Fahrbericht Edo Enzo XX Evolution
Ferrari Enzo XXL

Ein FXX für die Straße? Den gibt es nicht, mangels Zulassung. Edo Competition missfällt das – und so unterzieht der Tuner den zivileren Enzo einer tiefgreifenden Technik-OP.
- Frank Wiesmann
Zuerst scheint es, als würden sie heute keine Freunde mehr werden – 335er-Hinterreifen und die klamme Straßendecke. 840 PS überfordern sie zunächst wie ein Hinterhalt, das Heck des getunten Ferrari Enzo wackelt widerspenstig. Doch dann finden Fahrbahn und Pneus zueinander, das wertvolle Einzelstück tobt unter gellendem Zwölfzylinder-Kreischen einschüchternd furios davon. 9.600 Touren, Schaltpaddel zupfen. In 60 Millisekunden peitschen die Gängen rein – fast doppelt so schnell wie im Ausgangsprodukt Enzo (110 Millisekunden). Exotentuner Edo Karabegovic hat ein Ziel: dem Vorzeigesportler aus Maranello die fahrdynamische Brillanz des noch extremeren, nicht straßenzugelassenen Rennablegers FXX einzuhauchen. Dazu ist ihm jedes technische Mittel recht.
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Bild: Werk
Über 390 km/h Höchstgeschwindigkeit

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Technische Daten: V12, Mitte hinten längs • 4 Ventile pro Zylinder • Hubraum 6262 cm³ • Leistung 618 kW (840 PS) bei 8500/min • Literleistung 134 PS/ Liter • max. Drehmoment 780 Nm bei 5800/ min • Hinterradantrieb • sequenzielles 6-Gang-Getriebe • innenbel., gel. Scheibenbremsen v./h. • Reifen 265/35 R 19 / 335/30 R 20 v./h. • Länge/Breite/Höhe 4732/2035/1147 mm • Radstand 2650 mm • Leergewicht 1265 kg • Leistungsgewicht 1,5 kg/PS • Zuladung 355 kg • Tankvolumen 110 l • Verbrauch ca. 25 l Super Plus • Beschleunigung 0–100 km/h in 3,2 s, 0–200 km/h in 9,0 s • Höchstgeschwindigkeit über 390 km/h • Preis 1.500.000 Euro
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