Alkohol am Steuer: Sicherheitstechnologie DADSS

Alkohol am Steuer: Neue Sicherheitstechnologie DADSS

— 09.06.2015

Wer trinkt, bleibt stehen

In den USA könnte der Alkoholgehalt im Blut bereits in fünf Jahren über den Atem oder eine Berührung gemessen werden. Das Auto startet dann nicht.

Video: Fahrtauglichkeitstest (2015)

Kiffen, Saufen, SMS!

Fast 10.000 Menschen sterben jedes Jahr in den USA, weil ein Autofahrer zu tief ins Glas geguckt hat. Das sagt die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA. Sie forscht deshalb seit 2008 gemeinsam mit einem Industrie-Konsortium an Technologien, die den Blutalkoholgehalt des Fahrers messen können. Jetzt haben die Entwickler zwei vielversprechende im US-Verkehrsministerium vorgestellt: Eine misst den Alkoholgehalt über den Atem, eine andere über Berührung. Liegt der Alkoholgehalt über den erlaubten 0,8 Promille (bei Fahranfängern bis 21 Jahre über 0,0 Promille), startet das Auto nicht.
Don't drink and drive: Dobrindt für Alkolocks

Beide Technologien nutzen die Spektralanalyse: Bei der Atem-Technologie wird die ausgeatmete Luft in einem Sensor, der an der Lenksäule oder in der Tür platziert sein kann, untersucht. "Kohlendioxid und Alkohol absorbieren unterschiedliche Wellenlängen des Lichts", heißt es im Erklär-Video (unten). So könne der Sensor das Verhältnis zwischen Kohlendioxid und Alkohol im Atem des Fahrers messen. Liegt es oberhalb einer bestimmten Grenze, ist der Blutalkohol zu hoch und das Auto bleibt stehen.

Alkohol absorbiert eine spezifische Wellenlänge im Licht. Und das kann man messen.

Ebenfalls über Spektralanalyse funktioniert die zweite Technologie. Hier wird allerdings nicht der Atem analysiert, sondern direkt der Alkoholgehalt im Blut – über Berührung. Ein Sensor, der beispielsweise im Startknopf sitzen kann, schickt einen Lichtstrahl in den Finger. Auch hier absorbiert der Alkohol im Blut eine spezifische Wellenlänge dieses Lichts, und die Lichtintensität in einem bestimmten Spektrum lässt Rückschlüsse über den Blutalkoholgehalt zu.

Marktreife schon in fünf Jahren?

Laut NHTSA ist das Ganze mehr als nur eine Zukunftsvision: Bereits in fünf Jahren könnte das Driver Alcohol Detection System for Safety (DADSS) marktreif sein und genau wie ein Spurhalteassistent als Sicherheitsfeature bestellt werden. 

Autor: Maike Schade

Stichworte:

Alkohol am Steuer

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