Alle bis auf einen haben bei Red Bull am Samstag in Suzuka richtig gute Laune… Erstens rast Max Verstappen –begünstigt durch Ferraris Reifen-Patzer – auf Startplatz drei hinter die Silberpfeile. Zweitens und mit Blick auf die Zukunft des Teams noch viel wichtiger: die Performance von B-Team Toro Rosso!
Brendon Hartley und Pierre Gasly schaffen es mühelos in die Top-10. Möglich macht's die neue, starke Ausbaustufe des Honda-Motors, den 2019 auch Red Bull im Heck hat. Red-Bull-Berater Helmut Marko zu AUTO BILD MOTORSPORT: „Wir sind total happy mit der Entwicklung. Honda hat 40 kW nachgelegt.“ Umgerechnet sind das 54 PS mehr. Die schießen die Toro-Rosso-Jungs ausgerechnet beim wichtigen Honda-Heimspiel in Japan auf die Plätze sechs und sieben.
Toro Rosso
Super happy über Startplatz sechs: Brendon Hartley
Das beste Qualifying-Ergebnis der Saison für das Team aus Faenza. Hartley, ausnahmsweise mal vor Teamkollege Gasly, gibt ob des Quantensprungs zu: „Auf der Inlap bin ich sogar ein bisschen emotional geworden, wahrscheinlich wegen des angestauten Frusts der letzten Monate, wo die Dinge nicht in meine Richtung liefen.“
Emotional wird es auch Daniel Ricciardo, jedoch aus anderen Gründen. Schon im zweiten Qualifyingabschnitt muss der Aussie die Segel streichen. Mal wieder ein Defekt an seinem Motor - hergestellt ausgerechnet von dem Team, zu dem er 2019 wechselt: Renault.
Schon zum fünften Mal in den letzten sieben Rennen verpasst Ricciardo wegen Motorstrafen oder anderer technischer Gebrechen den Einzug ins Top-10-Qualifying. Der Australier brüllt vor Frust darüber so laut in seinen Helm (s. Video unten), dass er bei den Interviews danach tatsächlich keine Stimme mehr hat. Ricciardo in heiserem Ton: „Ich bin einfach nur mega angepisst und stinksauer heute“, sagt Ricciardo in heiserem Ton.
Das Reden übernimmt dafür Red-Bull-Teamchef Christian Horner - und schießt gegen Renault: „Für Daniel tut es mir leid. Sieht so aus, als ob eine Drosselklappe kaputtgegangen ist. Das darf auf diesem Niveau eigentlich nicht passieren.“ Ein Problem, das Red Bull nächstes Jahr nicht mehr hat - Ricciardo dafür umso mehr...

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