Ford Ka/Fiat 500/Peugeot 107: Vergleich
Sind zwei Zylinder genug?

Weniger soll neuerdings mehr sein. Fiat treibt die moderne Motoren-Diät auf die Spitze, der neueste Motor hat nur noch zwei Zylinder. Kann der 500 TwinAir die Drei- und Vierzylinder in Peugeot 107 und Ford Ka übertrumpfen?
Das Leben ist kein Quartettspiel – also ist es im Alltag doch egal, wer die größte Zylinderzahl in der Hinterhand hat, oder? Wir reden hier nicht von der Prunk- und Prestige-Liga, in der die dicken Motoren auch fürs Ego stehen müssen, sondern von Kleinwagen. Da zählen andere Werte wie Verbrauch, CO2-Ausstoß und Kosten. Und hier spielt die Zahl der Zylinder eine immer größere Rolle. Weniger wird mehr, das zeigen moderne, quirlige Dreizylinder, die manchen Vierzylinder übertrumpfen. Aber nun treibt Fiat die Motoren-Diät auf die Spitze – und bringt den ersten Zweizylinder! TwinAir nennen die Italiener ihren 900-Kubikzentimeter-Zwerg, der im Fiat 500 beim Sprit sparen helfen soll. Im ersten Vergleich fordert der 500 TwinAir den Peugeot 107 Dreitürer mit 1,0-Liter-Dreizylinder und den Ford Ka mit 1,2-Liter-Vierzylinder heraus. Wer sticht nun – zwei, drei oder vier Zylinder?
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Bild: Toni Bader
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Dabei helfen ihm Start-Stopp-Automatik (arbeitet unauffällig) und die neue MultiAir-Ventilsteuerung ohne Einlassnockenwelle (noch unauffälliger). Per Knopfdruck lässt sich der Eco-Modus zuschalten, dann hat der 500 nur noch 100 Nm, fährt so mit deutlich gebremstem Schaum. Immerhin brachte die Sparstellung auf unserer Testrunde nochmals 0,3 Liter weniger. Der Vierzylinder im Ford hat gegen so viel Spar-Schläue schlechte Karten: Der Ka schluckt 1,2 Liter mehr. Peugeots Dreizylinder kommt dank der Sparreifen auf 4,8 Liter. Wäre im Fiat doch alles so intelligent gemacht wie sein Motor. Er hätte in diesem Vergleich die wohl besten Karten. Aber so punkten hier die alltagsfreundlicheren Autos von Ford und Peugeot. Der Franzose bietet mehr Raum, Fahrer und Passagiere fühlen sich auf allen Plätzen besser aufgehoben, halten es auf den straff gepolsterten Sitzen mit hohen Lehnen länger aus. Überhaupt können im 107 sogar Erwachsene hinten passabel sitzen. Im Fiat müssen sie sich dagegen zusammenfalten, den Kopf einziehen und beim Ein- und Aussteigen turnen können.
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Fazit
Die Zylinderzahl spielt in dieser Klasse keine Rolle. Den Vergleich gewinnt der Ka mit seinem konventionellen Vierzylinder, weil auch er spart und selbst ohne Turbo anständig geht. Fiat setzt auf Sparsamkeit, nutzt im 500 sogar ein zusätzliches Fahrprogramm, um den Verbrauch zu drücken. Da hält das Auto nicht ganz mit: zu wenig Platz, zu unkomfortabel – so bleibt nur Platz zwei. Der blasse 107 fährt im Vergleich hinterher.
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