu finden, müssen sich neun Profile von etablierten Herstellern einem gnadenlosen Härtetest unterziehen. Denn neben den üblichen Testdisziplinen bei Nässe und auf trockener Piste geht es für die Kandidaten auf einen anspruchsvollen Offroad-Parcours zum Handling. Darüber hinaus ermitteln wir, wie viel Zugkraft die Gummis aufbauen, wenn der Untergrund rutschig wird.
Das Wichtigste in Kürze
- Testdisziplinen: Neben den AUTO BILD-Standard-Disziplinen für Sommerreifen auf trockener und nasser Fahrbahn müssen die neun Kandidaten ihr Talent im Gelände unter Beweis stellen.
- Preisunterschiede: Der preisgünstigste Reifensatz im Test kostet durchschnittlich 610 Euro, der teuerste 930 Euro – damit liegt der Unterschied bei 320 Euro.
- Resultate: Neben dem Testsieger schneiden drei weitere Kandidaten "vorbildlich" ab, drei "gut" und zwei "befriedigend".
Dem koreanischen Hersteller Hankook ist mit dem neuen Ventus evo ein Multitalent gelungen: Über sämtliche Testdisziplinen hinweg überzeugt der Reifen mit Fahrleistungen und Sicherheitsreserven auf höchstem Niveau. Auf nasser und trockener Fahrbahn erzielt er kurze Bremswege. Sein Einlenkverhalten und die Rückmeldung sind präzise und verbindlich.
Der Ventus evo ist der einzige Reifen im Test, der im Nässekapitel eine 1- erzielt. Im Trockenen und Gelände erhält er jeweils die Note 2+. Er setzt Bestmarken bei der Traktion auf Gras und Kies und ist im Nasshandling klar der Schnellste. Damit fährt der Neuling bereits den zweiten Testsieg der Saison ein: Bereits beim großen AUTO BILD-Sommerreifentest konnte er sich gegen 49 weitere Kandidaten in der Dimension 245/45 R 19 durchsetzen.
Alle Einzeldisziplinen auf nasser und trockener Fahrbahn haben wir auf dem Goodyear-Testgelände in Mireval (Südfrankreich) durchgeführt. Das Offroad-Handling fuhren wir auf der Rallyestrecke von Drive Control im nahe gelegenen Monteils.

Ein Team von Mechanikern und Technikern steht hinter unseren Testfahrern, damit alles rund läuft – wie hier beim Radwechsel.
Bild: Thomas Salt
Die Tests im Gelände
Abseits befestigter Straßen geht es hart zur Sache. Auf dem Handlingkurs mit losem Schotter setzt sich der Bridgestone mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 64,2 km/h und bester Fahrdynamik an die Spitze, dicht gefolgt von Goodyear und Kumho. Geht es um pure Traktion, zeigt der Hankook seine Krallen: Er deklassiert seine Konkurrenten auf nassem Gras und Kies deutlich. Auf Sand wühlt sich der Reifen von Falken am effektivsten durch, gefolgt vom Goodyear. Insgesamt beweisen die Hersteller eindrucksvoll, dass selbst SUV-Reifen in sportlicher 19-Zoll-Dimension auch abseits des Asphalts erstaunlich viel Vortrieb aufbauen können. Am Ende der Geländewertung liegen die Kandidaten von Bridgestone, Goodyear, Hankook und Kumho in Führung, mit Toyo und Giti bleibt man besser auf befestigter Piste.

Der Bridgestone Potenza Sport Evo zeigt das dynamischste Fahrverhalten aller Kandidaten auf der Schotterpiste.
Bild: Thomas Salt
Die Tests bei Nässe
Auf nasser Fahrbahn dominiert Hankooks Ventus evo und sichert sich sowohl beim Handling mit 89,1 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit als auch beim Bremsen aus Tempo 100 mit starken 50,2 Metern die Spitzenpositionen. Falken und Vredestein überzeugen mit kurzen Bremswegen, Bridgestone und Goodyear mit guter Dynamik und sicherer Seitenführung beim Handling. Der Giti kommt dagegen bei Nässe frühzeitig ins Rutschen, auch bei Aquaplaning bietet er nur geringe Reserven.

Beim Nassbremsen ist der Hankook das Maß der Dinge – er ist auch der einzige Kandidat, der im Nässe-Kapitel eine 1- erzielt.
Bild: Thomas Salt
Die Tests auf trockener Piste
Auf trockener Piste zählen vor allem die Fahrdynamik, Lenkpräzision und Seitenführung. Bridgestone absolviert den Handlingkurs am schnellsten (106,6 km/h) und glänzt mit bester Fahrdynamik, der Toyo folgt auf Position zwei. Mit verzögertem Lenkansprechen und schwacher Seitenführung fällt der Falken auf den letzten Platz zurück. Beim Bremsen kommt er dagegen nach exzellenten 32,51 Metern als Erster zum Stehen, hauchdünn gefolgt von Hankook (32,83 Meter) und Goodyear (32,85 Meter). Toyo und Giti liefern zwar die längsten Bremswege, bleiben aber im immer noch im guten Rahmen.

