Fiat Abarth 124 Spider (2016) im Test: Fahrbericht

Fiat Abarth 124 Spider (2016) im Test: Fahrbericht

— 21.06.2016

Der Skorpion sticht wieder

Nach Fiat 500 und Grande Punto hat Abarth endlich wieder einen Sportwagen im Angebot. Erste Fahrt im brandneuen Abarth 124 Spider!

Nach einer gefühlten Ewigkeit hat Abarth mit dem 124 Spider endlich wieder einen echten Sportwagen im Programm. Welcher Motor im Skorpion arbeitet, war lange ein Geheimnis. Die Wahl fiel auf den bekannten 1,4-Liter-Turbo. Im Abarth 124 Spider kommt er auf 170 PS und 250 Nm maximales Drehmoment. Und der Abarth 124 Spider klingt schon im Stand vielversprechend.

Abarth 124 Spider (Genf 2016): Sitzprobe

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Alles Wissenswerte zum Fiat 124 Spider

Der Record Monza genannte Klappenauspuff beherrscht verschiedene Tonlagen, egal ob tief brummend, brabbelnd oder laut röhrend. Der Klang des 1,4-Liter-Turbo ist am Rande der Legalität und erinnert stark an einen Lancia Delta Integrale. Unter Volllast und hohen Drehzahlen wird der Sound allerdings etwas magerer. Dafür entschädigt der 124er mit herrlichen Schaltknalls des automatischen "Sequenziale Sportivo"-Getriebes. Das getestete aufpreispflichtige Automatikgetriebe überzeugt mit flotten Schaltzeiten, und so sind die werksseitig angegebenen 6,8 Sekunden auf Tempo gekauft.

Fahrbericht Fiat 124 Spider

Der Motor hat nicht den erwarteten Punch

Der 1,4-Liter-Vierzylinder mit 170 PS geht gut, hat aber nicht den erwarteten Punch. Bei einem Leergewicht von 1060 Kilogramm könnte noch mehr gehen. Die 232 km/h Spitze sind aber realistisch. Und der Abarth 124 Spider macht einen sehr agilen Eindruck in Kurven. Der Roadster lenkt schön über die Mitte ein. Und wer will, kann dank Hinterradantrieb auch herrlich driften. Für die richtigen Driftwinkel sorgt ein mechanisches Sperrdifferenzial. Die serienmäßigen Brembo-Bremsen verzögern perfekt, Fading gibt es hier nicht.

Fiat Abarth 124 Spider (2016) im Test: Fahrbericht

Auf einen Blick: Abarth 124 Spider

Perfekte Sitzposition

Die Sitzposition im Abarth 124 Spider ist perfekt. Das Sportlenkrad hat eine rote 12-Uhr-Markierung.

Die Sitzposition im Abarth 124 Spider ist schön tief, und die Ledersitze bieten perfekten Seitenhalt. Das optionale Navi und das Soundsytem sind modern und kinderleicht zu bedienen. Die Verarbeitungsqualität ist gut. Allerdings ist das Lenkrad nur in der Länge verstellbar. Serienmäßig gibt es das manuelle Stoffverdeck, das blitzschnell entriegelt ist. In geschätzten drei Sekunden lässt sich die Stoffkapuze aufsetzen. Die abschließende Frage: Was kostet der Spaß? Mindestens 40.000 Euro. Das sind rund 16.000 Euro mehr, als Fiat für den 124 Spider mit 140 PS aufruft.

Autor:

Guido Naumann

Fazit

Ist der Abarth 124 Spider die 16.000 Euro Aufpreis zum regulären 124 Spider wert? Ich sage zaghaft ja. Der Roadster macht optisch und akustisch ordentlich 'was her und macht auf den ersten Landstraßenkilometern einen sportlichen Eindruck. Jetzt muss der Abarth 124 Spider die subjektiven Eindrücke in Zeiten umsetzen. Ich bin gespannt, denn seine Vorgänger waren echte Rallye-Sieger.

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