Honda Accord 2.2 i-CTDi Diesel

Fahrbericht Honda Accord 2.2 i-CTDi Diesel Fahrbericht Honda Accord 2.2 i-CTDi Diesel

Fahrbericht Honda Accord 2.2 i-CTDi Diesel

— 06.08.2003

Ein Diesel zum Jubeln

Endlich! Honda bringt seinen ersten eigenen Diesel. Das Warten hat sich gelohnt: Spitze 210 km/h, Verbrauch 5,4 Liter.

Keine Spur von Turboloch

Das soll ein Diesel sein? Kaum zu glauben. Spontan springt der Honda Accord an und brummt sanft vor sich hin. Der japanische Selbstzünder läuft so unaufdringlich, dass ein Blick aufs Heck nötig ist, um sicher zu sein, welcher Motor in der Limousine werkelt. i-CTDi steht da. Der erste Honda-Diesel (in den 80ern gab es den Accord mit Rover-Dieseln) feiert auf der IAA Weltpremiere.

Das erste "i" in der Typbezeichnung ist die Abkürzung für intelligent. Ganz schön selbstbewusst also, was Honda seinem neuen Triebwerk zutraut. Die Common-Rail-Einspritzung der zweiten Generation stammt von Bosch. Der Rest ist made in Japan. Und erfüllt hohe Ansprüche. Angenehm ist vor allem das Motorgeräusch, das bei voller Beschleunigung zu einem metallischen Singen anschwillt. Das klingt eher nach Kompressor als nach Diesel.

Ruckfrei zieht der 140-PS-Motor den Accord nach vorn. Honda verspricht Spitzenwerte. Null auf 100 km/h: 9,4 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit: über 210 km/h. Verbrauch: 5,4 Liter auf 100 Kilometer. Noch beeindruckender als diese Zahlen ist die Art, wie der Diesel zur Sache geht. Ein Turboloch ist ebenso Fehlanzeige wie die Anfahrschwäche anderer Common-Rail-Motoren. Mit 340 Newtonmeter Drehmoment schon ab 2000/min zieht der Vierventiler einfach stur nach vorn.

Technische Daten im Überblick

Schaltfaul in der Stadt, souverän auf der Autobahn – der Diesel-Accord lässt kaum Wünsche offen. So viel steht jetzt schon fest: Konkurrenten wie Audi A4 TDI und BMW 320d bekommen einen ernst zu nehmenden Herausforderer. Innermotorisch jedenfalls setzt der i-CTDi Maßstäbe.

Um bei allen Drehzahlen optimale Kraftstoffausbreitung zu ermöglichen, wird der Sprit über ein Wirbelventil in speziell gestaltete Brennkammern gespritzt. Der Turbolader ist mit verstellbaren Schaufeln bestückt und trägt zur optimalen Leistungsentfaltung bei. Außerdem sitzt die Kurbelwelle nicht mittig unter den Zylindern, sondern ist 6,5 Millimeter nach vorn versetzt. Die dadurch optimierte Hebelwirkung der Pleuel soll helfen, Sprit zu sparen. Auch beim Gewicht geizten die Ingenieure: Gegenüber dem Benziner wiegt die gesamte Antriebseinheit dank Alublock nur 60 Kilo mehr. Ausgleichswellen für hohe Laufruhe sind da schon fast selbstverständlich.

Technische Daten • Vierzylinder-Diesel • Turbolader • 4 Ventile je Zylinder • zwei oben liegende Nockenwellen • Hubraum 2204 cm3 • Leistung 103 kW (140 PS) bei 4000/min • maximales Drehmoment 340 Nm bei 2000/min • Frontantrieb • Fünfgang • Einzelradaufhängung vorn und hinten • Kofferraumvolumen 459 Liter • Tankinhalt 65 Liter • Länge/Breite/Höhe 4665/1760/1445 mm • Reifen 205/55 R 16 • Leergewicht 1535 kg • Spitze über 210 km/h • Der Preis steht noch nicht fest

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