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BMW/Skoda: Klein gegen groß im Vergleich

— 08.03.2012

Ist größer immer besser?

Der Skoda Oktavia RS gegen den Fabia Combi RS und der BMW 1er M gegen den M3. Wer gewinnt die Oberhand im jeweils hausinternen Duell: klein oder groß?

Als Fahrspaß-Retter in der Not für Familien, denen der Golf GTI zu klein geworden ist, hat sich der Skoda Octavia Combi RS zum etablierten Vernunftsportler gemausert. Starke und preiswerte Konkurrenz bekommt er aus den eigenen Reihen. Über 6000 Euro spart, wer sich stattdessen für den Fabia Combi RS entscheidet. Von Verzicht ist im kleineren Modell allerdings zunächst nichts zu spüren. Beide Testwagen stehen gut im Futter und unterbieten beim Sprint auf 100 km/h ihre Werksangaben – der Octavia um zwei, der Fabia gar um vier Zehntel. Energisch und rotzfrech spurtet der kleinere RS auf Augenhöhe mit seinem gewohnt souverän antretenden großen Bruder.

Überblick: Alle News und Tests zum Skoda Oktavia und Fabia

Der Skoda Octavia Combi RS ist ein etablierter Vernunftsportler. Dem kleinen Fabia fehlt der nötige Komfort, um zum Bruder aufzuschließen.

Der verfügt zwar beim optionalen Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe über eine Launch-Control, die allerdings viel Schlupf an den Vorderrädern zulässt. Der serienmäßig mit Siebengang-DSG ausstaffierte Fabia RS muss zwar ohne dieses Feature auskommen, rennt aber dessen ungeachtet munter los. Erst ab 160 km/h muss er den kräftigeren Octavia langsam ziehen lassen, bleibt aber stets in Schlagdistanz. Im Alltag macht sich der geräumigere Octavia schnell beliebt. Er bietet nicht nur mehr Platz, sondern auch den wesentlich erwachseneren Fahrkomfort. Geschmeidig bügelt sein Sportfahrwerk Unebenheiten glatt, softet Schläge gekonnt ab und beschert dem Familiensportler eine beruhigend bombensichere Straßenlage. Die Fahrsicherheit des Fabia ist ebenfalls über jeden Zweifel erhaben.

Hintergrund: So testet AUTO BILD

Dennoch wirkt der kompaktere Kombi bei schneller Autobahnfahrt teils taumelig – und federt spürbar hölzerner. Auf dem Sachsenring geht es schließlich um die Fahrdynamik. Beide Skoda treten auf dem gleichen Reifentyp an – gute Voraussetzungen also für eine faire Gegenüberstellung. Ein Manko haben beide: Heftige Bremsmanöver interpretiert der Bremsassistent als Notsituation und greift ins Geschehen ein, das Bremspedal fällt gen Boden und erschwert punktgenaues Verzögern. Im Ergebnis stellt trotzalldem der Octavia eindeutig die bessere Wahl dar.

Überblick: Alle News und Tests zum BMW M3 und 1er Coupé

Beim Duell BMW 1er Coupé gegen M3 macht eindeutig der kleinere der Beiden das Rennen. Der 1er bedient sich ungeniert im Teilelager des M3 – Bremsen, Fahrwerkskomponenten, Hinterachsdifferenzial sowie Räder und Reifen des 1er M stammen entweder direkt vom großen Vorbild oder werden in modifizierter Form verbaut. Mit dunklem Wummern stellt sich der M3 seinem aufmüpfigen Markenkollegen – kampflos wird er sich keinesfalls geschlagen geben. Selbst kurz vor seiner Ablösung fasziniert sein vier Liter großer V8 wie eh und je. Ansaugschnorcheln, Ventilrasseln und Drehfreude bis über 8000 Touren – Rennsport zum Anfassen. Frenetisch dreht er hoch, entfaltet seine Kraft mit unnachahmlicher Dramatik. Der optionale M-Performance-Auspuff aus Titan-Inconel verstärkt das Trompeten und fungiert dabei als klangintensivierendes Megaphon.

Ein Artikel aus AUTO BILD SPORTSCARS

Klangtechnisch fegt der M3 seinen kleineren Bruder geradzu vom Parkett. Schämen muss sich der 1er dennoch nicht.

Wummern hin oder her. Beim Preis hat der M3 gegenüber dem 1er das Nachsehen. Er ist über 17.000 Euro teurer. An der Zapfsäule liegt das 1er M Coupé gleichfalls vor dem V8, vor allem im Teillastbereich arbeitet es effizienter. Voll gefahren saugen allerdings beide ihre knapp bemessenen Super-Plus-Vorräte gierig leer und werden nach wenigen Hundert Kilometern zur leichten Beute für die TDI-Fraktion. Das dürfte jedoch für die meisten Fans Nebensache sein. Deshalb das Urteil, kurz und schmerzlos – der 1er M bietet am Ende mehr Fahrdynamik für weniger Geld. Die schlagkräftigsten Gründe pro M3 liefert dagegen das Herz.

Wie das jeweils interen Kräftemessen ausgeht, erfahren Sie in der Bildergalerie oben. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen lesen Sie als Download im Heftarchiv.

Autor: Frank Wiesmann

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