Bremsen-Test

Bremsen-Test

— 20.02.2012

Bremst Ihr Auto gut genug?

Im Notfall zählt jeder Meter. Doch bei der Bremsleistung sind die Unterschiede von Modell zu Modell oft riesig. autobild.de zeigt, welche Autos von mehr als 1000 Test-Fahrzeugen die kürzesten Bremswege erzielten und welche die längsten.

AUTO BILD untersucht bei jedem Fahrzeugtest auch die Leistung der Bremsen. Jedes Jahr kommen dabei Bremswerte zu mehr als 700 Fahrzeugen zusammen. Wir haben die Daten der Testjahrgänge 2010 bis 2012 analysiert und eine Rangliste der Autos mit den besten beziehungsweise schlechtesten Bremswerten zusammengestellt. In der Bildergalerie oben zeigen wir die Modelle mit den kürzesten und den längsten Bremswegen. Unter den Top 30: viele reinrassige Sportwagen. Kein Wunder, denn zum einen sind Sportler wegen ihrer vergleichsweise geringen Masse und des niedrigen Schwerpunktes bauartbedingt im Vorteil. Zum anderen passen Fahrzeughersteller die Bremsen in der Regel der Motorleistung und den erreichbaren Geschwindigkeiten an.

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Doch es gibt auch einige Überraschungen: So befinden sich unter den besten Bremsern auch ein SUV und einige Schwergewichte, die mehr als zwei Tonnen Leergewicht auf die Waage bringen. Das ist beachtlich, denn schwere Fahrzeuge müssen im Vergleich zu leichteren Autos deutlich höhere Bremsleistungen entwickeln, um gleiche Bremswerte zu erreichen. Alle Fahrzeuge aus den Top 30 kamen bei einer Vollbremsung mit Tempo 100 in weniger als 35 Metern zum Stand. Zum Vergleich: Die Fahrzeuge mit den schlechtesten Bremswerten brauchten dafür mehr als 40 Meter. Zwischen dem besten gemessenen Bremswert und dem schlechtesten liegt sogar ein satter Unterschied von 16,5 Meter Bremsweg.

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Unter den 30 schlechtesten Bremsern befinden sich auffällig viele Kleinwagen. Ein geringes Gewicht ist also keinesfalls eine Garantie für gute Bremsleistungen. Umgekehrt deuten die zahlreichen SUVs unter den schlechten Bremsern an, wie negativ sich ein hohes Gewicht auswirken kann. Gutes Bremsen ist offenbar auch eine Preisfrage: Die Fahrzeuge der Top 30 kosten im Schnitt rund 80.000 Euro – die 30 Schlechtesten etwa 30.000 Euro. Bei den Fahrzeugen mit den schlechtesten Bremswerten handelt es sich bis auf wenige Ausnahmen um Kleinwagen für weniger als 13.000 Euro oder SUVs beziehungsweise Geländewagen aus dem mittleren bis unteren Preissegment.

Oben in der Bildergalerie: Die Tops und Flops im Bremsen-Test

Erfreulich ist, dass sich die Bremswerte in den letzten Jahren deutlich verbessert haben: Eine Vergleichsanalyse der von AUTO BILD zwischen 2000 und 2002 gemessenen Testwerte zeigt, dass noch vor zehn Jahren kein Fahrzeug einen Bremsweg unter 35 Meter erreichte. Neben der Verbesserungen der Bremsen selbst ist dieser Fortschritt auch auf bessere Brems-Regelsysteme und Reifen zurückzuführen.

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