Red Bull & Caterham

Formel 1: Nach Caterham-Aus

— 23.10.2014

Red Bull will drei Autos

Die Formel 1 muss sich um ihre Zukunft Gedanken machen - kommen für ein starkes Starterfeld nun tatsächlich drei Autos pro Top-Team?

Die Diskussion schwelt seit dem Großen Preis von Singapur. Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone will gewappnet sein, wenn die kleinen Teams irgendwann doch den Stecker ziehen müssen. Seine Idee: drei Autos pro Top-Team. Das ist sogar schon im aktuellen Regelwerk verankert. Sinkt das Starterfeld auf unter 20 Autos, müssen Ferrari, Red Bull und McLaren drei Wagen einsetzen. Mit dem prognostizierten Caterham-Aus wird das Szenario immer wahrscheinlicher.

Hintergrund: Chefberater Colin Kolles hat sich und seine Investoren gestern aus dem Team zurückgezogen und die Mannschaft zurück an Tony Fernandes übergeben. Offenbar hatte der Malaye die Eigentumsrechte nicht übertragen. Ein Einsatz in Austin gilt als höchst unwahrscheinlich. ABMS erfuhr außerdem: Auch Marussia droht das Aus. Heute muss das Team die Ferrari-Motoren bezahlen. Können sie das nicht, müssen sie Insolvenz anmelden. Dann zieht die Formel-1-Rettungs-Regel.

Red Bull will planen können

Doch offenbar will man gar nicht darauf warten. Wie AUTO BILD MOTORSPORT in der aktuellen Ausgabe berichtet, ist Red Bull bereit schon in der Formel-1-Saison 2015 definitiv ein drittes Auto einzusetzen. Egal ob Teams aussteigen oder nicht. Allerdings will der noch amtierende Weltmeister Planungssicherheit und stellt Bedingungen, die von der FIA bis zum letzten Saisonrennen in Abu Dhabi verankert werden müssen. Erstens: Das dritte Auto darf ein eigenes Branding haben, um neue Sponsoren anzulocken. Zweitens: Im Auto darf nur ein Nachwuchspilot sitzen. Drittens: Das Auto darf für die Fahrerwertung voll punkten. Und: Red Bull will das Auto eben auch dann einsetzen können, wenn keines der gefährdeten Teams wegfällt. Im Notfall müsse das Fahrerfeld eben aufgestockt werden, heißt es bei den Österreichern.

Mercedes mit drei Autos?

Red Bull-Motorsportchef Helmut Marko bestätigt gegenüber ABMS: "Unsere Kapazitäten in Milton Keynes sind so groß, dass wir kaum Zusatzkosten durch ein drittes Auto hätten. Außerdem wäre das eine Lösung für unser Luxusproblem: Wir haben zu viele gute Fahrer für zu wenig Autos." Sollte die Regel durchgesetzt werden, wäre wohl auch Ferrari dabei. McLaren würde das Startrecht des dritten Autos nach ABMS-Informationen an Mercedes abtreten.

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Getty Images

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