Auf dem Handling-Parcours liegt der Bridgestone mit überzeugender Fahrdynamik in Führung.
Bild: Thomas Salt
Allrad-Sommerreifen 255/45 R19 im Vergleich
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Der beste Reifen für moderne SUV mit Allradantrieb muss ein waschechter Alleskönner sein. Hankook meistert diesen enorm anspruchsvollen Spagat mit dem neuen Ventus evo am überzeugendsten und sichert sich den verdienten Testsieg. Aber auch Bridgestone Potenza Sport Evo, Vredestein Ultrac Pro und Goodyear Eagle F1 Asymmetric 6 liefern "vorbildliche" Leistungen auf allen Test-Untergründen. Hankook und Vredestein sind dabei mit jeweils 720 Euro pro Satz preislich besonders attraktiv. Auch wer sein Fahrzeug öfter abseits befestigter Straßen bewegt, findet in unserem Testfeld talentierte Wegbegleiter. Welcher Reifen am Ende zum persönlichen Favoriten wird, entscheidet vor allem aber das eigene Nutzungsprofil.

Für die Reifentester Dierk Möller (links) und Martin Westerhoff ist der Offroad-Kurs eine staubige Angelegenheit.
Bild: Thomas Salt
Hinweis
Diesen Test unterstützten Bridgestone, Falken, Giti, Goodyear, Hankook, Kumho, Michelin, Toyo und Vredestein. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie hier. Das Urteil "Vorbildlicher Reifen" wird von unseren Reifentestern an überzeugende Reifen vergeben, ist aber an keine Schulnote gebunden.
Testsieger des AUTO BILD-Allrad-Sommerreifen-Tests (2026): Hankook Ventus evo (255/45 R 19 104 Y)
Wissenswertes zu Allrad-Sommerreifen
Lassen sich die Testergebnisse auf eine andere Reifendimension übertragen?
Leider können die Ergebnisse unseres Tests der Dimension 255/45 R 19 nicht 1:1 auf eine andere benötigte Reifengröße übertragen werden – selbst dann nicht, wenn einzelne Parameter übereinstimmen (etwa Reifenbreite oder -durchmesser). Beispielsweise bietet eine höhere Seitenwand mehr Fahrkomfort durch bessere Dämpfung. Dadurch verändert sich jedoch das Lenk- und Kurvenfahrverhalten gegenüber der von uns getesteten Dimension. Zudem kann das gleiche Reifenmodell in einer abweichenden Größe auf andere Schwerpunkte hin konstruiert sein, wie etwa eine höhere Traglast, einen niedrigeren Rollwiderstand oder ein abweichendes Nässeverhalten. Die Testergebnisse können für andere Reifendimensionen nur als grobe Orientierung zur generellen Qualität der getesteten Reifenmodelle dienen. Tipp: In unserem Online-Archiv sind die Reifentests der vergangenen Jahre zu finden, in denen eventuell die benötigte Reifendimension getestet wurde.
Sind Ganzjahresreifen eine gute Alternative zu Sommerreifen?
Wer sich den saisonalen Reifenwechsel sparen möchte, kann stattdessen zu Ganzjahresreifen greifen. Auch wenn die synonym oft mit All Season bezeichneten Reifen bei den unterschiedlichen Witterungen nicht ganz an die Leistungen guter Spezialisten herankommen, bieten sie vor allem für kleinere, leichte Autos bis hin zur Kompaktklasse ausreichende Sicherheitsreserven. Die technische Entwicklung hat in den vergangenen Jahren bei diesem Reifentyp große Sprünge gemacht. Im AUTO BILD-Testarchiv sind zahlreiche Ganzjahresreifentests zu finden, die diesen Trend bestätigen. Zu beachten ist jedoch, dass die üblichen Ganzjahresreifentests von AUTO BILD Testkapitel bei Nässe, Trockenheit und Schnee umfassen – das Gelände-Kapitel ist eine Besonderheit dieses Tests.
Können Winterreifen noch bis in den Sommer weitergefahren werden, um beispielsweise das Restprofil zu nutzen?
Das sollte man keinesfalls tun. Bei stabilen Plus-Temperaturen sind Sommerreifen den Winterreifen deutlich überlegen, ermöglichen kürzere Bremswege und mehr Sicherheit bei Nässe. Daher ist dringend davon abzuraten, mit Winterreifen einfach weiterzufahren.
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