Auto fahren im Winter

Zehn Tipps – Auto fahren im Winter Zehn Tipps – Auto fahren im Winter

Auto fahren im Winter

— 14.10.2010

Zehn Tipps für die kalte Jahreszeit

Darf ich jetzt noch mit Sommerreifen fahren? Und was ist, wenn ich nur ein Guckloch freikratze? AUTO BILD gibt zehn Antworten – damit in der kalten Jahreszeit alles glattgeht.

1. Reicht ein kleines Guckloch? Okay, Sie sind spät dran. Große Lust, in der klirrenden Kälte die Scheiben freizukratzen, haben Sie auch nicht. Aber es muss sein! Laternenparker haben alle Scheiben und Spiegel von Schnee und Eis zu befreien. Wer mit kleinem Guckloch losfährt, zahlt zehn Euro Strafe – und riskiert den Versicherungsschutz, wenn’s kracht. AUTO BILD empfiehlt übrigens Scheibenenteiser aus der Sprühflasche – so gibt’s keine Kratzer in der Scheibe.

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2. Muss ich Frostschutz im Scheibenklar haben? Im Sommer reicht Geschirrspülmittel, im Winter muss es frostsicherer Wischwasserzusatz sein – das sagt der Gesetzgeber. Und so mixen Sie richtig: Bei einer Kühlwassermenge von fünf Litern 1,7 Liter Frostschutz und 3,3 Liter Wasser nehmen, das reicht für Kälteschutz bis minus 20 Grad. Im Zweifelsfall die Angaben auf der Frostschutzflasche beachten, es gibt unterschiedliche Konzentrate.

Kleiner Helfer, große Wirkung: Ohne Handfeger wird das Freilegen hier mühsam.

3. Was sollte ich im Winter im Auto haben?
Ein Eiskratzer, am besten in Verbindung mit einem Schneebesen (etwa fünf Euro), ist ein Muss. Wir empfehlen außerdem Scheibenenteiser (500 ml kosten etwa fünf Euro). Nur in der Jackentasche aufbewahrt, macht ein Türschlossenteiser Sinn. Ein kleines Fläschchen kostet etwa zwei Euro.

4. Kennzeichen freikratzen? Das Nummernschild an Ihrem Auto muss gut lesbar sein – vorn und hinten. Wenn das Kennzeichen von Schnee oder Schmutz verdeckt ist, droht sogar ein Bußgeld. Deshalb: regelmäßig säubern. Das gilt auch für die Beleuchtung. Wer seine Scheinwerfer von Schnee und Schmutz befreit, sieht mehr. Und wer die Rückleuchten regelmäßig säubert, wird vom Hintermann besser gesehen.

5. Sind Winterreifen jetzt Plicht? Jein! Der Gesetzgeber sagt: "Bei Kraftfahrzeugen ist die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen." Das heißt: Liegt Schnee, sind Winterreifen unerlässlich. Wer sich nicht daran hält, zahlt 20 Euro, wer den Verkehr behindert sogar 40. Übrigens: Winterreifen erkennt man am Schneeflocken-Symbol.
6. Wer zahlt beim Unfall mit Sommerreifen? Crash bei Schnee mit Sommerreifen – auweia! Können Versicherungen grobe Fahrlässigkeit nachweisen, erlischt im schlimmsten Fall der Kasko-Schutz, die Haftpflicht zahlt laut Versicherungs-Verband immer. AUTO BILD empfiehlt: Bei Schnee nur mit Winterreifen fahren, im Zweifelsfall Auto stehen lassen.

Gewusst wie: Vor dem Start in den Tiefschnee sollte das Anlegen "trocken" geübt werden.

7. Schneeketten – wo sind sie Pflicht? Paragraph 268 der Straßenverkehrsordnung besagt: Ab hier sind Schneeketten Pflicht, mindestens auf zwei Antriebsrädern einer Achse. Wer sich nicht daran hält, zahlt ein Bußgeld – auch dann, wenn überhaupt kein Schnee liegt. Übrigens: Mit Schneeketten darf man höchstens 50 km/h schnell sein.

8. Wann darf ich die Nebelschlussleuchte einschalten? Nur bei Nebel, nicht bei Schneefall oder Regen, die Sichtweite muss weniger als 50 Meter betragen. Mit eingeschalteter Nebelschlussleuchte nicht schneller als 50 km/h fahren. Übrigens: Das Symbol rechts steht für Nebelschlussleuchte, das linke für Nebelscheinwerfer.

Das kann teuer werden: Unnötiges Warmlaufenlassen kostet zehn Euro Bußgeld.

9. Darf ich den Motor warmlaufen lassen? Das machen nur Stinker! Und zahlen, wenn sie erwischt werden, zehn Euro Bußgeld. AUTO BILD rät: Erst Scheiben freikratzen, dann den Motor starten und wegfahren. Übrigens: Ein Motor, den man warmlaufen lässt, verbraucht mehr, verschleißt schneller.
10. Wer zahlt, wenn Eisbrocken auf mein Auto fliegen? Fliegende Eisbrocken sind ein Problem. Deshalb gilt zweierlei: Das eigene Auto komplett von Schnee und Eis befreien. Fährt ein Lkw voran, viel Sicherheitsabstand lassen. Verursachen fliegende Eisbrocken Schäden: Kennzeichen merken, die Haftpflicht zahlt.

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