Mercedes E-Klasse als Taxi

Daimler indirekt an Uber beteiligt: Taxi-Fahrer sauer

— 21.01.2015

"Unheilige Allianz"

Daimler könnte sich indirekt am Fahrdienstvermittler Uber beteiligen. Die Taxi-Fahrer kritisieren den Schulterschluss mit der Konkurrenz.

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'Muss ein Taxi einen Stern tragen?'

(dpa) Die Taxibranche hat die indirekte Kooperation des Flotten-Lieferanten Daimler mit dem umstrittenen Fahrdienstvermittler Uber als "unheilige Allianz" kritisiert. "Als Autobauer sollte sich Daimler klar für die Fahrer ihrer Limousinen engagieren, statt eine unheilige Allianz gegen die Taxibranche zu knüpfen", sagte heute (21. Januar 2015) Hermann Waldner, Geschäftsführer der Plattform Taxi.eu. Wie vergangene Woche bekannt wurde, will der Münchner Mitfahr-Spezialist Carpooling, zu dessen Investoren Daimler gehört, auch in Deutschland mit Uber zusammenarbeiten.

Mercedes Citan als Taxi

Mercedes Citan mit Taxipaket Mercedes Citan Langversion Mercedes Citan Langversion
Ziel ist dabei, das Portal Mitfahrgelegenheit.de um weitere Angebote für die erste und letzte Meile zu ergänzen. Damit sinke aber "Daimlers glanzvoller Stern" bei den Taxifahrern, hieß es aus dem Gewerbe. "Wer sich gemeinsam mit Uber engagiert, arbeitet gegen unsere Branche", sagte Ertan Ucar, Vorsitzender des Verbands Taxi Deutschland.

C 63 AMG MC660 im Taxi-Dienst

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Carpooling betonte, man führe auch Gespräche mit verschiedenen Taxidiensten. "Grundsätzlich kommen als Partner alle Services in Frage, die eine entsprechende Daten-Schnittstelle bieten und in das Preisgefüge einer Mitfahrgelegenheit passen", erklärte Geschäftsführer Markus Barnikel. Ziel sei, eine günstige Tür-zu-Tür-Mobilität für mittlere und lange Strecken flächendeckend anbieten zu können.

Städtevergleich für Taxi/Uber/Nahverkehr

Taxi/Uber/Nahverkehr: Städtevergleich Taxi/Uber/Nahverkehr: Städtevergleich Taxi/Uber/Nahverkehr: Städtevergleich
Unterdessen hat der Uber-Gründer und -Chef, Travis Kalanick angekündigt,  trotz des massiven Gegenwinds in Deutschland weitermachen zu wollen. Zwar müsse Uber wegen vielerorts noch laufender Gerichtsverfahren erst abwarten, welche Anforderungen der deutsche Gesetzgeber stelle, sagte Kalanick heute der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Aber wir werden unser Geschäft hier nicht aufgeben. Das wäre auch nicht im Sinne unserer Kunden." Kalanick hatte am Sonntag auf der Internet-Konferenz DLD in München versucht, die Skeptiker in Europa mit dem Versprechen Zehntausender neuer Jobs zu überzeugen.

Nissan NV200: Fahrbericht

Nissan NV200 Nissan NV200 Nissan NV200
Uber wolle verstärkt Partnerschaften mit EU-Städten schließen, sagte er. Dadurch könnten schon in diesem Jahr rund 50.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Kalanick bekräftigte, auf die deutschen Behörden zugehen zu wollen. "Wir sind in vielen Punkten sicher kompromissbereit", sagte er. "Wir wollen Partnerschaften mit deutschen Städten schließen, um eine gemeinsame Vision zu entwickeln, wie Mobilität in Zukunft aussehen kann." Uber wolle "im neuen Jahr neu beginnen", erklärte der Uber-Chef. "Ein Teil davon ist, besser zu verstehen, wie Deutschland tickt."

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