Audi Prologue A9 LA 2014: Fahrbericht zum künftigen Audi A9

Audi Prologue A9 LA Autoshow 2014: Fahrbericht

— 21.11.2014

Erste Fahrt mit dem künftigen Audi A9

Unterwegs in Beverly Hills mit dem 605 PS starken Audi Prologue. Lesen Sie bei AUTO BILD zuerst den kompletten Fahrbericht!

So schnell kann es gehen. Eben erblickte der Audi Prologue auf dem Messestand der LA Auto Show das Licht der Welt, jetzt steht er in Beverly Hills auf dem Asphalt, bereit für eine erste Fahrt. Bemerkenswert wie seriennah die Studie neben all den anderen parkenden Autos vor dem Hotel wirkt. In diesem alltäglichen Bild ist der Prologue weniger Studie, sondern viel mehr der künftige Audi A9. Ein Strich mit dem Finger über das Smartphone öffnet die Tür. In der Zukunft der Ingolstädter gibt es keine Schlüssel, der Wagen erkennt seinen Besitzer am Mobiltelefon. Vorsichtig Platz nehmen, denn die hellen Ledersitze sind teure Einzelstücke und die Reinigung extrem aufwendig. 

OLED-Folie: Weltpremiere im Cockpit

Video: Audi A9 Fahrbericht

So fährt der Audi A9 Concept

Über einen Schalter in der Mittelkonsole erwacht der 4,0-Liter-V8 mit 605 PS zum Leben, blubbert und brabbelt kurz, bevor er ruhiger wird. Auf dem Display hinter dem Lenkrad erscheint die zukünftige Generation der Bedieneinheit MMI mit 3D-Animation. Sie beteiligt – anders als beim aktuellen Audi TT – auch den Beifahrer am Infotainment-System. Auf dem langen Bildschirm, der über dem Handschuhfach wie eine Armaturenblende aussieht, lassen sich zum Beispiel Routen programmieren oder Musik anwählen. Vor dem Wählhebel der Achtstufen-Tiptronic richtet sich der OLED-Touchscreen (organic light emitting diodes) auf. Eine Weltneuheit, wie Audi nur beiläufig erwähnt. Das dünne Display steigt wie eine Welle an, ist flexibel und biegsam. Daher kann das Handgelenk beim Bedienen auf dem Wählhebel ruhen. Fahrzeugfunktionen wie Klimaanlage, Sitzheizung, Luftverteilung, aber auch Medien lassen sich so zielsicher mit dem Finger anwählen. Der Rückwärtsgang wird mit einem Druck des Handballens eingelegt. Die Fingerkuppen pressen sich durch "N" und "D". Los geht’s!

Dieser Audi blubbert wie ein Musclecar

Luft nach oben: Die Keramikbremsen könnten in der Serie noch eine Spur bissiger zupacken.

Beim Druck auf das Gaspedal stellen sich die Nackenhaare auf. Was für ein grandioser Sound! Wer dachte, Musclecars kommen nur aus den USA, der muss dieses Blubbern und Dröhnen hören. Die Abgasanlage ist eine Eins plus mit Sternchen. Vollgas ist nicht drin, da die Fahrt durch die Wohngebiete von Beverly Hills nur mit Polizei-Eskorte gestattet wurde. Daher lässt sich beim ersten Eindruck auch der Allradantrieb nicht richtig erfahren. Aber immerhin, wir dürfen den Wagen schneller als 25 km/h bewegen. Bei anderen Studien oft undenkbar. Denen hat der A9 viel voraus: Nichts knistert im Cockpit, was auch dem sanft dämpfenden Luftfahrwerk zu verdanken ist. Nur ein paar aufgewirbelte Steinchen im Radkasten sind zu hören. Die Armaturen, Schalter und Hebel unterstreichen bereits in diesem frühen Stadium den Anspruch der Ingolstädter, Haptik-Meister zu bleiben. Eine beachtliche Leistung, da der gesamte Wagen in nur sieben Wochen entstand. Wenigstens eine verzögerte Gasannahme zeigt, dass der Audi noch ein Stückchen von der Serie entfernt ist.

Sitzprobe Audi A9 Coupé Concept

Starke Gerüchte am Rande der Fahrveranstaltung

Während der Fahrveranstaltung durch Beverly Hills pfeifen es die Spatzen schon von den Dächern: Unter dem Prologue steckt nicht wie ursprünglich vermutet die Plattform der aktuellen Oberklasse, sondern bereits die technische Basis des neuen Audi A8, der Ende 2015 gezeigt wird. Und die kann 2017 nicht nur als zweitüriges A9 Coupé, sondern auch als viertüriges A9 Sportback Karriere machen.
Robin Hornig

Fazit

Beeindruckend, wie ausgereift das Auto nach so kurzer Entwicklungszeit ist. Es wächst die Hoffnung, dass möglichst viele Details der Studie in Serie gehen und aus dem Prologue endlich ein richtiger A9 wird.

Stichworte:

Studie

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