Diesel gegen Benziner: Verbrauchstest

BMW 7er VW Passat Variant

Diesel gegen Benziner: Verbrauchstest

— 04.02.2011

Das kostet Tempo 180

Schwerer Gasfuß, linke Spur: Für Schnellfahrer hat die Motorwahl höchste Bedeutung. Wir haben 22 Modelle in elf Duellen getestet: Wer fängt auf der Überholspur zu saufen an?

Tempo 180, das war bis Ende der 70er-Jahre eine magische Geschwindigkeit. So schnell waren damals nur ein paar dicke Benz, BMW, Porsche, die Sportwagen. Heute schaffen selbst viele Kleinwagen locker 180 km/h. Für die Kompakt- und Mittelklasse gehört dieses Tempo ohnehin zum guten Ton, und in der Oberklasse wird 180 dank kräftiger Motoren und guter Geräuschdämmung durchaus als angenehmes Reisetempo empfunden. Warum nicht? Deutschland ist ein dynamisches Land mit den schnellsten Straßen der Welt, mit längeren Abschnitten ohne Tempolimit, und die Autos sind sicher wie nie.

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Auf einer leeren Autobahn darf 180 km/h – bei guter Sicht und Sicherheit – daher als Tempo gelten, das Vertreter in ihren TDI durchaus mal für längere Zeit testen. Vorausgesetzt, man kann sich die zügige Fahrt leisten. Denn je schneller man reist, desto teurer wird's. Diesel sind hier klar im Vorteil. Das ist nichts Neues. Doch wie viel Sprit schlucken Benziner und Diesel bei Tempo 180 genau? Und was kostet die Schnellfahrerei? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, haben wir elf Benzin-Diesel-Modellpaare – Audi A1, Audi Q5, BMW 5er Touring, BMW 7er, Citroën C4, Mazda3, Mercedes E-Klasse, Opel Meriva, Skoda Roomster, VW Passat und VW Sharan – einem Autobahn-Test mit 180 km/h unterzogen. Die Ergebnisse zeigen, was die Autos bei diesem hohen Tempo schlucken und was der Spaß dann kostet. Dazu haben wir nicht nur die Kraftstoffkosten pro 100 Kilometer ermittelt, sondern auch die Kosten in Cent pro Kilometer (inkl. Kaufpreis, Steuer, Versicherung, Wertverlust usw., unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Jahreslaufleistungen: Kleinwagen 7500 Kilometer, Oberklasse 20.000). Die Ergebnisse sind zwar Maximalwerte, die entstehen, wenn man permanent 180 fährt. Relevant sind sie trotzdem, vor allem für diejenigen, die oft schnell fahren. Zum Vergleich haben wir Spritkonsum und Kosten auch auf der normalen AUTO BILD-Verbrauchsrunde erhoben. So wird deutlich, wie viel teurer es ist, von der rechten auf die linke Spur zu wechseln.

So hat AUTO BILD getestet

Die Messfahrten haben wir auf einem 28 Kilometer langen Autobahn-Abschnitt ohne Tempolimit durchgeführt. Die Strecke hatte nur leichte Gefälle- und Steigungspassagen. Zur Verbrauchsermittlung wurde der Bordrechner stets bei 130 km/h genullt. Dann haben wir auf Tempo 180 beschleunigt und die Geschwindigkeit nach Möglichkeit per Tempomat konstant gehalten. Der AUTO BILD-Testverbrauch wurde auf unserer normalen Verbrauchsrunde ermittelt. Sie besteht aus 54 Kilometer Autobahn, 61 Kilometer Landstraße und 40 Kilometer Stadtverkehr. Zur Berechnung der Kilometerkosten haben wir die Durchschnitts-Kraftstoffpreise von 2010 angesetzt: Diesel 1,20 Euro, Super 1,40 Euro.

Wie die einzelnen Duelle zwischen Benzinern und Dieseln ausgegangen sind, erfahren Sie oben über die Links in der Tabelle oder in der Bildergalerie.

Autoren: Jan Horn, Jörg Maltzan

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