Automatikgetriebe: Getriebeölwechsel

Ölschlauch lösen Adapter einsetzen

Automatikgetriebe: Tipps zum Getriebeölwechsel

— 01.12.2010

Sauber schalten dank Chemie

Der Wechsel eines Automatikgetriebes kostet ein paar Tausend Euro – dabei ist nicht immer gleich ein Austausch nötig. AUTO BILD zeigt, wie es gegebenenfalls deutlich billiger geht: durch Getriebeölwechsel.

Das Problem: Ruckelige oder verzögerte Gangwechsel – das kommt bei den Automatik-Getrieben der besten Familien vor. Am Anfang ist es oft nur ein vages Gefühl: Die Schaltpunkte des Getriebes stimmen nicht mehr, der leichte Ruck, der dem Fahrer den Wechsel in den nächsten Gang signalisiert, kommt zu spät. Besonders ausgeprägt ist dieses Verhalten bei kalten Temperaturen. Ein möglicher Grund: Das Öl im Automatikgetriebe altert mit der Zeit, die Viskosität, also die Zähigkeit des Öls, verändert sich. Das kann zu Schaumbildung und Öl-Schlamm im Automatikgetriebe führen – und so für verzögerte Schaltpunkte sorgen. Die Lösung: Das alte Automatikgetriebeöl muss raus. Vor dem Wechsel aber den Füllstand des Getriebeöls kontrollieren. Denn es kommt oft vor, dass die Ursache für die Schaltfaulheit an einem zu niedrigen Pegelstand liegt.
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Schaltet das Automatikgetriebe nicht mehr so wie gewohnt, kann es an verdrecktem Getriebeöl liegen.

Gemessen wird bei laufendem Motor und einer vom Hersteller festgelegten Temperatur. Prüft die Werkstatt bei stehendem Triebwerk oder falscher Temperatur, scheint alles okay zu sein, obwohl in Wirklichkeit zu wenig Flüssigkeit im Automaten steckt. Stimmt der Pegel, wird ein Reinigungsadditiv in den Ölkreislauf gegeben. Jetzt ist es wichtig, eine Runde mit dem Auto zu drehen. Dabei sollten alle Gangstufen durchgeschaltet werden, nur so erreicht der Reiniger das komplette Getriebe. Der nächste Schritt ist eine gründliche Spülung. Dafür wird ein Reinigungsgerät zwischen Getriebe und Ölkühler geklemmt. Anschließend altes Öl ablassen und das Automatikgetriebe mit frischem Öl auffüllen. Der Rat: Getriebeöl, Reiniger und Arbeitslohn – die Kosten summieren sich schnell auf 250 bis 500 Euro. Wer so viel Geld ausgibt, sollte sicher sein, dass kein mechanischer Fehler die Ursache für das Getriebeproblem ist: Hier hilft nur eine kompetente Werkstatt. Weitere Infos unter umss.de.

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Tipp von Tobias Holzinger von MTH-Autotechnik in Nordhastedt

Tobias Holzinger von MTH-Autotechnik in Nordhastedt (Kreis Heide) empfiehlt, auch immer die Filter mitzutauschen.

Vor dem Ölwechsel ist die Reinigung des Automatikgetriebes zu empfehlen. Es ist besser, wenn das frische Öl nicht auf alte Ablagerungen trifft und so gleich wieder an Qualität einbüßt. Auch nach Arbeiten an der Servolenkung ist eine Spülung vor dem Auffüllen mit neuem Servo-Öl angebracht. Übrigens, kocht das Kühlwasser ständig über, kann es an einem zugesetzten Kühlernetz liegen. Auch hier kann eine Reinigung das Temperatur-Problem beheben. Noch ein Tipp zum Getriebeölwechsel: immer den Filter mittauschen. Sie ziehen ja schließlich auch keine alten Socken über Ihre gewaschenen Füße.

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