Ferrari geht an die Börse

Börsenstart: Investoren kaufen Ferrari-Aktien

— 21.10.2015

Ferrari rast an die Wall Street

Ferraristi können Anteile am Sportwagenhersteller kaufen: Erstmals werden Ferrari-Aktien an der New Yorker Börse gehandelt. Und sie steigen.

Ab sofort können Fans Anteilscheine an Ferrari kaufen: Die Aktie wird in New York gelistet.

(dpa/kbe/mb) Ferrari interessiert nicht nur Autofans, sondern auch Investoren. Am ersten Handelstag des neuen Papiers an der New York Stock Exchange griffen die Anleger zu. Am Nachmittag notierten die Aktien der Fiat-Chrysler-Tochter (FCA) gut neun Prozent über dem Ausgabekurs von 52 Dollar (46 Euro). Der italienisch-amerikanische Konzern hatte den Ausgabekurs der Papiere am oberen Ende der möglichen Preisspanne angesetzt. Als Aktiensymbol hat Ferrari den symbolträchtigen Buchstaben-Code RACE gewählt. Auf dem Börsenparkett dominierte die Ferrari-Farbe Rot. Händler trugen rote Hemden und Kappen, auch die Bildschirme waren im Ferrari-Stil eingefärbt.

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Bisher gehört die Nobelmarke zu 90 Prozent FCA und zu zehn Prozent Piero Ferrari, dem Sohn des Firmengründers Enzo Ferrari. FCA wirft neun Prozent der eigenen Ferrari-Papiere auf den Markt, mit der Option, ein weiteres Prozent an ausgewählte Investoren zu verkaufen. Bei einer Gesamtbewertung von 9,8 Milliarden Dollar nimmt Ferrari mit dem Börsengang so mindestens 893 Millionen Dollar ein. Im Januar will FCA die verbleibenden 80 Prozent an seine Aktionäre verteilen. Damit könnte jeder Fiat-Kleinaktionär Anteilseigner an der Nobelmarke werden.

Am ersten Handelstag belastete der relativ hohe Ausgabepreis der Ferrari-Aktien die Papiere der Muttergesellschaft Fiat Chrysler. Die zuletzt stark gelaufenen Aktien rutschten um bis zu 4,3 Prozent ins Minus. Seit Monatsbeginn haben sie mehr als 22 Prozent gewonnen.

Fiat will das eingenommene Geld in den Konzernumbau investieren. Geplant ist, den Marken Alfa Romeo und Jeep sowie der Ferrari-Schwestermarke Maserati zu neuem Schwung zu verhelfen. Bis 2018 will der Konzern seinen weltweiten Absatz auf sieben Millionen Fahrzeuge im Jahr steigern.

Branchenkenner: "Ferrari ist wachstumsschwach"

In der Rückschau war der Börsenstart eher holprig verlaufen. Bereits vor gut einem Jahr hatte die FCA angekündigt, die Sportwagentochter abzuspalten, doch dann zog sich das Ganze unerwartet lange hin. Ein Branchenkenner vom Analystenhaus Bernstein hat sich skeptisch über den möglichen Erfolg der Aktie geäußert. "Ferrari ist wachstumsschwach und verschlingt massive Technologie-Kosten", so der Analyst.

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