So funktioniert das autonome Fahren

Autonomes Fahren – was ist möglich, was erlaubt? Autonomes Fahren – was ist möglich, was erlaubt? Autonomes Fahren – was ist möglich, was erlaubt?

Autonomes Fahren in Deutschland

— 08.07.2016

Autonome Teststrecke bei Karlsruhe

Nach Bayern und Niedersachsen plant auch Baden-Württemberg eine Teststrecke fürs autonome Fahren. Zentrum wird Karlsruhe, Anbindungen soll es nach Bruchsal und nach Heilbronn geben.

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'Würden Sie dem Computer das Steuer überlassen?'

(dpa) Karlsruhe wird Zentrum eines Testfeldes für autonomes und vernetztes Fahren. Das hat das Verkehrsministerium des Landes Baden-Württemberg entschieden. Vom Wohngebiet mit Radfahrern bis zur Bundesstraße mit gegebenenfalls Landmaschinen sollen in sämtlichen denkbaren Verkehrsszenarien autonome Pkw, Busse und Nutzfahrzeuge getestet werden. Dazu kommen zwei Anbindungen auf der Autobahn nach Heilbronn und nach Bruchsal. 2016 wird mit den notwendigen Vorarbeiten begonnen, 17 Monate später sollen die ersten Tests starten. Federführend stecken die in der Region ansässigen Forschungseinrichtungen für Technik hinter dem Projekt, zum Beispiel die Hochschule Karlsruhe.

Gleiches Bild in Niedersachsen   

Niedersachsen plant ebenfalls eine Teststrecke füs autonome Fahren auf der Autobahn: Das Bundesland will die drei Städte Hannover, Braunschweig und Salzgitter auf A2 und A7 mit einem Testring verbinden, auf dem Autos allein vom Computer gesteuert fahren können. Das kündigte der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) in der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" am 13. Juni 2016 an. Das geplante Testdreieck entsteht auf der A2 zwischen Braunschweig und Hannover, der A7 zwischen Hannover und dem Dreieck Salzgitter und auf der die A39 zwischen Salzgitter und Braunschweig. Auch das Stadtgebiet von Braunschweig soll einbezogen werden. Insgesamt ist ein mehr als 270 Kilometer langer Ring geplant. Die Strecken sollen bis 2018 schrittweise mit der nötigen Technik ausgerüstet werden, so der Plan.

So funktioniert das autonome Fahren

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FAQ: So funktioniert das autonome Fahren

Beim autonomen Fahren wird das Auto nicht vom Fahrer, sondern von einem Computer gesteuert, Sensoren und Kameras erfassen dafür die Umgebung und verarbeiten die Daten. Außerdem wird auf die Vernetzung der Wagen gesetzt: Autos tauschen sich mit anderen Autos, mit Ampeln und anderen Infrastruktursignalen aus.

A9 wird zur autonomen Autobahn hochgerüstet

In Bayern gibt es bereits seit vergangenem Jahr auf der A9 eine Teststrecke fürs autonome Fahren. Zwischen München und Nürnberg wird die A9 mit Radarsensoren für vernetztes Fahren ausgerüstet. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), Infineon-Chef Reinhard Ploss und Siemens-Manager Jochen Eickholt unterzeichnetetn dazu in München einen entsprechenden Vertrag. Die Radarsensoren sollen Verkehrsdichte, Tempo, Abstand und andere Bewegungsdaten der Fahrzeuge anonym in Echtzeit messen. Die Vernetzung der Daten von Straße und Autos über Mobilfunk soll das Fahren schneller und sicherer machen und Staus vermeiden. Dobrindt sagte: "Die A9 in Bayern wird die erste intelligente und volldigitalisierte Straße." Für die Erprobungsphase liefert Infineon die Sensor-Chips, die Siemens dann in Messgeräte einbaut und entlang der Autobahn installiert. Rund zehn Anlagen sollen nächstes Jahr in Betrieb gehen. Alle gesammelten Bewegungsdaten werden im Internet offen zur Verfügung gestellt. App-Entwickler können damit digitale Anwendungen für das vernetzte Fahren entwickeln.
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Mehr Verkehrssicherheit durchs autonome Fahren

965 Kilometer autonomes Fahren

Bei dem geplanten Versuchsring in Niedersachsen sieht Minister Lies keine Sicherheitsrisiken für andere Fahrer, obwohl die beiden Autobahnen zu den meistbefahrenen Strecken in Deutschland gehören. "Der Weg vom unterstützten zum automatisierten Fahren ist der Weg zu mehr Verkehrssicherheit", sagte er. Rechtlich sei der Fahrer eines automatisierten Autos verpflichtet, das Fahren zu überwachen und jederzeit eingreifen zu können. Federführend bei dem Projekt seien das Land Niedersachsen und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das über eine Verkehrsforschungsabteilung verfügt. Das Testfeld soll nach seinen Worten mit Volkswagen und Continental aufgebaut und betrieben werden.

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