Fiat/Chrysler: Zukunft von Lancia

Fiat/Chrysler: Zukunft von Lancia

— 10.01.2014

Nur der Ypsilon überlebt

Der Fiat-Konzern dampft seine Tochter Lancia ein. Die Marke darf künftig nur noch den Ypsilon verkaufen – ausschließlich auf dem italienischen Markt.

(dpa) Fiat werde die frühere Prestigemarke Lancia nicht mehr außerhalb Italiens verkaufen, kündigte Konzernchef Sergio Marchionne in einem Interview mit der römischen Zeitung "La Repubblica" am 10. Januar 2014 an. Die Lancia-Produktion soll zudem auf das Ypsilon-Modell begrenzt werden. Dagegen versprach Marchionne neue Alfa-Romeo-Modelle für das Frühjahr, die das Image der Marke verändern und ihr Prestige heben sollen. Er verwarf erneut die Spekulationen, Alfa Romeo könnte an Volkswagen verkauft werden.

Fiat/Chrysler: Zukunft von Lancia

Nach der Fusion von Fiat und Chrysler soll die Gruppe außerdem einen neuen Namen erhalten. Sergio Marchionne hoffe, dass die komplette Übernahme bald vollzogen sei. Wo der Sitz dieses neuen Auto-Konzerns sein werde, hänge davon ab, an welcher Börse er gehandelt werde, also in Mailand oder New York. Das werde der Verwaltungsrat entscheiden. Fiat hatte sich vor kurzem die volle Kontrolle über die US-Tochter Chrysler gesichert. Der italienische Autobauer erwirbt in einem 4,35 Milliarden Dollar (3,16 Mrd. Euro) schweren Geschäft den fehlenden Minderheitsanteil an Chrysler. Der Konzernchef sagte dazu in dem Interview, er mache sich trotz Warnungen vor zu hohen Schulden und zu geringer Liquidität nach dem Chrysler-Kauf keine Sorgen. Eine Kapital-Erhöhung wäre dabei nur eine "Wertzerstörung", meinte Marchionne.

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