Für unseren Sommerreifen-Test haben wir 50 Modelle für Oberklasse-Limousinen wie den BMW 5er, die Mercedes E-Klasse und den Volvo S90 untersucht. In der Testgröße 245/45 R18 100 Y haben wir alle verfügbaren Reifenmarken auf dem Markt zusammengetragen – von A wie Avon bis Z wie Zeetex. Die Reifen wurden in verschiedene Kategorien eingeteilt: etablierte Premiummarken wie Bridgestone, Michelin, Goodyear, Pirelli und Continental, Markenreifen wie Hankook, Vredestein, Nokian, Yokohama, Kumho, Toyo sowie Zweit- und Drittmarken wie Firestone, Fulda, Kleber, Dunlop und Uniroyal. Auch aufstrebende Marken wie Apollo, Falken, Giti und Maxxis sowie Billigreifen mit kreativen Namen wie Rotalla, Tristar und Marshal wurden berücksichtigt. Ein runderneuerter Reifen namens King Meiler nahm ebenfalls am Test teil, fiel jedoch nach den ersten Prüfungen auf den letzten Platz und schied aus. (-> Hier finden Sie unsere aktuellen Sommerreifen-Tests!) AUTO BILD hat 2022 Sommerreifen in der Dimension 245/45 R 18 getestet. Die Ergebnisse sind weiterhin aktuell. Alle Infos finden Sie hier!

Sommerreifen-Test 2020
Ob sich bei den Sommerreifen in 245/45 R 18 die Markenprofile gegen Billigware durchsetzen, deckt der Test auf.
Bild: AUTO BILD
Sommerreifen-Test 2020: Sicherheit hat ihren Preis

In der ersten Test-Runde geht es ausschließlich um die Bremswege. Gebremst wird aus 80 km/h auf nasser und aus 100 km/h auf trockener Piste. Erwartungsgemäß landen hier die teuren Marken vorn (Sicherheit hat ihren Preis). Für Überraschung sorgen die preisgünstigen Reifen von Laufenn (Zweitmarke von Hankook), Zeetex und Maxxis. Enttäuschend dagegen das schlechte Ergebnis des Premiumherstellers Pirelli, der mit seinem in die Jahre gekommenen P Zero nur auf dem 25. Platz landet. Parallel findet sich mit gleicher Dimension ein neuerer P Zero PZ4 im Lieferprogramm, der bei unserem letzten Test in gleicher Dimension deutlich besser bremste.

Bridgestone und Michelin sind in den Bremstests vorn

Wie groß die Unterschiede bei den Bremswegen sind, und wie gravierend die Auswirkungen sein können, verdeutlicht folgendes Beispiel: Würde ein mit dem besten Bremsreifen bei Nässe bestücktes Fahrzeug (A) vor einem Fahrzeug mit dem schwächsten Reifen (B) fahren (mit Tempo 80) und beide gleichzeitig zu einer Vollbremsung gezwungen sein, würde das Fahrzeug B mit einer Restgeschwindigkeit von 46,3 km/h auf das Heck von Fahrzeug A prallen. Der kürzeste Bremsweg bei Nässe wurde im Test mit den Sommerreifen von Bridgestone gemessen (28,7 Meter), der längste Bremsweg mit den runderneuerten King Meiler-Reifen (43,2 Meter). Auf trockener Piste liegen die Reifen von Michelin vorn (Bremsweg aus 100 km/h: 32,1 Meter), Schlusslicht sind auch hier die Reifen von King Meiler (41,0 Meter).

Nur die 20 besten Sommerreifen kommen ins Test-Finale

Der Bremstest ist allerdings wie bereits erwähnt nur die Vorrunde unseres Sommerreifen-Tests. In den eigentlichen Test kommen nach diesem Sicherheitscheck nur die besten 20 Reifen (addierte Bremswege aus beiden Bremstests). Dort warten weitere Disziplinen wie der Aquaplaning-Test, der Handling-Test auf nasser und trockener Piste sowie die Messung der Geräuschentwicklung.
Im abschließenden Kosten-Check werden noch der Rollwiderstand gemessen und die erreichbare Laufleistung kalkuliert. Der Rollwiderstand hat einen direkten Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch. Ob auch teure Reifen wirtschaftlich sind, zeigt sich, wenn man den Preis ins Verhältnis zur Laufleistung setzt. So können sich teurere Reifen wie der Continental Premium Contact 6 (ca. 575 Euro pro Satz) und der Goodyear Eagle F1 (ca. 480 Euro pro Satz) durchaus rechnen, während der Michelin Pilot Sport 4 (ca. 665 Euro pro Satz) in dieser Disziplin auf dem letzten Platz landet.
Sommerreifen-Testsieger 2020 werden am Ende die Reifen von Continental (Premium Contact 6) und Goodyear (Eagle F1 Asym. 5). Der Continental erhält zudem das Siegel "Eco-Meister" für die beste Wirtschaftlichkeit. Vorbildlich sind darüber hinaus auch die Reifen von Michelin (Pilot Sport 4), Vredestein (Ultrac Vorti), Apollo (Aspire XP), Nexen (N'Fera Sport) und Falken (Azenis FK510).
Unser Test wurde unterstützt von Bridgestone, Continental, Hankook, Laufenn, Nexen und Vredestein. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie hier.