Lkw parkt abends in zweiter Reihe auf einer Raststätte

6000 neue Lkw-Parkplätze bis 2017

— 05.02.2015

Mammutprojekt für Brummis

Bis Ende 2017 sollen 6000 neue Lkw-Parkplätze an deutschen Autobahnen entstehen. Der Bund investiert dafür rund 500 Millionen Euro.

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'Brauchen wir mehr Brummi-Parkplätze?'

(dpa/sb) Autofahrer kennen die Situation: Wer abends eine Raststätte an deutschen Autobahnen anfährt, stößt auf ein Chaos aus kreuz und quer geparkten Lkw. Oft stehen die Brummis direkt hinter der Einfahrt, im schlimmsten Fall unbeleuchtet, oder in zweiter Reihe, weil die Trucker einfach keinen Parkplatz mehr finden, ihre Ruhezeiten aber Einhalten müssen. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will deshalb die Zahl der Lkw-Parkplätze an deutschen Autobahnen in der laufenden Legislaturperiode um 6000 erhöhen.
Überfüllte Lkw-Parkplätze: Kompaktparken als Lösung

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt: "Mehr Lkw-Parkplätze bedeuten mehr Sicherheit".

"Im letzten Jahr haben wir bereits über 2000 neue Parkplätze in Betrieb genommen, 4000 weitere sind in Bau oder Planung", erklärte Dobrindt in Berlin. 1800 würden 2015 in Betrieb genommen. "Das erleichtert es den Lkw-Fahrern, ihre notwendigen Pausen rechtzeitig einzulegen. Vor allem aber sorgt es für mehr Verkehrssicherheit", betonte Dobrindt. Bisher stehen laut Ministerium rund 43.000 Lkw-Parkplätze auf Rastplätzen zur Verfügung. Für den Bau von Rastanlagen stellt der Bund den Ländern von 2013 bis 2017 rund 500 Millionen Euro zur Verfügung. Schwerpunkte beim Ausbau der Tank- und Rastanlagen seien das Sauerland an der A45, das Kraichgau an der A6, Kassel an der A7 oder Fürholzen an der A9.
Überfüllte Lkw-Parkplätze: Telematik soll helfen

Hinweisschilder für Lkw-Fahrer an der A6 sollen zu freien Parkplätzen leiten.

Außerdem sollen neue Telematiksysteme die Parkplatzsuche für Brummi-Fahrer erleichtern und intelligent steuern. Seit August 2014 will  Baden-Württemberg der Parkplatznot für Lkw auf Autobahn-Raststätten mit einem neuen Leitsystem begegnen. Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) startete dazu bei Bad Rappenau ein Pilotprojekt, das nach seiner Darstellung bislang einzigartig ist in Deutschland: Das System an der A6 (Mannheim-Heilbronn-Nürnberg) zählt an Autohöfen einfahrende Lastwagen und zeigt verbleibende Stellplätze auf einer Tafel über der Autobahn an. Bereits in der vorangegangenen Legislaturperiode unter dem damaligen Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hatte der Bund 480 Millionen Euro an die Länder überwiesen, um 11.000 neue Lkw-Parkplätze in vier Jahren zu bauen.

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