Faraday Future FFZero1 (CES 2016)

Faraday Future FFZero1 (CES 2016): Erster Eindruck

— 05.01.2016

Zukunft oder Nullnummer?

Mit dem FFZero1 zeigt Faraday Future auf der CES eine Studie, die noch wenig über zukünftige Serienmodelle aussagt. Erster Eindruck.

Damit haben wir nicht gerechnet. Als das junge Unternehmen Faraday Future für die CES in Las Vegas (6. bis 9. Januar 2016) eine Elektro-Studie ankündigte, dachten viele an etwas anderes. An eine seriennahe Studie im Kompaktwagensegment zum Beispiel. Stattdessen zeigt Faraday Future eine Mischung aus Nissan GT-R 2020 und Bugatti Chiron. Einen Einsitzer mit Supersportwagen-Design.
Aktuelle News zur CES

Clevere Connectivity-Idee: ein Smartphone wird direkt in das Lenkrad integriert.

Die Lufttunnel, die sich von der Front über die Radhäuser zum Heck erstrecken, haben wir bereits bei Studien wie dem GT-R 2020 gesehen, die LMP Heckfinne hatte auch die Chiron-Studie Vision GT Gran Turismo. Dem FFZero1 fehlt es an sichtbaren Innovationen. Aufbau und Cockpit sind da schon interessanter: Das Fahrzeug wurde um den Elektroantrieb herum konzipiert, die flachen Batterien stecken im Boden. Eine Architektur, die Faraday sicherlich für künftige Modelle übernehmen wird. Der Sitz ist von der Raumfahrtechnik inspiriert. Im Lenkrad lässt sich ein Smartphone integrieren und mit dem FFZero1 verbinden – das haben wir so tatsächlich noch nicht gesehen. Eine recht simple, wie auch clevere Connectivity-Lösung. Es stecken also doch ein paar gute Ansätze in dem recht pompösen Kleid. Wir würden uns freuen, in Zukunft genau davon mehr zu sehen. Allerdings in einem massentauglicheren Fahrzeug.

Tesla Model S P85D im Test

Eine Fabrik für eine Milliarde US Dollar

Dass es sich bei Faraday Future nicht um realitätsfremde Hirngespinste handelt, darauf deuten mehrere Indizien hin: In der Wüste des US-Bundesstaats Nevada soll für eine Milliarde Dollar ein Werk entstehen. Zudem arbeiten nach Angaben des Unternehmens schon 400 Angestellte für Faraday Future – bis Ende 2015 sollten es 500 sein. Einige Namen sind in der Automobilszene nicht unbekannt: Nick Sampson, Mitgründer und Vizepräsident Forschung und Entwicklung, hat früher bei Tesla entwickelt. Auch Dag Reckhorn, Vizepräsident Herstellung, hat vorher am Tesla Model S mitgearbeitet.

CES 2016: Rundgang

Woher das Geld für diesen großen Aufwand kommt, verrät das Unternehmen nicht. Ist Faraday Future ein Alibi-Produkt von Apple, um das iCar voranzutreiben? Das Projekt ist jedenfalls eine klare Kampfansage an Tesla – das Unternehmen von Paypal-Gründer Elon Musk, das derzeit ebenfalls in Nevada seine riesige Batteriefabrik aufbaut.

Der FFZero1 hat über 1000 PS

Der vollelektrische FFZero1 wird von vier Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von mehr als 1000 PS angetrieben, damit beschleunigt der Einsitzer in unter drei Sekunden auf 100 km/h und soll dank ausgefeilter Aerodynamik mehr als 320 km/h schaffen. Die Chancen auf eine Serienfertigung des Rennwagens stehen allerdings schlecht. Der FFZero1 dient in erster Linie als Fingerübung für das Team und natürlich als Inspiration für zukünftige Modelle des noch jungen Herstellers. Ob es sich bei Faraday Future um einen ernst zu nehmenden Player zum Thema Neue Mobilität handelt, werden erst seriennähere Modelle zeigen.

Faraday Future FFZero1 (CES 2016)

Hier gibt's die neuesten Informationen live von der CES:

Stichworte:

Autonomes Fahren

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

 
Zur Startseite