BMW / CES 2014: Mitfahrt im autonomen Auto

BMW ConnectedDrive: Mitfahrt im autonomen Auto

— 07.01.2014

Wie von Geisterhand

Auf dem Las Vegas Speedway hat BMW einen 2er und einen 6er autonom fahren und driften lassen. AUTO BILD war dabei. Mit Video!

Ohne Hnde, ohne Hnde! Der Fahrer musste nicht eingreifen.

Halten wir fest: Der Mensch glaubt nur, was er sieht. Aber was er sieht, kann er manchmal kaum glauben. Das Thema autonomes Fahren begleitet uns nun schon seit einiger Zeit. Frher so meinten wir als spleenige Idee von Ingenieuren mit Freizeitproblemen, heute als konsequente Vernetzung aller megaklugen Systeme im Automobil. Dabei kann so ein autonomes Ding brav ber Land cruisen, so wie vor ein paar Monaten die S-Klasse auf den Spuren von Bertha Benz. Was eine unglaubliche Meisterleistung menschlichen Forschungsgeists war. Spektakulrer, weil gnadenlos auf die Spitze getrieben, ist zweifellos das, was uns BMW jetzt im Rahmen der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas prsentierte.

Der Fahrer musste nur den Startknopf drcken

Video: BMW ConnectedDrive

Mitfahrt im autonomen Auto auf der CES 2014

Tatort der rasanten Geisterfahrt war der Las Vegas Speedway vor den Toren des Spielerparadieses in Nevada. In akribischer Fleiarbeit haben die BMW-Ingenieure die Rennstrecke ber Tage genauestens vermessen, jeden Kurvenradius ins System zweier Testwagen programmiert, die Reibwerte des Asphalts penibel analysiert. So konditioniert, konnten wir auf dem Beifahrersitz die Fahrknste eines digitalen Rennfahrers bewundern, der mit der mit den Talenten gleich mehrerer Sebastian Vettels gesegnet war. Zwar sa auf dem Fahrersitz jeweils ein BMW-Mann sicher ist sicher mehr als den Startknopf drcken musste er aber nicht.

Autonome Mercedes S-Klasse "Intelligent Drive"

Der virtuelle Fahrer lie die BMW prchtig driften.

Wie von Geisterhand gesteuert, spulte das Superhirn des Testwagens sein vorher einstudiertes Programm ab. Zu Hundert Prozent reproduzierbar, Runde fr Runde. Kollege Computer suchte die Ideallinie und fand sie natrlich auch, denn sie wurde ihm ja schlielich vorher eingeimpft. Er gab beherzt Gas, lenkte mit Verstand ein, nicht zu viel und nicht zu wenig, eben gerade richtig. Und in den Kurven, die BMW vorher gewssert hatte, legte der Bursche vllig unbeeindruckt einen filmreifen Drift nach dem anderen aufs Parkett, die so nur wirkliche Knner beherrschen.
Autonomes Fahren: Jeder Dritte wrde mitfahren

Kurzum: der unsichtbare Kerl fhrt wie eine Maschine, was er ja auch ist. Nicht angetrieben von falschem Ehrgeiz, sondern von den Befehlen seines Programmierers. Er kennt keine Mdigkeit und keine riskanten Manver, aber auch rationale Entscheidungen und Emotionen liegen ihm fern. Noch. Aber auch daran arbeiten die Techniker lngst. Wer wei, vielleicht erleben wir ja noch einen vollautonomen Monaco-Sieger, der seine Platinen mit Champagner khlt. 

Autor: Tomas Hirschberger

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Autonomes Fahren

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