Aircold-Winterfest in Kuhstedt-Siedlung

Aircold-Winterfest in Kuhstedt-Siedlung

— 18.01.2006

Burn die Winterzeit!

Motoraver, Chromjuwelen und die "Tuning und Kult"-Fraktion von autobild.de auf groer Fahrt. Ein Erlebnis(bericht). Plus Roadmovie.

Das Motto: "Spne geben!"

/ Manchmal wei man einfach nicht, wo man anfangen soll. Weil man einen hllisch guten Tag verbracht hat und es eigentlich viel zu viel zu erzhlen gibt. Von unglaublich netten Leuten, coolen Drifts, Burnouts und Donuts, von fetten Karren und abgefuckten Ratten, Johnny Cash und Reifenspuren auf einsamen Landstraen kurz: von einem absolut lssigen Ride zum Aircold-Winterfest von German-Aircult in Kuhstedt-Siedlung. Hm. Am besten, man fngt ganz vorne an.

Samstag mittag, auf einem verlassenen Hinterhof irgendwo in Hamburg-Wilhelmsburg. Ein paar Autowracks, die trge dmpelnde Elbe, eine verrostete Tonne, in der jemand Papier verbrannt hat und aus der sich Rauchschwaden gen Sonne kringeln. Hier, auf dem stylischen Hof der Redaktion des Motoraver Magazine, treffen wir uns, um zum Aircold zu blasen und ein dickes, fettes Video von dieser Aktion zu drehen.

Wir, das sind: das Team von autobild.de Tuning und Kult mitsamt Haus-und-Hof-Movie-Man Christian Suhr, ein paar Motoraver-Jungs und die Macher der Chromjuwelen Tuning-Szenen, vereinigt euch! Die Karren: ein 76er Ford Granada I mit 2,8-Liter-Maschine (160 PS) von Motoraver Helge Thomsen; ein Benz W123 Coup, Bj. 1977, mit 4.5-V8 (218 PS) aus der W116 S-Klasse von Ulrich "Ulle" Koch (ebenfalls Motoraver); ein Opel Kadett B von 1972 (55 PS) von Patrick "Paddel" Nix (noch ein Motoraver); ein Mercedes-Benz 300 SEL (W109), Bj. 1970, mit 3,5-Liter-Achtzylinder von Chromjuwel Christopher Stegemann. Das Motto: "Kick Ass: Zusammen Spne geben und die Winterzeit burnen!". Denn man los.

Das Pin-up-Girl baumelt im Takt

"Maike, fahr bei Ulle mit!" Ulle cool, das war der 123er, rein in die Schleuder. "Ist Johnny Cash okay?" Aber sicher. Der V8 liefert die Bsse zu "Personal Jesus", die Sonnenbrille jault dazu vor Vergngen ber den ersten Einsatz des Jahres, vom Innenspiegel baumelt eine Karte mit Pin-up-Girl im Takt. Bingo!

Wir cruisen im Konvoi ber die Autobahn Richtung Bremen; Kameramann Christian hngt aus dem Schiebedach der S-Klasse, ich mit dem Fotoapparat aus dem Beifahrerfenster des 123 bis der E-Heber die Ohren anlegt und die Scheibe nicht mehr runterfahren will. Na ja, das Auto hat halt schon ein paar Tage aufm Buckel ...

Also quetsche ich mich zu Paddel und seinem Kumpel Holger in den Kadett. Auch hier luft Johnny Cash, auch hier darf die Mieze natrlich nicht fehlen nur da sie nicht vom Innenspiegel baumelt, sondern auf der Instrumententafel klebt. Als ich eben zu berlegen beginne, ob ich wirklich umgestiegen bin, gibt Paddel Gas gut, das klang bei Ulle anders (niemals in diesem 123er Benz Fenster oder Tren ffnen, wenn man geruschempfindlich ist!). Der 1,2-Liter des Opel wimmert, die Motorhaube bebt und wir schieen los, den anderen hinterher, ans Ende der Welt.

VW Bulli T1 gegen Ford Granada

"Geh zum Pinkeln nicht zu weit, sonst fllst du runter!" Ein gutgemeinter Rat, wre die Erde eine Scheibe. Gegen halb vier sind wir in Kuhstedt-Siedlung aufgelaufen: ein paar Huser irgendwo bei Zeven, eine Idylle aus Wiesen, Wldern und kleinen Landstrchen.

Hier haben die Brder Kai und Keule das German-Aircult-Winterfest "Aircold" organisiert. Gut 50 Leute und halb so viele Autos haben sich auf den Weg in die Wildnis gemacht. Vor einer Scheune parken ein paar fiese Ratten (Fachjargon fr bewut runtergerockte Karren) , einige wunderschne Typ 3 und jede Menge T1. Zum Beispiel der von Olli Bretag: Ein tiefergelegtes Modell von 1965, mit neuen Bremsen, selbstgebauten Achsen (hinten Schrglenker, vorn verstellbar) und aufgebohrtem Motor. Aus 1,6 Litern hat Olli 1,8 und 100 PS gemacht. Was er sonst noch dran gebastelt hat? "Lackiert." In Gelb, denn "Gelb ist schn". Alle seine Autos sind gelb. Was heit alle? "Na ja, alle von meinen zehn, die fahren."

Das tut die gelbe Schleuder wie Hlle. Sagt Olli und fordert zum Beweis Helge und seinen Granada zum Duell. Die versammelte Truppe grinst Highnoon in Kuhstedt. Das Rennen steigt auf einer einsamen, leeren Landstrae. Aufs Zeichen schieen Granni und T1 ab, zurck bleiben eine Nasenladung verbranntes Gummi, schwarze Streifen auf dem Asphalt und verblffte Mienen: kein klarer Sieger.

Zurck auf dem Feten-Gelnde geht's in die Scheune Glhwein trinken, Videos gucken, rocken. Die Jungs pennen in ihren Bussen (brrrr!), wir machen uns irgendwann wieder zurck auf den Weg nach Hamburg. Glcklich, zufrieden und mit der Nase voll Benzingeruch.

Viele Bilder und mehr Infos zur Fahrt nach Kuhstedt-Siedlung gibt's natrlich in der Bildergalerie und im Video. Viel Spa!

Autor: Maike Horst

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